08.09.08 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Weitere deutsche Solaraktien steigen in TecDax auf – Suzlon Energy will bei REpower AG das Ruder übernehmen – Übernahmeangebot für Petrotec AG

In der vergangenen Woche hat der DAX 4,6 Prozent auf 6.127,44 Punkte verloren. Der japanische Nikkei brach noch stärker ein, um 6,6 Prozent auf 12.212,23 Punkte. Der US-amerikanische Dow Jones verlor weniger stark, er schrumpfte um 2,8 Prozent auf 11.220,96 Punkte. Das Barrel Öl der Sorte "Brent Crude Oil" verbilligte sich um 8,5 Prozent auf 104,17 Dollar. Der Preis für Kupfer (eine Tonne Copper Grade A) sank um 5,8 Prozent auf 7.075,00 Dollar. Der Euro verbilligte sich gegenüber dem Dollar um 2,79 Prozent auf 1,4265 Dollar.  

Windaktien
Der indische Windturbinenbauer Suzlon Energy hat sein Engagement bei der deutschen REpower AG ausgebaut und vom portugiesischen Energiekonzern Martifer weitere 22,5 Prozent der Aktien des Unternehmens übernommen. Laut REpower wird der Erwerb der Anteile zum Kaufpreis von 270 Millionen Euro bis zum 15. Dezember abgeschlossen und strebt Suzlon einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit REpower an. Die Inder kontrollieren fortan rund 90 Prozent der Stimmrechte von REpower.

Für verschiedene Windkraftprojekte in Schweden soll der Windturbinenbauer Vestas Wind Systems A/S 50 Windräder mit jeweils zwei Megawatt (MW) Leistung liefern. Auftraggeber ist der Projektierer Vattenfall Vindkraft Sverige AB, eine Tochter des Energiekonzerns Vattenfall. Über finanzielle Details machte Vestas keine Angaben.

Für das türkische Bauunternehmen Ucgen soll der zur Conergy AG gehörende Projektentwickler Epuron GmbH den 14 MW-Windpark Seferihisar umsetzen. Laut Conergy sind in der Türkei bisher lediglich rund 250 MW an Windkraftleistung installiert. Bis 2012 rechne die Branche mit einem durchschnittlichen Wachstum von 50 Prozent pro Jahr. Gemeinsam mit dem Kooperationspartner habe Epuron derzeit zehn Windparks bei der staatlichen Energiebehörde EMRA zur Genehmigung vorliegen.

Solaraktien
Drei Umweltaktien steigen zum 22. September in die Auswahlindices der Deutsche Börse auf. Wie die Deutsche Börse mitteilte, wird die Centrotec Sustainable AG künftig im SDAX (Small-Cap-DAX) vertreten sein. Neu in den TecDAX aufgenommen wurden die Solarunternehmen Manz Automation AG und SMA Solar Technology AG. Nach der Übernahme durch Bosch fällt die ersol solar Energy AG hingegen aus dem TecDAX heraus. Mit den beiden Neuzugängen werden insgesamt neun TecDAX-Unternehmen der Solarbranche angehören: centrotherm photovoltaics, Conergy, Phoenix Solar, Q-Cells, Roth & Rau, SolarWorld und Solon.

Die Payom Solar AG hat einen Liefervertrag über kristalline Solarmodule im Wert von sechs Millionen Euro abgeschlossen. Laut dem Unternehmen aus Merkendorf wurde mit dem chinesischen Hersteller Yingli Green Energy Holding die Lieferung von Modulen mit einer Gesamtleistung von zwei MW vereinbart.

Eine Kreditlinie über 50 Millionen US-Dollar haben zwei europäische Entwicklungsbanken der Yingli Green Energy Holding gewährt. Wie das Unternehmen aus Boading bekannt gab, wurde mit der zur KfW Bankengruppe gehörenden DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH und der niederländischen Netherlands Development Finance Company (“FMO”) eine entsprechende Vereinbarung mit fünf Jahren Laufzeit abgeschlossen. Die Mittel würden für den Ausbau der Produktionskapazitäten eingesetzt.

Solarwafer mit einer Gesamtkapazität von 1,8 Gigawatt und 510 Tonnen Silizium hat die in Toronto ansässige Canadian Solar bei der chinesischen GCL Silicone Technology Holdings geordert. Die Siliziumlieferung soll in 2008 und 2009 erfolgen. Die Liefervereinbarung für die Wafer reicht von 2010 bis 2015.

Ab April kommenden Jahres soll die US-amerikanische Solarausrüsterin GT Solar International Reaktoren für die Produktion von Solarsilizium an die koreanische DC Chemical liefern. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf 173 Millionen Dollar. Es handelt sich um den dritten Auftrag, den die Koreaner an Solar International vergeben haben.

