Die Windräder von Nordex sind weltweit gefragt. / Quelle: Unternehmen

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Wochenrückblick: Windradhersteller Nordex legt starke Zahlen vor – SolarWorld schafft Rückkehr in die Gewinnzone – Mitteldeutsche Fahrradwerke AG weiter unter Druck

Der Dax beendete die vergangene Woche mit 2,2 Prozent Kursverlust bei 9.629 Punkten.  Der US-amerikanische Dow Jones Index fiel um 0,5 Prozent auf 16.490 Punkte.  Der japanische Nikkei sank um 0,2 Prozent auf 14.170 Punkte. Dagegen kletterte der chinesische Hang Seng Index um 3,8 Prozent auf 22.713 Punkte. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verteuerte sich um 1,8 Prozent auf 109,81Euro. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ stieg um 1,6 Prozent auf 6.854 Dollar. Der Kurs des Euro verringerte sich um 0,4 Prozent auf 1,369 Dollar.

Windaktien

Für das erste Quartal 2014 gelang Nordex SE ein Umsatzsprung und die Rückkehr in die Gewinnzone. Der Umsatz des Hamburger Windradherstellers lag in den ersten drei Monaten mit 424,5 Millionen Euro um 64 Prozent über dem Vergleichswert im Vorjahreszeitraum. Der Ertrag vor Steuern und Zinsen (EBIT) kletterte auf 21,1 Millionen Euro, nachdem im ersten Quartal 2013 noch 600.000 Euro EBIT-Verlust zu Buche gestanden hatte. Außerdem soll beim Bau eines Windparks in Frankreich soll Nordex-Technik zum Einsatz kommen. Der französische Projektentwickler VSB Energies Nouvelles bestellte sieben Windräder mit 16,8 Megawatt (MW) Gesamtleistungskapazität, die im Département Cher im Zentrum des Landes errichtet werden, teilte Nordex mit.

Einen Großauftrag aus Deutschland meldete der Windradhersteller Vestas Wind Systems. Das dänische Unternehmen soll Windräder mit 63 MW Leistungskapazität an den Projektierer Ventotec liefern. Dieser werde die Anlagen dazu nutzen, den Windpark Schipkau Nord in Klettwitz rundzuerneuern.

Windräder mit zusammengenommen 100 MW soll der spanische Hersteller Gamesa Corp. Tecnologica nach China liefern. Das Unternehmen aus Zamudio im Baskenland gab bekannt, dass der Auftraggeber CGN Wind Energy diese Turbinen für ein Projekt in der Provinz Yunnan bestellt habe.

Das erste Quartal 2014 beendete die PNE Wind AG mit 800.000 Euro EBIT-Verlust. Allerdings hatte der EBIT-Verlust im Vorjahreszeitraum mit 2,5 Millionen Euro noch 68 Prozent höher gelegen. Der Quartalsumsatz hingegen hat sich auf Jahressicht allerdings nahezu verdreifacht. Er stieg auf 32,9 Millionen Euro nach 12,2 Millionen im Vorjahreszeitraum. Dazu hätten Tochterunternehmen beigetragen, die erstmals in die Bilanzen aufgenommen worden seien, teilte der Windkraftprojektierer aus Cuxhaven mit. Zudem habe sich das Geschäft mit Onshore-Windparks gut entwickelt.

Solaraktien

Die SolarWorld AG aus Bonn hat ihren Absatz im ersten Quartal2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 41 Prozent auf 154 MW gesteigert. Trotz des Anstiegs der Auslieferungen verzeichnete der Solarkonzern einen Rückgang seines Umsatzes von 112,2 Millionen auf 99,4 Millionen Euro. Das erklärte das Unternehmen unter anderem mit Preisrückgängen. Beim operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) gelang der SolarWorld die Rückkehr in die Gewinnzone. Hier verzeichnete die SolarWorld für das erste Quartal 127,4 Millionen Euro Ertrag nach einem 32,3 Millionen Euro Verlust im Vorjahreszeitraum.

