Der indische Windradhersteller Inox Wind hat sein Börsendebüt gegeben. / Foto: Fotolia

13.04.15 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Windradhersteller Inox Wind gibt Börsendebüt – Solarparkbetreiber Capital Stage setzt Einkaufstour fort – Biokraftstoffhersteller CropEnergies AG in der Verlustzone

Der DAX beendete die vergangene Woche mit 3,4 Prozent Kursgewinn bei 12.374 Punkten. Um 1,7 Prozent aufwärts auf 18.059 Punkte ging es für den US-amerikanischen Dow Jones Index. Der japanische Nikkei stieg um drei Prozent auf 20.030 Punkte. Um satte 7,8 Prozent auf 27.272 Punkte kletterte der chinesische Hang Seng Index. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verteuerte sich um sieben Prozent auf 59,10 Dollar . Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 6.020 Dollar. Der Euro verbilligte sich um 2,5 Prozent auf 1,060 Dollar.

Windaktien


Es gibt eine neue Windaktie: Der indische Windradhersteller Inox Wind nahm bei seinem Debüt an der Bombay Stock Exchange und an der National Stock Exchange of India umgerechnet 160 Millionen Dollar ein. Am ersten Handelstag kletterte der Kurs der Inox-Wind-Aktie um 38 Prozent. Die Einnahmen aus dem Börsengang sollen in den Ausbau der Produktionskapazitäten fließen, hieß es. Inox Wind ist eine 2009 gegründete Sparte des Mischkonzerns Inox Group.

Solaraktien

Im Laufe der kommenden vier Wochen sollen die Anleihegläubiger der S.A.G. Solarstrom eine erste Ausschüttung aus der Verwertung der Insolvenzmasse erhalten. Das gab der gemeinsame Vertreter der Anleihegläubiger bekannt. Die kommende Zahlung entspreche 15 Prozent des eingesetzten Kapitals der Gläubiger. Allerdings werde es nicht bei dieser Zahlung bleiben. Insgesamt seien weiterhin „annähernd 50 Prozent“ als Gesamtinsolvenzquote möglich. Diese Schätzung hatte die Insolvenzverwaltung vor einigen Wochen herausgegeben.

Bild: Sitz der S.A.G. Solarstrom AG. Foto: Unternehmen


Der Solarparkbetreiber Capital Stage hat seinen Kraftwerkspark um eine britische Solarfarm mit fünf Megawatt (MW) Gesamtkapazität erweitert. Verkäufer der Freiflächenanlage, die im Süden Englands bereits Strom produziere, sei der Euskirchener Projektenwickler F&S, teilte das Unternehmen aus Hamburg mit. Mit diesem Partner sei zum einen eine Option auf weitere Zukäufe und zum anderen eine längerfristige Kooperation in Großbritannien vereinbart worden.

Wegen Brandgefahr hat der Solarmodulhersteller Solar-Fabrik AG eine Produktwarnung herausgeben müssen. Problematisch sind demnach die Anschlussdosen von Modulen aus vier Baureihen der Solar-Fabrik AG. Es geht um Module der Typen Premium L, M, XM und S. Kunden werden gebeten ihre Produkt-Seriennummern auf einer speziellen Internetseite prüfen zu lassen und im Fall der Fälle die Module „unverzüglich“ durch einen Fachmann außer Betrieb setzen zu lassen. Ob Regressansprüche gegen die Solar-Fabrik AG geltend gemacht werden können sei noch offen, erklärte das Freiburger Unternehmen.

Ein französisches Forschungsinstitut hat bei dem schweizerischen Solarausrüster Meyer Burger AG für umgerechnet 11,5 Millionen Euro Ausrüstung zur Beschichtung und zum Test von Solarmodulen bestellt. Das Forschungsinstitut wolle sein bestehendes Equipment mit den neuen Geräten modernisieren, erklärte das Unternehmen aus Thun im Kanton Zug.

In Utah soll der US-Konzern SunEdison vier große Solarparks mit zusammen 262 MW Kapazität errichten. Den Abschluss eines entsprechenden Vertrags gab das Unternehmen aus St. Peters jetzt bekannt. Die Anlagen sollen demnach in Iron County entstehen und 2016 in Betrieb gehen. Zudem habe SunEdison ebenfalls in Utah jüngst mit den Bauarbeiten an einem Freiflächensolarpark mit 22,6 MW begonnen, hieß es. Einen großen Teil seiner Module, die SunEdison künftig generell für Bauvorhaben in den USA zum Einsatz bringen will, lässt der Konzern seit Jahresbeginn in einer Fabrik im mexikanischen Ciudad Juarez herstellen. Das gab der Zulieferer Flexitronics bekannt. SunEdison nimmt demnach Module mit 1.700 MW Gesamtkapazität ab.

