Windräder von Nordex sind weltweit gefragt. Der Hersteller aus Hamburg hat in der vergangenen Woche einen Auftrag aus Pakistan erhalten. / Foto: Unternehmen

31.08.15 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Windradhersteller Nordex und Vestas gut im Geschäft – Solarkonzern Hanwha Q Cells schafft Umsatzsprung – Baustoffspezialistin Sto SE mit rückläufiger Bilanz

Die Sorgen um die chinesische Wirtschaft bescherten den Börsen eine turbulente Woche. Der DAX ging am vergangenen Freitag dennoch mit 1,7 Prozent Kursgewinn beim Stand von 10.298 Punkten aus dem Handel. Der US-amerikanische Dow Jones Index schloss um knapp ein Prozent verbessert bei 16.632 Punkten. Um 1,2 Prozent auf 19.164 Punkte kletterte der japanischen Nikkei. Der chinesische Hang Seng Index sank um weitere 3,5 Prozent auf 21.612 Punkte. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent Crude sprang um 9,8 Prozent auf 49,85 Euro. Um 1,7 Prozent auf 5.147 Dollar verteuerte sich die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“. Der Kurs des Euro fiel um 1,6 Prozent auf 1,118 Dollar.

Windaktien
20 Windräder mit 50 Megawatt (MW) Gesamtkapazität zum Bau eines Windparks in Pakistan soll Nordex SE liefern. Der Auftraggeber Gul Ahmed Windpower Ltd aus Pakistan wolle die Anlagen im Halbwüstengebiet im Süden des Landes errichten, teilte der Hamburger Windradhersteller mit.

Ein Auftragsbündel mit vier Windradbestellungen für Bauvorhaben in Uruguay, Indien, Finnland und Deutschland meldete Vestas Wind Systems. Die Order aus Uruguay betreffe 15 Windräder mit 50 MW Gesamtkapazität, die zur Erweiterung eines bestehenden Windparks im Südens gedacht seien, teilte der Windradhersteller aus Århus in Dänemark mit. Zum Bau eines Windparks mit 40 MW Kapazität im indischen Bundesstaat Gujarat sollen die Dänen nach eigenen Angaben 20 Windkraftanlagen liefern. Die Bremer wpd AG bestellte indes 22 Windräder mit rund 73 MW Leistungskapazität zum Bau einer Windfarm in Finnland. Acht Windräder mit zusammen 26 MW Leistungskapazität soll Vestas für ein Bürgerwindpark-Projekt im Landkreis Schwäbisch Hall liefern.

Der Windkraftprojektierer Energiekontor AG hat die Emission einer neuen Unternehmensanleihe angekündigt. Demnach soll das neue Wertpapier mit 5,25 Prozent pro Jahr verzinst sein und sechs Millionen Euro bei Anlegern einwerben. Die Anleihe sei auf eine Laufzeit bis 2020 angelegt. Sie könne voraussichtlich ab September 2015 gezeichnet werden.
Solaraktien
Die Übernahme des US-Dachsolaranlagenprojektierers Vivint Solar durch den Erneuerbare-Energieriesen SunEdison ist genehmigt. Das gab SunEdison bekannt. Ob die Aktie des Photovoltaikunternehmens aus Lehi in Utah nach Abschluss der Transaktion an der Börse bleibt, ist offen. Als Kaufpreis waren 2,2 Milliarden Dollar vereinbart worden.

Dank deutlich gesteigerter Absätze hat der koreanische Solarkonzern Hanwha Q Cells den Umsatz des zweiten Quartals 2015 gegenüber dem Vorjahresquartal um 89 Prozent auf 338 Millionen Dollar gesteigert. Zugleich kletterte der Nettoverlust um 61,4 Prozent auf 14,2 Millionen Dollar. Letzteres sei durch gestiegene Kosten und Investitionen in die Erweiterung der Produktionskapazitäten bedingt gewesen, erklärte der Konzern aus Seoul.

Einen neuen Vertrag zur Lieferung von Solarmodulen mit 260 MW Gesamtkapazität für Solarparkvorhaben in seiner chinesischen Heimat hat der Solarkonzern China Sunergy bekanntgegeben.

