25.03.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Windkraftkonzern Gamesa schnürt dickes Auftragsbündel – wichtige Suntech-Tochter insolvent – Bahntechnikkonzern Vossloh senkt Dividende

Mit 1,6 Prozent Kursverlust schloss der DAX die vergangene Woche bei 7.911 Punkten ab. Der US-amerikanische Dow Jones Index hielt beinahe das Niveau der Vorwoche. Er kletterte um 11 Punkte auf 14.533 Punkte. Der japanische Nikkei stieg um 0,3 Prozent auf 12.487 Punkte. Um 1,8 Prozent gab der Hang Seng Index in Hong Kong nach. Er schloss bei 22.115 Punkten. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verbilligte sich um 2,2 Prozent auf 107,60 Euro. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ sank um 0,8 Prozent auf 7.699 Euro. Der Euro verbuchte 0,6 Prozent Verlust. Sein Kurs am Freitag: 1,2988 Dollar.

Windaktien

Ein umfangreiches Paket an Serviceverträgen für ein Windkraftanlagen-Portfolio in Spanien, Portugal und Ungarn hat Gamesa Corp. Tecnologica erhalten. Der spanische Konzern aus Zamudio im Baskenland erklärte, ihm sei die Betriebsführung und Wartung von insgesamt 154 Windrädern übertragen worden. 80 dieser Turbinen seien Bestandteil von Windparks in Spanien und Portugal, die Gamesa selbst ausgerüstet und installiert habe. Diese Turbinen kommen zusammen auf 2.286 Megawatt (MW) Leistungskapazität. Darüber hinaus soll Gamesa auch die Wartung und Betriebsführung für drei Windparks mit 54 Turbinen in Ungarn mit 108 MW Kapazität übernehmen. Auftraggeber sei der spanische Energiekonzern Iberdrola.
Außerdem erhielt Gamesa vom finnischen Kunden TuuliWatti Oy einen Folgeauftrag zur Lieferung von sieben Windrädern mit zusammen 32 MW Leistungskapazität. Es handle sich um eine Tranche aus einem Rahmenvertrag, den die beiden Unternehmen 2012 geschlossen hatten.

Für eine große Windfarm in Kanada baut die Enmax Energy Corporation weiter auf die Service- und Wartungsdienste des dänischen Windradherstellers Vestas Wind Systems. Das Unternehmen aus Åarhus verlängerte den entsprechenden Vertrag mit dem kanadischen Stromhändler für die Windfarm Kettles Hill in Alberta um weitere fünf Jahre. Das gab Vestas bekannt. Aktuell verfügt der Windpark über 63 MW Stromproduktionskapazität aus 35 Turbinen des Typs V80-1.8 MW.

Solaraktien

Im Vorfeld der für Mittwoch, den 27. März 2013, angekündigten detaillierten Vorstellung ihrer Geschäftszahlen für 2012, hat die S.A.G. Solarstrom AG erste Kennzahlen bekannt gegeben. Demnach erzielte das Unternehmen aus Freiburg im Breisgau einen Umsatz in Höhe von 188,6 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 8,9 Millionen Euro. Die EBIT-Marge lag somit bei knapp 5 Prozent. In 2011 hatte der Solarkonzern noch 264 Millionen Euro Umsatz erreicht. Das EBIT war mit 6,2 Millionen Euro aber deutlich niedriger ausgefallen. Außerdem gewährte die Deutsche Bank der S.A.G. Solarstrom AG 40 Millionen Euro Kredit, der zur Umsetzung neuer Projekte in Deutschland in den kommenden zwei Jahren genutzt werden solle.

Die Capital Stage AG beendete das Jahr 2012 mit 45,1 Millionen Euro Umsatz und 20,5 Millionen Euro EBIT. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 21 Prozent mehr Umsatz und 35 Prozent mehr EBIT. Angesichts der positiven Entwicklung sollen die Aktionäre der Capital Stage AG 0,08 Euro je Aktie als Dividende erhalten. Das ist 60 Prozent mehr als für 2011 ausgeschüttet worden war.

Das Meppener Photovoltaik-Unternehmen Solen AG kämpft weiter ums wirtschaftliche Überleben. Derzeit werde geprüft, ob das Geschäft in Deutschland fortgeführt werden könne. Aus England und den USA seien hingegen „Ergebnisbeiträge“ zu erwarten, teilte die Unternehmensführung mit. Die Verantwortlichen gaben zudem einen neuen Termin für eine Versammlung der Gläubiger einer Anleihe im Gesamtwert von 27,5 Millionen Euro bekannt. Auf der für den 3. April 2013 in Meppen anberaumten Versammlung sollen die Gläubiger dem Vorschlag zustimmen, auf 75 Prozent der anstehenden Ausschüttung, der mit 7,5 Prozent fest verzinsten Anleihe zu verzichten. Dies sei entscheidend , um die Liquidität der Solen AG zu sichern, betonte die Unternehmensspitze.

