Der spanische Windradhersteller Gamesa aus dem Baskenland hat nach ejgenen Angaben weltweit mehr als 30.000 Megawatt Windkraftleisungskapazotät installiert. / Foto: Untermehmen

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: Windradhersteller Gamesa erreicht Meilenstein – Gewinnwarnung bei Phoenix Solar – init innovation in traffic mit starken Halbjahreszahlen

Für den DAX ging es im Verlauf der vergangenen Woche weiter bergab. Er fiel 2,2 Prozent auf 9.009 Punkte. Um marginale 0,1 Prozent verbessert schloss der US-amerikanische Dow Jones Index bei 16.511 Punkten. Der japanische Nikkei sank um 2,6 Prozent auf 15.028 Punkte, der chinesische Hang Seng Index in Hong Kong um 0,8 Prozent auf 24.331 Punkte. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verteuerte sich um 0,3 Prozent auf 104,80 Euro. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ sank um ein Prozent auf 6.999 Dollar. Der Euro hielt den Kurs der Vorwoche und kostete am Freitag 1,341 Dollar.

Windaktien

In Finnland hat der spanische Windkraftkonzern Gamesa Corp. Tecnologica acht Windräder mit 36 Megawatt (MW) Leistungskapazität errichtet. Die Spanier erreichten damit einen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte: Gamesa hat nach eigenen Angaben weltweit Windräder mit mehr als 30.000 MW Leistungskapazität realisiert.

Die erste Baugenehmigung für einen Windpark ebenfalls in Finnland hat der Projektentwickler ABO Wind AG erhalten. Das Unternehmen aus Wiesbaden will diese Windfarm mit 6,6 MW Leistungskapazität in einem Wald nahe der 8.000 Einwohner-Stadt Haapajärvi rund 450 Kilometer nördlich von Helsinki realisieren.

Mehrere Vertriebserfolge verbuchte die PNE Wind AG. Zum einen seien zwei im Bau befindliche Windparks in Hessen und Sachsen Anhalt mit 21 MW Leistungskapazität an einen Fonds des Initiators Chorus GmbH aus Neubiberg verkauft worden, gab das Unternehmen aus Cuxhaven bekannt. Zum anderen habe PNE Wind einen bestehenden Windpark in Brandenburg um zwei Windräder mit zusammen vier MW Leistungskapazität erweitert und an das Emissionshaus KGAL aus Grünwald bei München veräußert. Zwei Windparks mit vier MW, die PNE ebenfalls in Brandenburg und in Sachsen-Anhalt errichtet habe, seien indes vom Stromversorger EnBW erworben worden. Zudem habe die PNE-Tochter WKN AG eine Windfarm mit 18,4 MW Kapazität an einen Fonds von KGAL verkauft.

Solaraktien

Verzögerungen im US-Geschäft nahm die Unternehmensführung der Phoenix Solar AG aus Sulzemoos bei München zum Anlass, die Prognose deutlich zu senken: Als möglichen „Umsatz-Korridor“ nannte der Vorstand 70 bis 100 Millionen Euro. Beim Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) rechnet er noch mit maximal 3 Millionen Euro. Käme es so, läge der Umsatz 2014 um 35 bis 50 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Damals erzielte Phoenix Solar 141,2 Millionen Euro Umsatz bei 1,4 Millionen Euro EBIT-Verlust. Zuvor waren bis zu 150 Millionen Euro Umsatz und 2 bis 5 Millionen Euro EBIT prognostiziert worden. Zudem gab der Vorstand bekannt, dass die SMA Solar Technology AG die Servicesparte für Europa von Phoenix Solar übernehmen werde. Dazu sei ein Vertrag geschlossen worden, hieß es.

Die SMA Solar Technology AG gab schwache Halbjahreszahlen bekannt. Das Unternehmen aus Niestetal bei Kassel hat demnach mit 341,2 Millionen Euro 20 Prozent weniger Umsatz erzielt als im ersten Halbjahr 2013. Zugleich hat sich der EBIT-Verlust deutlich mehr als verdoppelt. Er kletterte auf 62,4 Millionen Euro. Neben dem Nachfrageeinbruch in Europa sei der Preisdruck ausschlaggebend für diese Entwicklung gewesen, hieß es. In Südafrika hat SMA Solar unterdessen eine eigene Niederlassung eröffnet.
Bild: Wechselrichter der SMA Solar Technology AG. / Foto: Unternehmen


Der Photovoltaikausrüster Pfeiffer Vacuum Technology AG hat laut seiner aktuellen Bilanz im ersten Halbjahr 2014 weniger Umsatz und Gewinn erzielt als in der Vorjahreshälfte. Der Umsatz fiel auf Jahressicht um 0,9 Prozent auf 198,1 Millionen Euro. Das Halbjahres-EBIT lag mit 20,6 Millionen Euro 3,5 Prozent unter dem Niveau der ersten sechs Monate 2013.