Der Wechselrichterhersteller SMA Solar Technology AG ist tiefer in die roten Zahlen geraten. Das erste Quartal 2014 beendete der Konzern aus Niestetal bei Kassel mit 22,4 Millionen Euro EBIT-Verlust. Damit hat sich der Quartalsverlust auf Jahressicht deutlich mehr als verdoppelt. Änderungen im Produktmix und eine Absatzschwäche hätten dies bedingt, hieß es. Der Quartalsumsatz lag mit 176,3 Millionen Euro 17 Prozent unter dem des Vorjahres.
Bildnachweis: SMA Solar Technology ist der Weltmarktführer unter den Wechselrichterherstellern. / Quelle: Unternehmen

Der Insolvenzverwalter der S.A.G. Solarstrom AG, Dr. Jörg Nerlich von der Kanzlei Görg aus Köln, geht davon aus, dass die Gläubiger des Freiburger Solarunternehmens 50 Prozent ihrer Investitionen verlieren könnten. Je nachdem, wie sich die weitere Investorensuche gestalte könne die Insolvenzquote deutlich höher, aber auch deutlich niedriger ausfallen, so der Jurist.

Der Börsengang der Halbleitersparte des US-Solarkonzerns SunEdison Inc. aus St. Peters in Missouri rückt nähe. Der Konzern hat nun mit der US-Börsenaufsicht Details über das anstehende Börsendebüt von SunEdison Semiconductor abgestimmt. Demnach will SunEdison über dieses Initial Public Offering (IPO) bis zu 108 Millionen US-Dollar bei Aktionären einwerben. Notiert werden soll die Aktie an der Technologiebörse Nasdaq. Geplant ist die Ausgabe von 7,2 Millionen Aktien zum einem Ausgabepreis, der sich zwischen 13 und 15 Dollar pro Stück bewegen soll. Damit würde sich der Börsenwert von SunEdison Semiconductor auf rund 631 Millionen US-Dollar belaufen.

Beim Bau einer Freiflächensolaranlage im US-Bundesstaat Arizona sollen Solarmodule des chinesischen Herstellers Jinko Solar Co. Ltd. zum Einsatz kommen. Der US-amerikanische Grünstrom-Finanzierer Clenera aus Idaho bestellte Module mit insgesamt 35 MW Leistungskapazität bei dem Konzern aus Shanghai. Gebraucht würden die Module für den Solarpark Avolon, der derzeit auf einer 202 Hektar großen Fläche in Pima County errichtet werde, so die Chinesen.

Mehrere neue Aufträge hat sich der chinesische Solarkonzern Yingli Green Energy gesichert. So habe der Entwickler Kingspan Energy für Dachsolaranlagen in Großbritannien Module mit zusammen 10 MW Leistungskapazität bestellt, die bereits ausgeliefert seien. Außerdem ist Yingli Teil eines chinesischen Konsortiums, dass in Thailand eine Freiflächenanlage mit fünf MW Leistungskapazität im Verbund realisieren soll. Yingli steuere dazu Solarmodule mit einem MW Kapazität bei, hieß es.

Der Solarkonzern China Sunergy aus Nanjing hat im ersten Quartal 2014 Solarmodule mit mehr als 140 MW Leistungskapazität abgesetzt. Damit übertrafen die Chinesen die eigene Quartalsprognose von 130 bis 140 MW. Im Vorjahreszeitraum hatten sich die Auslieferungen auf 102,5 MW belaufen. Näheres zur Bilanz machte das Unternehmen noch nicht öffentlich.

Der chinesisch-koreanische Solarhersteller Hanwha SolarOne Co. Ltd. hat das erste Quartal 2014 mit 183,1 Millionen Dollar Umsatz beendet. Verglichen mit dem Umsatz im Vorjahreszeitraum ist das ein Anstieg um 2,5 Prozent. Zugleich gelang die Rückkehr in die Gewinnzone. Das Quartals-EBIT kam auf 3,5 Millionen Dollar nach 20,6 Millionen Dollar EBIT-Verlust in den ersten drei Monaten 2013. Dank Kostensenkungen sei es gelungen, das Geschäft profitabler zu gestalten, so der Konzern aus Qidong.