Die Hamburger Conergy AG hat in Spanien einen Auftrag über zwei Aufdachanlagen mit 3,3 MW Gesamtvolumen erhalten. Kunde ist nach ihren Angaben der langjährige Conergy Partner Prosolia, der als Generalunternehmer der Projekte agiere. Die größere der beiden Anlagen habe eine Gesamtkapazität von 1,8 MW und befindet sich auf einer Fläche von rund 12.000 Quadratmetern auf den Lagerhallen eines deutschen Logistikunternehmens in Seseña. Das liegt in der Provinz Toledo in Kastilien-La Mancha, zirka 80 Kilometer südlich von Madrid. Bei dem anderen Projekt handele es sich um eine Dachsolaranlage in Teneriffas Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife. Die Anlage mit 1,5 MW geplanter Kapazität entstehe auf dem Dach eines Lebensmittelgroßhandels.

Trotz eines Umsatzrückgangs hat der Solarausrüster Pfeiffer Vacuum AG aus Aßlar 2012 das EBIT deutlich steigern können. Das geht aus dem aktuellen Geschäftsbericht der Pfeiffer Vacuum AG hervor. Darin weist der Hersteller von Vakuum-Pumpen 461,3 Millionen Euro Umsatz und 67,7 Millionen Euro EBIT aus. Gemessen am Vorjahresergebnis entspricht das 12,2 Prozent weniger Umsatz aber 9,6 Prozent mehr Gewinn.

Der Technologiekonzern Bosch will den Großteil seines Solargeschäfts verkaufen. Das Unternehmen begründete diesen Schritt mit den hohen Verlusten der vor fünf Jahren gegründeten Solarsparte. Unter anderem plant Bosch, alle Anteile an der börsennotierten aleo Solar AG abzustoßen.


Für den chinesischen Solarkonzern Suntech, den zweitgrößten Solarhersteller der Welt, wird es nun eng. Wie das Unternehmen mitteilte, bewilligte das zuständige Gericht am Unternehmenssitz in Wuxi den Insolvenzantrag für die operative Tochtergesellschaft von Suntech, Wuxi Suntech Power Holdings Co., Ltd. Diese Tochter produziert Solarzellen und -module. Die Produktion und Belieferung von Kunden soll bis auf weiteres Fortgesetzt werden. Inwiefern weitere Teile des Konzerns vor der Zahlungsunfähigkeit stehen, werde geprüft.

Bildnachweis: Die Verantwortlichen in der Zentrale von Suntech geraten zunehmend unter Druck. / Quelle: Unternehmen


Zum Bau einer Freiflächensolaranlage in Marokko soll der chinesische Solarkonzern JA Solar Holdings die Module liefern. Jet Energy International aus Marokko habe die Module bestellt, um damit eine zwei MW starke Photovoltaikanlage in Kentira auszurüsten, teilten das Unternehmen aus Shanghai mit. Vor dem Hintergrund der massiven Schieflage des Mitbewerbers Suntech stellte JA Solar-Finanzvorstand Xie Jian gegenüber dem Informationsdienst Bloomberg klar, dass JA Solar keinerlei Schwierigkeiten habe, eine im Mai 2013 fällige Unternehmensanleihe im Umfang von umgerechnet 120 Millionen Dollar zurück zu zahlen. Allerdings räumte er ein, dass die chinesischen Banken mit Nervosität auf den gesamten einheimischen Solarherstellersektor blickten.

Weniger Umsatz und mehr Verlust als im Vorjahr hat der chinesisch-koreanische Solarkonzern Hanwha SolarOne im Geschäftsjahr 2012 erwirtschaftet. Obwohl der Umsatz des vierten Quartals ebenfalls deutlich unter dem des Vorjahreszeitraums lag, gelang es dem in Shanghai ansässigen Unternehmen, den Quartalsverlust zu verringern. Das Gesamtjahr beschloss Hanwha SolarOne mit umgerechnet 590,4 Milliarden Dollar Umsatz und 251 Millionen Dollar Nettoverlust. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das 75 Prozent Umsatzrückgang und 68 Prozent mehr Verlust. Für das vierte Quartal 2012 erreichte Hanwha SolarOne mit 134,3 Millionen Dollar 17 Prozent weniger Umsatz als im Vergleichszeitraum von 2011. Dabei senkte der Konzern den Nettoquartalsverlust um 20,6 Prozent auf 107,6 Millionen Dollar.