Offenbar plant der US-Dachsolaranlagenspezialist Sunrun Inc. nun ernsthaft sein Börsendebüt. Zwar gibt es noch keine exakten Rahmendaten für den möglichen Börsengang des Unternehmens aus San Francisco in Kalifornien. Allerdings wurde bekannt, dass die Banken Credit Suisse und Goldman Sachs den Markteintritt begleiten sollen.

In Großbritannien hat Canadian Solar vier Solarparks mit zusammen 40,2 MW ans Stromnetz angeschlossen. Zwei weitere Anlagen auf britischem Boden mit zehn MW stünden unmittelbar vor der Fertigstellung, erklärte der Konzern aus Guelph im kanadischen Ontario. In der Heimat hat Canadian Solar eine weitere Anlage mit zehn MW Leistungskapazität nach der Inbetriebnahme an den Investor Renewable Energy Trust Ontario Holdings verkauft. Finanzielle Details machte das Unternehmen nicht öffentlich. Canadian Solar werde für diese Solarfarm weiter die Betriebsführung übernehmen, hieß es.

Drei große US-Solarparks mit 15,5 MW Gesamtkapazität sind mit Modulen des chinesischen Herstellers Yingli Green Energy bestückt worden. Errichtet wurden die Anlagen im Süden von New Jersey. Bauherr war South Jersey Industries Inc. Der Netzanschluss stehe allerdings noch aus, teilten die Yingli-Verantwortlichen mit.
 
Beim Bau eines Solarparks mit 9,9 MW Kapazität in Panama soll Technik von Trina Solar zum Einsatz kommen. Der chinesische Konzern aus Changzhou erklärte, der Auftrag zur Lieferung stamme von dem US-Projektierer Solar Century. Gebaut werde in der Provinz Cocle.

Bioenergieaktien

Die CropEnergies AG ist im Geschäftsjahr 2014/15 in die roten Zahlen geraten. Nach vorläufigen Berechnungen steigerte der Biokraftstoffhersteller aus Mannheim zwar den Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Prozent auf 827 Millionen Euro. Dennoch verbuchte CropEnergies 11 Millionen Euro Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) nach 35 Millionen Euro EBIT-Ertrag in 2013/14. Grund sei der weiterhin anhaltende Preisdruck und die damit verbundene zeitweilige Stilllegung eines Werks in Großbritannien, erklärte die Unternehmensführung. Auch für das laufende Geschäftsjahr seien EBIT-Verluste von bis zu 20 Millionen Euro nicht auszuschließen, hieß es.


Die Aktie des Borkener Biodieselherstellers Petrotec AG verschwindet am 8. Oktober 2015 von der Börse. Das steht fest, nachdem die Frankfurter Börse dem Antrag der Petrotec AG auf Widerruf der Börsenzulassung entsprochen hat. Zuvor war Petrotec von dem US-Biodieselhersteller Renewable Energy Group übernommen worden, der sich zu diesem Schritt entschlossen hatte.


Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wird sich mit „auffälligen Kursbewegungen und Handelstätigkeiten“ bei der Aktie der BDI BioEnergy AG beschäftigen. Am Tag vor der Veröffentlichung der Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr war die Aktie des Biodieselanlagenbauers aus Grambach bei Linz an der Frankfurter Börse um 20 Prozent abgesackt. Das Unternehmen erklärte, es habe die Behörde entsprechend informiert und der BaFin volle Kooperation bei der Klärung zugesichert.

Andere Aktien

Heinz-Hermann Thiele, Großaktionär und Aufsichtsratschef der Vossloh AG, ist mit seinem Übernahmeangebot bei den übrigen Aktionären weitgehend abgeblitzt. Thieles KB Holding, die das Angebot unterbreitet hatte, steigerte ihren Anteil an dem Bahntechnikkonzern aus Werdohl nur um knapp ein Prozent auf 30,12 Prozent. Zuvor war darüber spekuliert worden ob, Thiele mit der Offerte lediglich so viele Anteile habe übernehmen wollen, um eine externe Übernahme zu verhindern. Dazu hätte die KB Holding allerdings mindestens auf 50 Prozent der Anteile kommen müssen. Zum Zeitpunkt des Angebots lag die Aktie knapp 19 Prozent unter dem Aktienkurs.
Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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