Ein Windrad von Vestas im Einsatz. / Foto: Untrernehmen

23.02.15 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Windradhersteller Vestas füllt die Auftragsbücher – SMA Solar punktet als Servicedienstleister – Aktionären der Vossloh AG liegt Übernahmeangebot vor

Der DAX hat erstmals die Marke von 11.000 Punkten übersprungen. Er stieg zum Ende der vergangenen Woche um 0,6 Prozent auf 11.051 Punkte. Ebenfalls um 0,6 Prozent auf 18.139 Punkte verbesserte sich der US-amerikanische Dow Jones Index. Der japanische Nikkei kletterte um 2,1 Prozent auf 18.527 Punkte. 0,4 Prozent aufwärts auf 24.785 Punkte ging es für den chinesischen Hang Seng Index. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verbilligte sich um 2,3 Prozent auf 60,06 Dollar. Um 0,2 Prozent auf 5.702  kletterte der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“. Der Euro hielt sich stabil bei 1,14 Dollar.

Windaktien

Die Auftragsbücher des dänischen Windradherstellers Vestas Wind Systems füllen sich weiter: Das Unternehmen aus Århus gab einen neunen Großauftrag zum Bau einer Windfarm mit 33 Megawatt (MW) Kapapzität für den deutschen Versicherungskonzern Allianz bekannt. Außerdem gab es Berichte über eine Absichtserklärung zur Errichtung eines Windparks mit 20 MW in Indonesien. Ferner erklärte der Konzern, er stecke in Verhandlungen über Aufträge für einen Offshore-Windpark mit 330 MW vor der britischen Küste und über eine mögliche Windradlieferung mit 224 MW Kapazität für ein Bauvorhaben in Kanada. Ob es zu Abschlüssen komme sei noch offen, hieß es.

Der spanische Windkraftkonzern Gamesa Corp. Tecnologica soll zum Bau mehrer Windparks in Brasilien die benötigten Windräder liefern und aufstellen. Zwei Kunden hätten insgesamt 75 Windräder mit 150 MW Gesamtkapazität bestellt, teilte das Unternehmen aus Zamudio mit. 54 Windräder davon seien für zwei Bauvorhaben im Nordosten des Landes bestimmt, weitere 21 Windräder mit 42 MW für zwei Windfarmen im Osten Brasiliens.

Bei Königs Wusterhausen in Brandenburg hat die ABO Wind AG die Anträge zum Bau eines Windparks in einem Waldgebiet gestellt. Dort plant der Projektierer aus Wiesbaden die Errichtung von 13 Gamesa-Windrädern mit 65 MW Gesamtkapazität.

Solaraktien

Das Geschäft als Servicedienstleister gewinnt für die SMA Solar Technology AG an Bedeutung. Der Wechselrichterhersteller hat 2013 nach eigenen Angaben die technische Betriebsführung und Wartung für Solaranlagen mit 1.000 MW Gesamtkapazität übernommen. 840 MW davon entfielen auf Anlagen in den USA, 180 MW auf Europa, Nahost und Afrika.
Bild: Eine Solaranlage mit Steuerungstechnik von SMA Solar. / Foto: Unternehmen


Der Solarausrüster Pfeiffer Vacuum Technology AG hat 2014 nach vorläufigen Berechnungen weniger Umsatz und Gewinn erzielt als im Vorjahr. Der Spezialpumpenhersteller erzielte demnach 406,6 Millionen Euro Umsatz und erwirtschaftete 44,7 Millionen Euro Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT). Gemessen am Vorjahresergebnis bedeutet das einen Umsatzrückgang um 0,5 Prozent. Das EBIT lag somit 11,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die Zahlen seien Ausdruck einer Markterholung, hieß es.

Der Dachsolaranlagenprojektierer SolarCity steigerte seinen Gesamtumsatz 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 55,6 Prozent auf 255 Millionen Dollar. Zugleich hat sich der Nettoverlust 2014 allerdings mehr als verdoppelt. Er wuchs auf 335,6 Millionen Dollar nach 176,6 Millionen Dollar Nettoverlust 2013. Hintergrund der Entwicklung seien gestiegene Kosten im operativen Geschäft, hieß es.

Der US-Solarkonzern SunEdison Inc. ist 2014 tiefer in die Verlustzone geraten. Das geht aus der jüngsten Bilanz des das Unternehmens aus St. Peters in Missouri hervor. Demnach belief sich der Nettoumsatz des Unternehmens 2014 auf 2,48 Milliarden Dollar. Das sind rund 24 Prozent mehr als 2013. Der ausgewiesene Nettoverlust für das Geschäftsjahr 2014 ist mit 1,27 Milliarden Dollar aber mehr als doppelt so hoch ausgefallen wie in 2013.