Der chinesische Solarkonzern Yingli Green Energy Holding wird sich in den kommenden drei Jahren mit Silizium und Wafern des ebenfalls chinesischen Zulieferers GCL Poly eindecken. So sieht es zumindest ein Vertrag vor, den beide Konzerne nun geschlossen haben. Das Photovoltaik-Unternehmen aus Baoding benötige mehr Rohstoffe für die Produktion seiner Solarmodule, um der steigenden Nachfrage begegnen zu können, hieß es. Daher sei diese strategische Partnerschaft geschlossen worden. Außerdem sehe die Vereinbarung vor, dass GCL Poly und Yingli künftig auch gemeinsam Solarprojekte entwickeln und dass GCL Poly in Photovoltaik-Kraftwerke investiere.

Von einer staatlichen chinesischen Bank hat der Solarkonzern ReneSola einen neuen Millionen-Kredit gewährt bekommen. Wie das Unternehmen aus Jiashan mitteilte, beläuft sich dieses neue Darlehen der China Development Bank auf 320 Millionen chinesische Yuan, umgerechnet 50,9 Millionen Dollar. Das frische Kapital sei für die Stärkung der Aktivitäten am Heimatmarkt vorgesehen, so ReneSola weiter.

Bioaktien


Eine auf Jahressicht rückläufige Bilanz für 2012 hat der Borkener Biodieselhersteller Petrotec AG vorgelegt. Das Unternehmen erzielte 166 Millionen Euro Umsatz und 2,9 Millionen Euro Gewinn vor Steuern und Zinsen. Das sind vier Prozent weniger Umsatz und 45 Prozent weniger EBIT als noch 2011. Allerdings hatte Petrotec in den beiden Vorjahren jeweils millionenschwere Verluste ausgewiesen.

Seinen Rücktritt vom Vorstandsvorsitz des Biogasanlagenprojektierers DTB – Deutsche Biogas AG hat Horst Lammers erklärt. Hintergrund seines Rückzuges von der Vorstandsspitze seien „persönliche Gründe“, erklärte das Unternehmen. Allerdings bleibe Lammers Hauptaktionär und auch dem Vorstand der DTB - Deutsche Biogas AG erhalten. Neue Vorstandsvorsitzende ist Claudia Lammers, die Ehefrau des scheidenden Vorsitzenden. Faktisch haben die Eheleute Lammers ihre Position im Vorstand getauscht, so ein Unternehmenssprecher. Beide würden weiter gemeinsam den Vorstand  bilden.

Andere Aktien

Die Vossloh AG hat 2012 mehr Umsatz und Gewinn erwirtschaftet als 2011. Das gilt sowohl für das Gesamtjahr als auch das vierte Quartal. Allerdings fiel die Gewinnsteigerung für die Zeit zwischen Oktober und Dezember 2012 wesentlich deutlicher aus als für das Gesamtjahr. Für das gesamte Jahr verbuchte der Bahntechnik-Konzern aus Werdohl 1,24 Milliarden Euro Umsatz und 97,5 Millionen Euro EBIT. Das ist 3,8 Prozent mehr Umsatz und 0,3 Prozent mehr EBIT. 2011 schlugen noch 1,197 Milliarden Euro Umsatz und 97,2 Millionen Euro EBIT zu Buche. Deutlicher verbesserte sich das Quartalsergebnis der Vossloh AG. Hier weist das Unternehmen in seiner aktuellen Bilanz mit 351,5 Millionen Euro 5,4 Prozent mehr Umsatz aus als im Vorjahreszeitraum. Und das EBIT kletterte um 26,5 Prozent von 28,8 Millionen auf 36,4 Millionen Euro.

Eine stark verbesserte Bilanz für das Geschäftsjahr 2012 hat der Küchenausrüster Rational AG veröffentlicht. Die Rational-Aktionäre sollen an der positiven Entwicklung mit einer erhöhten Dividende teilhaben. Das zurückliegende Jahr beendete das Unternehmen aus dem bayrischen Landsberg am Lech mit 20 Prozent mehr Gewinn vor Steuern und Zinsen und elf Prozent mehr Umsatz als 2011. Der Umsatz kletterte von 392 Millionen auf 435 Millionen Euro, das EBIT wuchs von 102 Millionen auf 123 Millionen Euro. Ihren Aktionären will die Rational AG auf Beschluss der Unternehmensspitze bei der nächsten Hauptversammlung am 8. Mai 2013 die Ausschüttung von 5,70 Euro Dividende je Aktie für das Jahr 2012 vorschlagen. Für 2011 hatten die Börsianer 5,50 Euro Dividende je Aktie erhalten.

Bildnachweis: Die Produkte der Rational AG erfreuten 2012 sich besonders im Ausland großer Nachfrage. / Quelle: Unternehmen.


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