Bioaktien

Für das zurückliegende Geschäftsjahr sollen die Aktionäre der CropEnergies AG eine deutlich niedrigere Dividende erhalten als noch für 2011/2012. Die Führung des Herstellers von Biokraftstoff will 0,10 Euro je Aktie als Dividende für 2012/2013 vorschlagen. Inklusive einer Sonderausschüttung hatten die Aktionäre für 2011/2012 eine deutlich mehr als doppelt so hohe Dividende erhalten. Hintergrund der Kürzung sind ist der Gewinnrückgang in 2013: Trotz eines Umsatzanstiegs um 13 Prozent auf 781 Millionen Euro brach das EBIT um 60 Prozent ein. Es lag bei 34,5 Millionen Euro. Für die Entwicklung seien die Marktlage in Europa und gesunkene Preise verantwortlich, hieß es.

Der Biokraftstoffhersteller Petrotec AG aus Borken hat im ersten Quartal 46 Millionen Euro Umsatz und 800.000 Euro EBIT-Verlust erwirtschaftet. Gemessen am Vorjahresquartal ist das ein Umsatzrückgang um 3,7 Prozent. Außerdem hatte Petrotec im ersten Quartal 2013 noch 1,5 Millionen Euro EBIT-Ertrag ausgewiesen. Preisdruck und eine geringere Auslastung der Produktionskapazitäten hätten die Bilanz belastet, hieß es.

Andere Aktien

Die Finanzlage des Fahrradherstellers Mitteldeutsche Fahrradwerke (MIFA) AG bleibt angespannt. Das haben neue Erkenntnisse der vom Unternehmen selbst initiierten Untersuchung älterer Bilanzen zu Tage gefördert. Demnach hat MIFA nicht erst seit 2013 den Aufwand für Rohstoffe und Materialien in den Quartalsbilanzen fortlaufend zu niedrig angesetzt. „Im Zuge der Untersuchungen wurde festgestellt, dass auch die Abschlüsse der Vorjahre wesentliche falsche Angaben enthalten“, teilte das Unternehmen aus Sangershausen mit. Nach vorläufigen Berechnungen seien die Kosten um 19 Millionen Euro zu niedrig bilanziert worden. Daraus ergebe sich für das Geschäftsjahr 2013 ein Bilanzverlust von 28 Millionen Euro. Ein Sanierungskonzept werde noch im Juni 2014 vorgelegt, so der Vorstand.
Bildnachweis: Fahrräder aller Art sind das Kerngeschäft der MIFA AG. / Quelle: Unternehmen

Die Asian Bamboo AG ist 2013 tiefer in die roten Zahlen geraten als bisher vermutet. Laut der testierten Bilanz schrumpfte ihr Umsatz auf Jahressicht um 55 Prozent auf 31,4 Millionen Euro. Zugleich vervielfachte sich der EBIT-Verlust von 19,8 Millionen auf knapp 200 Millionen Euro. In einer vorläufigen Bilanz für 2013 war noch von rund 153 Millionen Euro EBIT-Verlust die Rede gewesen. Rückstellungen auf Pachtverträge und den Verfall beim Zeitwert der Bambusplantagen in China hätten dazu geführt.

Die auf Energieeffizienztechnologie für Gebäude spezialisierte Centrotec Sustainable AG hat ebenfalls eine Bilanz für das erste Quartal 2014 veröffentlicht. Demnach hat das Unternehmen aus Brilon den Quartalsumsatz auf Jahressicht um 6,1 Prozent auf 119,5 Millionen Euro gesteigert. Das EBIT lag mit 1,8 Millionen Euro dennoch zehn Prozent unter dem Vergleichswert Vorjahreszeitraums.
Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.
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