Nachttransport eines Windkraftrotoren von Senvion. Die Aktie des Windradherstellers ist seit der vergangenen Woche an der Börse notiert. / Foto: Unternehmen

29.03.16 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Windradhersteller Senvion nun doch an der Börse – Finanzspritze für Phoenix Solar AG – Capital Stage AG steigert Umsatz und Gewinn

Der DAX sank in der vergangenen Woche um 0,4 Prozent auf 9.851 Punkte. 0,2 Prozent auf 17.516 Punkte verlor der US-amerikanische Dow Jones Index. Der japanische Nikkei sprang dagegen um 1,7 Prozent auf 17.003 Punkte. Um 0,8 Prozent auf 20.345 Punkte fiel der chinesische Hang Seng Index. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verteuerte sich um 2,5 Prozent auf 42,49 Euro. Der Preis für die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verringerte sich um 0,2 Prozent auf 5.062 Euro. Der Euro verbilligte sich um 0,9 Prozent auf 1,1164 Dollar.

Windaktien

Der Windkraftanlagenhersteller Senvion SE hat sein Debüt an der Deutschen Börse gegeben. Die Aktie wird seit dem 23. März 2016 im Handelssegment „Prime Standard“ gehandelt. Ihr Erstausgabepreis lag bei 15,75 Euro. Das entspricht einem Börsenwert von einer Milliarde Euro für die Senvion SE. Ihren ersten Handelstag beschloss die Senvion-Aktie mit knapp einem Prozent Kursgewinn bei 15,90 Euro. Mit rund 300 Millionen Euro blieb der Emissionserlös unter den ursprünglichen Erwartungen der Senvion-Haupteigentümer Centerbridge Partners und Arpwood Capital. Der Börsengang sollte eigentlich schon einige Tage früher stattfinden. Den ersten Anlauf mit einer deutlich höheren Preisspanne für den Erstausgabepreis hatten Centerbridge und Arpwood jedoch kurzfristig abgesagt.

Die Übernahme von Acciona Windpower durch den Windradhersteller Nordex SE soll noch im April 2016 vollzogen werden. Das gab das Unternehmen aus Hamburg zusammen mit der Jahresbilanz für 2015 bekannt. Der Bilanz zufolge steigerte Nordex den Umsatz gegenüber 2014 um 40 Prozent auf 2,43 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) lag mit 126,2 Millionen Euro 62 Prozent über dem des Vorjahres.
 
Zum Bau einer Windfarm mit 31 Megawatt (MW) Leistungskapazität in Großbritannien hat EDF Energies Nouvelles neun Windräder beim dänischen Hersteller Vestas Wind Systems aus Århus bestellt. Zusätzlich zur Lieferung und Installation werde Vestas im Anschluss auch Wartung und Service der Windkraftanlagen übernehmen, teilte Vestas mit.

Trotz eines Umsatzrückgangs hat die PNE Wind AG 2015 mehr EBIT erwirtschaftet als im Vorjahr. Das geht aus der Jahresbilanz hervor, die der Windkraftprojektierer aus Cuxhaven veröffentlichte. Demnach hat sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr beinahe halbiert. Er sank von 211,3 Millionen Euro auf 109,5 Millionen Euro. Das EBIT hingegen hat sich beinahe vervierfacht. Es stieg auf 9,8 Millionen Euro nach 2,7 Millionen Euro in 2014. Vor allem der Verkauf der Großbritannien-Tochter PNE Wind UK Ltd. habe sich positiv auf die Bilanz ausgewirkt, hieß es. Den Aktionären werde die Unternehmensführung eine Dividende von 0,04 Cent je Aktie für 2015 vorschlagen, teilte das Management mit.

Solaraktien

Mit neuen Krediten im Wert von knapp 101 Millionen Euro hat ein Bankenkonsortium die Finanzierung der Phoenix Solar AG verlängert. Das gab das Photovoltaiksystemhaus aus Sulzemoos bei München bekannt. Die neuen Kredite laufen demnach bis zum 30. September 2018. „Mit dem Abschluss dieser Finanzierung sind das angekündigte organische Wachstum des Phoenix-Solar-Konzerns um mehr als 50 Prozent im Geschäftsjahr 2016 sowie die folgende weitere Expansion in neue regionale Märkte umfassend abgesichert“, erklärte der Vorstand.

Die Singulus Technologies AG erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 Umsatzerlöse in Höhe von 83,7 Millionen. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber 2014 um 25,3 Prozent. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus erhöhten Umsatzerlösen durch zwei Großaufträge im Segment Solar, wie der Vorstand bei der Vorlage der Zahlen erläuterte. In den Segmenten Optical Disc und Halbleiter waren die Umsatzerlöse rückläufig. Beim EBIT verringerte das Unternehmen aus Kahl am Main das Minus auf einen Fehlbetrag in Höhe von 34,5 Millionen Euro nach minus 49,1 Millionen Euro im Vorjahr. Für das Geschäftsjahr 2016 strebt der Solarausrüster einen Umsatz in einer Bandbreite von 115 bis 130 Millionen Euro an. Der EBIT-Verlust soll auf minus zwei bis minus sechs Millionen sinken.