Ein Umsatz- und Gewinneinbruch hat den chinesischen Photovoltaikhersteller ReneSola Ltd. im zweiten Quartal 2015 in die Verlustzone gebracht. Das Unternehmen aus Shanghai beendete  das zweite Quartal 2015 mit 268,4 Millionen Dollar Umsatz und 2,3 Millionen Dollar Nettoverlust. Gegenüber dem Vorhahreszeitraum  entspricht das einem Umsatzrückgang um rund 31 Prozent. Außerdem hatten die Chinesen im Vorjahresquartal noch 800.000 Dollar Gewinn verbucht. Der Absatz lag deutlich unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. In Großbritannien hat ReneSola überdies den Verkauf einer Solarfam mit 34,6 MW Leistungskapazität unter Dach und Fach gebracht.

Bild: Solartechnik von ReneSola Ltd. / Foto: Unternehmen


Der chinesische Konzern LDK Solar aus Xinyu hat den Auftrag zur Lieferung von Solarmodulen mit 67 MW Gesamtkapazität an einen Kunden aus Thailand gemeldet. Damit sollen nach Unternehmensangaben verschiedene Solarfarm-Vorhaben in Thailand realisiert werden.

Andere Aktien


Der Solar- und Windparkbetreiber Capital Stage AG aus Hamburg hat im ersten Halbjahr 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum zugelegt: Der Umsatz des Unternehmens stieg in den ersten sechs Monaten um rund 43 Prozent auf 56,4 Millionen Euro. Das EBIT erhöhte sich um rund 40 Prozent auf 27,6 Millionen Euro. Grundlage dieser Steigerung sei der Ausbau des Eigenbestands an Solar- und Windparks – speziell der vollzogene Kauf einer Reihe von Solaranlagen in Italien gewesen, erklärte die Unternehmensführung.
Die Bau- und Dämmstoffspezialistin Sto SE hat das erste Halbjahr 2015 mit 561,6 Millionen Euro Umsatz und 17,4 Millionen Euro EBIT beendet. Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzrückgang um 0,3 Prozent und einem Gewinneinbruch um 40,4 Prozent. Das Ergebnis liege unter den eigenen Erwartungen, erklärte die Unternehmensführung dazu. Zudem sei es nicht im erhofften Maße zur witterungsbedingten Belebung des Geschäfts im zweiten Quartal gekommen, hieß es.

Die VTG AG hat im ersten Halbjahr 2015 mehr Umsatz und Gewinn erzielt als in der ersten Vorjahreshälfte. Der Waggonvermieter und Schienenlogistikkonzern meldete einen Umsatzanstieg um 26,6 Prozent auf 512,3 Millionen Euro. Das Halbjahres-EBIT kletterte um 88 Prozent auf 71,4 Millionen Euro. Bessere Geschäfte in allen Unternehmenssegmenten und die Übernahme der Ahaus Alstätter Eisenbahn Holding AG durch VTG habe zu dem Ergebnis beigetragen, hieß es.
Bild: Die VTG AG vermietet Güterwaggons. / Foto: Unternehmen

Die auf nachhaltige Forstwirtschaft spezialisierte Precious Woods AG hat das erste Halbjahr 2015 mit 22,6 Millionen Dollar Umsatz und 200.000 Dollar EBIT beschlossen. Gemessen am Ergebnis der Vorjahreshälfte entspricht das einem Umsatzrückgang um 11,7 Prozent. Das EBIT verbesserte sich indes deutlich, denn im Vorjahreszeitraum hatte Precious Woods noch 3,5 Millionen Dollar EBIT-Verlust verbucht.

Aufträge für Geothermiebohrungen  in den Niederlanden im Wert von 15 Millionen Euro hat die Daldrup & Söhne AG erhalten. Auftraggeber sei Nature´s Heat, ein Zusammenschluss von zehn Gewächshausbetreibern, der seine Anlagen über ein Nahwärme-Verteilnetz mit Heizzentrale vernetzen wolle, so die Bohrtechnik- und Geothermiespezialistin mit Sitzen in Grünwald bei München und Ascheberg.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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