Fortschritte im Insolvenzverfahren meldete die S.A.G. Solarstrom AG aus Freiburg. Der Verkauf der drei letzten Solaranlagen, die noch zum Deutschland-Portfolio des Unternehmens gehörten, werde der S.A.G. Solarstrom AG einen einstelligen Millionenbetrag einbringen, hieß es. Dazu sei ein Vertrag mit Investoren unterzeichnet worden. Der Insolvenzverwalter Dr. Jörg Nerlich äußerte sich optimistisch, dass die Sanierung „in absehbarer Zeit“ abgeschlossen werde.

Das erste Halbjahr 2014 beschloss der US-Solarkonzern SunEdison aus St. Peters in Missouri mit knapp 1,2 Milliarden Dollar Umsatz. Gemessen am Umsatz der ersten sechs Monate 2013 ist das ein Anstieg um 41,2 Prozent. Dennoch entstand mit 654,8 Millionen Dollar mehr als drei Mal so viel Nettoverlust als in der Vorjahreshälfte. Das geht aus der Bilanz des Unternehmens hervor.

Besser lief es für die eigenständig börsennotierte Tochter SunEdison Semiconductor Inc. In der ersten Jahreshälfte 2014 erzielte die Spezialistin für Halbleitertechnik mit 420,4 Millionen Dollar zwar 10,7 Prozent weniger Umsatz als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dennoch gelang es, den Nettoverlust auf 1,1 Millionen Dollar zu senken. In der ersten Vorjahreshälfte hatte SunEdison Semiconductor noch 21,4 Millionen Dollar Nettoverlust ausgewiesen. Die positive Entwicklung sei auf gestiegene Preise, eine verbesserte Nachfrage und gesenkte Kosten zurückzuführen, erklärte der Vorstand.

Wegen Verzögerungen im Projektgeschäft hat der US-Konzern First Solar aus Tempe in Arizona im zweiten Quartal 2014 einen Gewinneinbruch erlitten. Der Nettogewinn fiel auf 4,5 Millionen Dollar nach 33,6 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Dabei war der Quartalsumsatz auf 544,3 Millionen Dollar geklettert, nachdem er im Vorjahresquartal bei knapp 520 Millionen Dollar gelegen hatte. Dennoch gelang es den Amerikanern, den Halbjahresumsatz um 17,2 Prozent auf 1,495 Milliarden Dollar zu steigern. Der Nettogewinn stieg in diesem Zeitraum auf Jahressicht um 25,6 Prozent auf 116,5 Millionen Dollar.
Ab 2015 soll First Solar Inc. in Jordanien eine Freiflächenanlage mit 52,4 MW Kapazität umsetzen. Der Konzern berichtete zudem von einem neuen Auftrag zum Bau von zwei Solarparks mit zusammen 45 MW im indischen Telangana.

Zum Bau zweier Freiflächensolaranlagen in England soll der chinesische Hersteller ReneSola Ltd. die benötigten Module beisteuern. Das Unternehmen aus Jiashan erklärte, es habe den Auftrag zur Lieferung von Solarmodulen mit 22 MW Leistungskapazität erhalten.

Bioenergieaktien
Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat der Vorstand des Biodieselherstellers Petrotec AG aus Borken die Prognose für das Gesamtjahr gesenkt. Petrotec werde 2014 „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ mit einem EBIT-Verlust beschließen, hieß es. Grund sei die niedrige Nachfrage und anhaltender Preisdruck.
Bild: Die Biodieselproduktion der Petrotec AG in Borken. / Quelle: Unternehmen

Andere Aktien

Nach vorläufigen Berechnungen hat die auf Verkehrstelematik spezialisierte init innovation in traffic AG aus Karlsruhe im ersten Halbjahr 2014 43,9 Millionen Euro Umsatz und 6,4 Millionen Euro EBIT erzielt. Verglichen mit der Halbjahresbilanz 2013 stieg der Umsatz um 15,5 Prozent, während das EBIT um 52,4 Prozent zulegte. Die init-Führung erklärt dies mit gestiegenen Hardware-Auslieferungen und Kosteneinsparungen.

Die Asian Bamboo AG hat vorläufige Zahlen veröffentlicht. Demnach verzeichnete die Hamburger Bambusspezialistin im ersten Halbjahr 2014 einen Gewinnsprung auf 8,1 Millionen Euro netto nach 2,2 Millionen Euro Nettoverlust in den ersten sechs Monaten 2013. Der Halbjahresumsatz brach indes um 22 Prozent ein auf 10,8 Millionen Euro.

Laut einer aktuellen Bilanz hat die auf geothermische Großkraftwerke spezialisierte Ormat Technologies Inc. aus Reno in Nevada in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres mit rund 270 Millionen Dollar 0,6 Prozent weniger Umsatz erzielt als in der ersten Jahreshälfte 2013. Dennoch kletterte der Nettogewinn dieses Zeitraums auf Jahressicht um knapp 52 Prozent auf 20,1 Millionen Dollar. Speziell im zweiten Quartal habe sich die Auftragslage auf ein neues Rekordniveau von 376 Millionen Dollar gesteigert, sagte Ormat-CEO Isaac Angel.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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