Nach ungeprüften Berechnungen hat sich der Quartalsumsatz des Solartechnikherstellers Ascent Solar aus Thornton in Colorado im Vergleich zum Vorjahr mehr als vervierfacht. Er stieg auf 5,3 Millionen Dollar nach 1,3 Millionen Dollar im Vergleichszeitraum 2013. Treiber der Entwicklung sei der Solartechnik-Smartphone-Akku EnerPlex, erklärte das Unternehmen dazu. Dieser habe 2,3 Millionen Dollar zum Gesamtumsatz beigetragen. Im Vorjahresquartal waren es noch 500.000 Dollar gewesen. Zu Gewinn oder Verlust machte Ascent Solar keine vorläufigen Abgaben.

Der kanadische Solarkonzern Canadian Solar wird Ökostromproduzent in Großbritannien. Das Unternehmen mit Sitz in Guelph in der Provinz Ontario und Fabriken in Asien kaufte sechs Solarparks mit 46 MW Gesamtkapazität. Die Anlagen sind Canadian Solar zufolge zum Teil noch im Bau, sollen aber noch 2015 offiziell in Betrieb gehen.

Bioenergieaktien


Mit der vorübergehenden Stilllegung eines Teils der Produktion hat die CropEnergies AG auf das aktuell schwierige Marktumfeld in der Biospritbranche reagiert. Es trifft das britische Werk der CropEnergies-Tochter Ensus UK in Wilton. CropEnergies hatte den Bioethanolhersteller Ensus aus Yarm erst 2013 für 13,5 Millionen Euro vom US-Investor Carlyle Group übernommen und dem Unternehmen nach eigenen Angaben weitere 70 Millionen britische Pfund als Kapital zugeführt. Die zeitweilige Schließung werde CropEnergies einmalig 40 Millionen Euro kosten, hieß es. Alle übrigen Werke in Deutschland, Belgien und Frankreich sollen wie bisher weiter produzieren, hieß es.

Die KTG Energie AG beendete 2013/2014 mit 70,9 Millionen Euro Umsatz und 12 Millionen Euro Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT). Das bestätigte die Unternehmensführung jetzt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Umsatzanstieg um 40 Prozent sowie ein Gewinnsprung um rund 50 Prozent. Unterm Strich erwirtschaftete KTG Energie 4 Millionen Euro Jahresüberschuss. Davon wollen Vorstand und Aufsichtsrat nach eigenem Bekunden zwei Drittel als Dividende an die Aktionäre ausschütten – vorausgesetzt die Hauptversammlung stimmt diesem Vorschlag zu. Das wären 0,45 Euro Dividende je Aktie.
Bild: Ernte am Rade von Biogasanlagen von KTG. / Foto: Unternehmen

Andere Aktien
Heinz Hermann Thiele, Aufsichtsratschef und Großaktionär des Bahntechnikkonzerns Vossloh AG aus Werdohl bietet den Aktionären des Unternehmens 48,50 Euro je Anteilsschein. Dieses Angebot hat der Milliardär und Chef des Bremsenherstellers Knorr Bremse über die KB Holding GmbH offiziell vorgelegt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war der Aktienkurs mit 57 Euro deutlich höher gewesen. Ob Thiele tatsächlich die Komplettübernahme anstrebt, gilt unter Marktbeobachtern als strittig.

Zwei US-Buslinienbetreiber setzen bei der Erweiterung ihrer Fahrzeugflotten auf Antriebstechnologie des kanadischen Brennstoffzellenherstellers Ballard Power Systems. Das Unternehmen aus Burnaby gab bekannt, es werde insgesamt zehn Busse ausrüsten, die zu gleichen Teilen von der SunLine Transit Agency aus Thousand Palms in Kalifornien und der Stark Area Regional Transit Authority aus Canton in Ohio bestellt worden seien.

Die angespannte Finanzlage der Teakholz International AG aus Linz hat sich weiter verschärft. Das Unternehmen teilte den Aktionären auf einer außerordentlichen Hauptversammlung mit, dass es 32 Millionen Euro größtenteils kurzfristige Schulden hat. Ein Kapitalschnitt und Verhandlungen mit den Gläubigern sowie neuen Investoren sollen eine Zwischenfinanzierung bis April 2015 bringen, hieß es.
Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x