Die chinesischen Waferproduzentin LDK Solar orderte ebenfalls zum wiederholten Mal Siliziumreaktoren bei GT Solar. Das Auftragsvolumen beläuft sich hier auf 32 Millionen Dollar.
Bei LDK Solar ist eine Bestellung für Solarwafer mit einer Gesamtkapazität von rund 440 MW eingegangen. Auftraggeber ist der koreanische Konzern Hyundai Heavy Industries. Das finanzielle Volumen des Vertrages mit Lieferzeitraum von 2009 bis 2015 wurde nicht mitgeteilt. Ferner erhielten die Chinesen einen Nachfolgeauftrag für die Lieferung von Siliziumwafern mit einer Gesamtkapazität von 550 MW aus Taiwan. Der Auftraggeber Solartech Energy vereinbarte mit LDK Solar einen Lieferzeitraum von 2009 bis 2013. Auch hier schwiegen sich die Unternehmen über finanzielle Details aus.
Die ebenfalls chinesische Suntech Power Holdings hat sich die Lieferung von Solarsilizium im Wert von rund 750 Millionen Dollar durch die DC Chemical gesichert. Erst im März hatten die beiden Unternehmen vereinbart, dass die Koreaner von 2009 bis 2016 Silizium im Wert von rund 631 Millionen Dollar an Suntech liefern. Die neue Vereinbarung hat eine Laufzeit von 2010 bis 2016.

Bio-Aktien
Ein öffentliches Übernahmeangebot hat IC Green Energy Ltd. aus Israel für die Petrotec AG gemacht. Wie das Unternehmen aus Borken bekannt gab, will IC Green Energy 2,70 Euro je Petrotec-Aktie zahlen. Die genauen Bedingungen des Angebots würden noch mitgeteilt. Der Petrotec-Großaktionär Petrotec S.à r.l. habe sich mit IC Green Energy über den Verkauf von insgesamt 4,5 Millionen Aktien des Unternehmens geeinigt. Dies entspreche rund 42 Prozent des Grundkapitals.

Unter Verweis auf hohe Getreidepreise kündigte die Verbio Vereinigte BioEnergie AG Kurzarbeit für ihr Bioethanolwerk in Zörbig an. Wie das Unternehmen aus Leipzig mitteilte, wird die Produktion in Zörbig ab September herunterfahren. Es sei derzeit noch offen, wie lange die Kurzarbeit andauern werde.

Die Heyde Hoeve Gruppe aus den Niederlanden hat der Biogas Nord AG den Auftrag zum Bau von zwei Biogasanlagen mit einer Gesamtkapazität von zwei MW erteilt. Nach Angaben des Bielefelder Unternehmens beläuft sich das Auftragsvolumen auf rund zwei Millionen Euro. Die Kraftwerke sollen in der Region Brabant entstehen.

Andere Aktien
Im ersten Halbjahr 2008 hat die Delignit AG einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. Laut der Spezialistin für Holzwerkstoffe aus Blomberg sank der Jahresüberschuss auf 0,9 Millionen Euro nach 1,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum 2007. Das Ergebnis pro Aktie sank von 0,22 Euro auf 0,14 Euro. Wie Delignit weiter mitteilte, stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten um rund 3 Prozent auf 21,4 Millionen Euro, nach 20,8 Millionen Euro in 2007.

Der US-amerikanische Naturkostgroßhändler United Natural Foods hat seine Geschäftszahlen für das Gesamtjahr vorgelegt. Laut dem Unternehmen aus Dayville im Bundesstaat Connecticut verringerte sich der Gewinn um drei Prozent auf 48,5 Millionen Dollar oder 1,13 Dollar je Aktie. Dagegen stieg der Umsatz um 22 Prozent auf 3,37 Milliarden Dollar. Das Unternehmen erklärte den Gewinnrückgang mit erhöhten Betriebskosten durch den Umzug einer Vertriebsstätte in Kalifornien, die Errichtung einer weiteren in Pennsylvania und den Preisanstieg bei Treibstoffen. Für das Geschäftsjahr 2009 stellte es in Aussicht, dass der Umsatz auf 3,63 bis 3,7 Milliarden Dollar wächst. Beim Gewinn will United Natural Foods einen Zuwachs auf 1,30 bis 1,38 Dollar je Aktie erreichen.
Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite Aktien: "Kurse (Link entfernt)“.

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.






Bildhinweise: Getriebe für Windkraftanlagen der REpower AG / Quelle: Unternehmen; Solarsilizium / Quelle: Wacker Chemie AG; Anlagen der Biogas Nord AG / Quelle: Unternehmen
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x