24.12.12 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Windradhersteller Gamesa verbucht Vertriebserfolg in Deutschland – SMA Solar schafft Markteintritt in China – Brennstoffzellenspezialistin FuelCell Energy schreibt rote Zahlen

Der DAX legte die vergangene Woche 0,5 Prozent zu und schloss bei 7.636 Punkten. Um 0,5 Prozent aufwärts ging es auch für den US-amerikanischen Dow Jones Index. Er erreichte 13.197 Punkte. Der japanische Nikkei gewann 2,1 Prozent und kam auf 9.737 Punkte. 0,4 Prozent Verlust verbuchte der Hang Seng Index in Hongkong. Er notierte bei 22.506 Punkten. 0,8 Prozent Preisanstieg hatte das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ zu verzeichnen. Es kostete 109,10 Euro. Mit 7.864 Dollar war eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ 2,6 Prozent billiger als in der Vorwoche. Um 0,1 Prozent auf 1,318 Dollar steigerte sich der Euro.

Windaktien

Einen großen Vertriebserfolg in Deutschland hat der spanische Windradhersteller Gamesa Corp. Tecnologica erzielt. Das Unternehmen aus Zamudio im Baskenland hat einen Käufer für die Projektrechte an verschiedenen Windparks mit 183 Megawatt (MW) geplanter Gesamtleistungskapazität gefunden. Der Finanzdienstleister Impax Asset Management habe erste Verträge unterzeichnet, die dem Verkauf den Weg ebnen, so Gamesa. Es handle sich um alle weiter fortgeschrittenen Bauvorhaben, an denen Gamesa derzeit auf deutschem Boden arbeite. Sie alle sollen in den kommenden zwei Jahren, also bis 2015, in Betrieb gehen. Vorgesehen sei, dass Gamesa die Windkraftwerke jeweils „schlüsselfertig“ übergebe.

Zwei neue Aufträge aus Großbritannien zur Lieferung von Windrädern hat der Hamburger Hersteller Nordex SE erhalten. Bestellt worden seien Windturbinen mit 15 MW Leistungskapazität. Zum einen werde Nordex 2013 drei Windräder vom Typ N100/2500 für den Versorger Severn Trent Water Plc. in Mittelengland errichten. Zum anderen habe die Stadtverwaltung Bristol drei Turbinen der selben Baureihe für einen Windpark am Standort Avonmouth Docks geordert. Der Auftrag von Severn Trent Water umfasse auch 15 Jahre Wartungsleistung. Kurz zuvor hatte Nordex überdies eine Bestellung für sechs Windräder des Typs N117/2400 bekannt gegeben. Diese Turbinen mit 14,4 MW Stromproduktion sollen im Sommer 2013 beim Bau des Windparks „Fronhausen“ in der Nähe von Wetzlar zum Einsatz kommen.

Erste Details zu einem Großauftrag aus Südafrika hat der dänische Windradhersteller Vestas Wind Systems bekannt gegeben. Das Unternehmen aus Randers soll 41 Windräder mit zusammen rund 74 MW Leistungskapazität für ein südafrikanisches Windpark-Vorhaben liefern. Näheres zum Kunden und dazu, wo genau Vestas die Windturbinen installieren soll, blieb offen. Zusätzlich zur Lieferung und Installation sei Vestas auch für 15 Jahre mit Wartung und Service der Turbinen betraut worden, hieß es.

Teilerfolge im Streit mit dem chinesischen Windradhersteller Sinovel hat der US-amerikanische Zulieferer American Superconductor Inc. (AMSC) erreicht. Das Unternehmen aus Devens in Massachusetts steht nun vor einer weiteren Anhörung durch das höchste Gericht in Peking. Damit ist der Windturbinenbauer Sinovel, der von AMSC unter anderem des Diebstahls von geistigem Eigentum bezichtigt wird, mit dem Versuch gescheitert, den Fall an die chinesische Handelskommission überstellen zu lassen.

Solaraktien

Durch die Übernahme der Mehrheit der Anteile eines chinesischen Wechselrichters steigt die SMA Solar Technology AG in den chinesischen Solarmarkt ein. Der Weltmarktführer in Sachen Wechselrichter-Technologie aus Niestetal bei Kassel gab bekannt, er habe die Jiangsu Zeversolar New Energy Co. Ltd. aus Suzhou zu 72,5 Prozent übernommen. Das so entstandene Gemeinschaftsunternehmen unter nunmehr deutscher Führung sei mit seinen Produkten auf die speziellen Anforderungen des chinesischen Marktes ausgerichtet. Insofern baue SMA mit der Mehrheitsübernahme seine strategische Position am Weltmarkt um einen wichtigen Baustein aus. Der Wert der Beteiligung an Zeversolar liege bei rund 40 Millionen Euro (319 Millionen chinesische Yuan). Der Kaufpreis liege noch darunter, weil die Nettoverbindlichkeiten der Chinesen entsprechend verrechnet würden, so hieß es. SMA werde bar bezahlen. Als wirtschaftlicher Beginn des Joint Ventures sei der 1. Januar 2013 vorgesehen. Die Genehmigung durch die chinesischen Regierungsbehörden und der zuständigen Kartellämter stehe allerdings noch aus.