Dank einer Erholung der Nachfrage nach Technik zur Produktion von Solarmodulen hat der schweizerische Solarausrüster Meyer Burger Technology AG 2015 mehr Umsatz und weniger Verlust als im Vorjahr erwirtschaftet: Laut der jüngsten Bilanz des Unternehmens aus Thun stieg der Umsatz gegenüber 2014 um 8,3 Prozent auf 323 Millionen Schweizer Franken (CHF)  beziehungsweise 296,7 Millionen Euro. Zugleich gelang es der Meyer Burger Technology AG, den EBIT-Verlust um 20 Prozent auf 129 Millionen CHF zu senken.

Bildhinweis: Der Firmensitz der Meyer Burger Technology AG in Thun. / Foto: Unternehmen

Die kalifornische SunPower Corporation errichtet einen Freiflächen-Solarpark in Japan. Der Standort Nanao befindet sich in der Präfektur Ishikawa auf der Insel Honshu. Die Anlage entsteht auf einem Gelände der einheimischen ISE Group, einem international operierenden Eierproduzenten. Dem gehört die Hälfte des Photovoltaikprojektes. Zu gleichen Teilen beteiligen sich SunPower und der französische Ölkonzern Total daran. Total investiert seit vielen Jahren in Solarprojekte und ist der Großaktionär von SunPower. Ein lokaler Energieversorger soll den erzeugten Solarstrom abnehmen. Die Kosten des Solarparks beziffern die Kalifornier mit zehn Milliarden Yen. Das sind umgerechnet 79,3 Millionen Euro.

Der Solarausrüster GT Advanced Technologies Inc. (GTAT) steht nicht mehr unter Gläubigerschutz. Das Unternehmen aus dem US-Bundesstaat New Hampshire ist dank dem Einstieg eines Finanzinvestors saniert und will weiter in der Solar- und Saphirindustrie tätig sein. GT Advanced hatte im Oktober 2014 Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts beantragen müssen.

Rund 1.300 Dachsolaranlagen mit 7,5 MW Gesamtkapazität hat der US-Projektierer SolarCity Inc. auf den Dächern der Soldatenunterkünfte von fünf Stützpunkten der US-Marine installiert. Die Anlagen auf den Marine-Basen in Connecticut, New Jersey, New York und Rhode Island seien bereits in Betrieb, erklärte das Unternehmen aus San Mateo in Kalifornien. Zudem kündigte das Management an, in der nächsten Zukunft weitere 120.000 Dächer von Kasernen des US-Militärs mit Solaranlagen zu bestücken. Diese Anlagen sollen SolarCity zufolge einen Gegenwert von einer Milliarde Dollar erreichen.

In Bulgarien hat der chinesische Konzern Renesola Ltd zwei Solarparks mit zusammen 9,7 MW Leistungskapazität verkauft. Käufer sei der Solar World Invest Fund SIF, teilte Renesola mit. Die Anlagen seien seit 2012 in Betrieb, hieß es. 

Andere Aktien


Eine gegenüber dem Vorjahr leicht verbesserte Bilanz für 2015 hat die Centrotec Sustainable AG aus Brilon vorgelegt. Demnach kletterte der Umsatz um 3,6 Prozent auf 549,8 Millionen Euro. Das EBIT stieg um 3,5 Prozent auf 32,1 Millionen Euro. Ein verringerter Zinsaufwand und eine niedrigere Steuerquote hätten sich positiv ausgewirkt, erklärte der Vorstand der Spezialistin für Heizungs- und Lüftungstechnik aus Brilon.

Nach vorläufigen Berechnungen war 2015 ein erfolgreiches Geschäftsjahr für die Capital Stage AG aus Hamburg. Der Betreiber von Windparks und Solaranlagen verbesserte demnach den Jahresumsatz gegenüber 2014 um 55 Prozent auf rund 112,8 Millionen Euro. Das EBIT erreichte 55,4 Millionen Euro und übertraf den Vergleichswert des Vorjahres um 60 Prozent. Positive Sondereffekte wie eine verspätete Steuerrückerstattung hätten das Ergebnis beeinflusst, hieß es.

Die Sto SE hat 2015 nach vorläufigen Berechnungen den Umsatz um 0,7 Prozent auf 1,217 Milliarden Euro verbessert. Das EBIT der Öko-Baustoffspezialistin aus Stühlingen im Schwarzwald soll voraussichtlich im oberen Bereich der zuletzt prognostizierten Bandbreite von 73 Millionen bis 83 Millionen Euro liegen.

Die init innovation in traffic systems AG aus Karlsruhe hat im Geschäftsjahr 2015 einen Gewinneinbruch erlitten. Das EBIT des IT-Dienstleisters für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) verringerte sich von 18,7 Millionen Euro im Vorjahr auf 10,8 Millionen Euro. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Gottfried Greschner erklärte das deutlich verschlechterte Ergebnis unter anderem mit negativen Währungseffekten, etwa mit dem Kursverfall des kanadischen Dollars. Auch Aufwendungen für die Markterschließung in Asien und teilweise höhere Personalkosten hätten das EBIT belastet. Zugleich erreichte die init AG nach 103 Millionen Euro in 2014 mit 105,3 Millionen Euro in 2015 einen neuen Umsatzrekord. Laut Greschner will die init AG „bei einer leicht rückläufigen Marge“ im Jahresverlauf 2016 einen stabilen Umsatz von 100 Millionen Euro erwirtschaften. Das EBIT werde voraussichtlich weiter auf „etwa acht Millionen Euro“ sinken.


Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.



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