Bildnachweis: Wechselrichter von SMA Solar. / Quelle: Unternehmen



Auf sechs neu errichteten Stalldächern in der brandenburgischen Gemeinde Uckerland soll der Hamburger Solarsystemspezialist Conergy AG eine Solaranlage mit insgesamt einem MW Leistungskapazität errichten. Auf 8.000 Quadratmetern Dachfläche werde Conergy als Generalunternehmer 4.000 hauseigene Solarmodule verbauen.

Einen neuen Auftrag aus China hat der insolvente Solarausrüster centrotherm photovoltaics AG erhalten. Das Unternehmen aus Blaubeuren gab bekannt, die CECEP Solar Energy Technology Co. Ltd. aus Zhenjiang habe Produktionsanlagen für Solarzellen bestellt, die Anfang Januar ausgeliefert werden sollen. Konkret handle es sich um Produktionslinien, mit denen sich jährlich insgesamt 300 Megawatt MW Solarzellen herstellen lassen. Der Kunde wolle seine Produktionskapazitäten so erweitern, hieß es.

Mit der Komplettübernahme des belgischen Solaranlagenbetreibers 7C Solarparken NV stellt sich die Colexon Energy AG aus Hamburg im Bereich Grünstrom-Produktion breiter auf. Alle 30 Aktionäre der 7C Solarparken NV hätten dem Übernahmeangebot von Colexon zugestimmt. Damit sei der Weg frei, das belgische Unternehmen mittels einer Sachkapitalerhöhung zu 100 Prozent in die Colexon Energy AG einzubringen, teilt das Unternehmen mit. Auf einer Hauptversammlung, die am 15. Februar 2013 stattfinden soll, soll diese Maßnahme beschlossen werden.

Laufende Sparmaßnahmen sollen den Solarausrüster PVA TePla AG aus Wettenberg 2013 in der Gewinnzone halten. Mit Hilfe von „Kurzarbeit an den Standorten Wettenberg und Jena und Sachkostenreduzierung“ werde der Hersteller von Produktionsanlagen für Solarsilizium 2013 zu einem positiven operativen Ergebnis und einem Jahresüberschuss kommen, teilte der Vorstand nun mit. Der Umsatz werde zwischen 90 und 100 Millionen Euro liegen. Verglichen mit der bisherigen Gesamtjahresprognose für 2012 wäre das ein deutlicher Rückgang. Diese bisherige Prognose von 120 bis 130 Millionen Euro Umsatz und eine EBIT-Marge von 8 Prozent wurde bestätigt.

Eine Gewinnwarnung für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2012 hat der US-amerikanische Solarausrüster GT Advanced Technologies herausgegeben. Die Bilanz werde durch Abschreibungen in dreistelliger Millionenhöhe belastet. Außerdem sei dem Unternehmen, das 95 Prozent seines Umsatzes mit asiatischen Kunden erzielt, der Weg zu Bankkrediten erschwert. Zum einen beabsichtige das Unternehmen aus New Hampshire die Produktion von Schmelzöfen einer speziellen Bauart einzustellen. Dies sei aufgrund des verschlechterten Marktumfelds notwendig geworden. Zum anderen müsse es Wertberichtigungen auf Lagerbestände vornehmen. Insgesamt resultierten daraus rund 140 Millionen Dollar Abschreibungen, hieß es. Für das vierte Quartal sei daher nach vorläufigen Berechnungen mit bis zu 0,10 Dollar Verlust je Aktie zu rechnen. Der Umsatz dieses Zeitraums soll zwischen 95 und 102 Millionen Dollar liegen. Das Gesamtjahr werde GT Advanced Technologies  mit bis zu 0,77 Dollar Verlust je Aktie und Umsätzen zwischen 726 und 733 Millionen Dollar beenden.

Einen neuen Großauftrag aus der Heimat meldete der chinesische Solarkonzern JA Solar Holdings Co. Mit einigen Töchtern des Energieanlagen-Projektierers China Three Gorges New Energy Corporation (CTGNE) seien Lieferverträge für Solarmodule mit insgesamt 40 MW unterzeichnet worden, heißt es in einer Mitteilung des Solarunternehmens aus Shanghai. Die Module seien für einen großen Freiflächensolarpark in der Provinz Ningxia bestimmt.

Eine neue große Order für Solarmodule aus der chinesischen Heimat verbuchte JinkoSolar. Der Konzern aus Shanghai erklärte, er habe mit dem Staatsunternehmen Jinchuan Group Co., Ltd. vereinbart, gemeinsam eine Solaranlage mit 200 Megawatt Leistungskapazität zu realisieren. Die Module für das Vorhaben, dass in Jinchang in der Provinz Gansu entstehen soll, werde Jinko liefern. Das Photovoltaik-Großkraftwerk soll bereits im Juni 2013 in Betrieb gehen, hieß es weiter.

Bioaktien

Deutlich verbesserte vorläufige Zahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2012/2013 hat die CropEnergies AG bekannt gegeben. Der Bio-Ethanolhersteller aus Mannheim steigerte demnach den Umsatz der ersten neun Monate im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19,7 Prozent von 426 auf 510 Millionen Euro Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte von 43 Millionen Euro in den ersten drei Quartalen 2011 auf 70 Millionen Euro im aktuellen Vergleichszeitraum. Das entspricht einer Steigerung um 62 Prozent. Im dritten Quartal hat sich der operative Gewinn sogar deutlich mehr als verdoppelt. Nach 14 Millionen Euro im dritten Quartal des Vorjahres schlugen nun 33 Millionen Euro zu Buche.

Bildnachweis: Produktionsanlage der Crop Energies AG. / Quelle: Unternehmen



Weitere Vertriebserfolge als Biomethan-Lieferant für Erdgastankstellen hat die Biokraftstoffspezialistin Vereinigte BioEnergie AG (Verbio) erzielt. Neuste Abnehmer im Verbio–Versorgungsnetz sind die Stadtwerke Wismar. Somit würden acht Erdgasbusse der Busbetriebe Wismar GmbH nunmehr seit November den ausschließlich aus landwirtschaftlichen Reststoffen, wie Stroh, hergestellten Kraftstoff des Unternehmens aus Leipzig tanken, teilte Verbio mit. Außerdem stellte der Energieriese RWE 17 seiner Erdgastankstellen auf das sogenannte verbiogas um.  Bundesweit seien mittlerweile 105 Tankstellen im Versorgungsnetz von verbio, darunter auch eine der Erdgasversorgung Oranienburg GmbH, hieß es weiter.

Auf den Wechsel in ein niedrigeres Börsensegment bereitet sich die EnviTec Biogas AG aus Lohne vor. Die Biogasspezialistin sterbt den Abschied aus dem Prime Standard der Deutschen Börse an. Stattdessen soll die EnviTec-Aktie künftig im Entry Standard gehandelt werden. Einen entsprechenden Beschluss habe der Vorstand gefasst, gab EnviTec bekannt. „Mit dem Wechsel des Börsensegments soll der finanzielle und organisatorische Aufwand, der mit einer Notierung der Aktien im regulierten Markt verbunden ist, reduziert werden“, hieß es zur Begründung.

Andere Aktien

Der Hamburger Agrar-Konzern KTG Agrar AG investiert in das Geschäftsfeld Lebensmittelhandel. Im brandenburgischen Linthe nahe Berlin im Landkreis Potsdam-Mittelmark baut KTG ein sogenanntes Frischezentrum auf. Der Konzern habe dazu eine Gewerbehalle mit 13.000 Quadratmetern Lagerfläche erworben, in der künftig frisches Gemüse verpackt werden soll. In den kommenden Monaten werden dort Sortier- und Verpackungsanlagen installiert, die stündlich rund 20 Tonnen Kartoffeln, Zwiebeln und Möhren verpacken. Das Investitionsvolumen liege im niedrigen einstelligen Millionenbereich.

Sowohl das vierte Quartal als auch das Gesamtjahr 2012 (Bilanzstichtag 31. Oktober) hat die FuelCell Energy Inc. mit Verlust abgeschlossen. Für das Gesamtjahr 2012 verbuchte das Unternehmen aus Danbury in Connecticut 113,1 Millionen Dollar Umsatz und 35,9 Millionen Dollar Nettoverlust. Im Vorjahr hatten die Amerikaner noch 115,1 Millionen Dollar Umsatz erzielt und 37,6 Millionen Dollar Nettoverlust hinnehmen müssen. Und trotz eines leichten Umsatzanstiegs im vierten Quartal erhöhte sich auch der Quartalsnettoverlust auf Jahressicht deutlich. Während der Umsatz dieses Zeitraums von 33,2 auf 33,9 Millionen Dollar wuchs, kletterte der Nettoverlust von 7,1 auf 11,5 Millionen Dollar. Außerdem gab FuelCell Energy die Komplettübernahme von Versa Power Systems, Inc. bekannt. Im Tausch für ein Paket eigener Aktien im Gegenwert von rund 3,3 Millionen Dollar habe FuelCell Energy seinen Anteil an der Spezialistin für Energiespeichersysteme um 61 Prozent auf 100 gesteigert.



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