Neuer Auftrag aus Finnland: 13 Windräder vom Typ N131 (im Bild) soll Nordex an die Vermögensverwaltung Taaleri liefern. / Foto: Unternehmen

14.03.16 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Windradherstellers Senvion vor Börsengang – Phoenix Solar schafft Umsatzsprung – KTG Energie AG erzielt Rekordergebnis

Der DAX verbesserte sich im Verlauf der vergangenen Woche um marginale sieben Punkte auf 9.831 Punkte. Um 1,2 Prozent auf 17.210 Punkte kletterte der US-amerikanische Dow Jones Index. Der japanische Nikkei legte 0,8 Prozent zu und erreichte 17.206 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index hielt nahezu das Kursniveau der Vorwoche. Er sank um 0,1 Prozent auf 20.199 Punkte. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verteuerte sich um 3,7 Prozent auf 40,35 Euro. Um 5,5 Prozent aufwärts auf 4.949,50 Euro ging der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“. Der Euro stieg um 1,3 Prozent auf 1,115 Dollar.

Windaktien

Die finnische Vermögensverwaltung Taaleri setzt beim Bau einer Windfarm in ihrer Heimat erneut auf Anlagen von Nordex SE. Bestellt habe dieser Kunde 13 Windräder vom Typ N131/3000 mit zusammen 39 Megawatt (MW) Leistungskapazität, teilte Nordex mit. Der überdies geschlossene Servicevertrag habe eine Laufzeit von 15 Jahren. Bestimmt seien die georderten Anlagen für den Windpark „Kivivaara“ im Nordosten des Landes. Es handle sich um den dritten Abruf aus einem Rahmenvertrag mit dem Vermögensverwalter,so Nordex weiter. Inklusive der jetzt bestellten Anlagen habe Taaleri bisher 30 Windkraftanlagen mit 90 MW Kapazität bestellt. Die Vereinbarung mit Taaleri sehe weitere Lieferungen mit zusammen 126 MW vor.

Eine neue Kooperation zur Planung und Entwicklung von Windparks in Nordrhein-Westfalen hat die Energiekontor AG geschlossen. Partner sei die thüringische Stadtwerkegesellschaft Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG, erklärte der Windkraftprojektierer aus Bremen. Erstes Ziel der Zusammenarbeit sei die Errichtung von Windrädern mit zusammen 50 MW Kapazität im Kreis Lippe, hieß es.

Der Wiesbadener Windkraftprojektierer ABO Invest AG hat mit der Ausgabe neuer Aktien 1,85 Millionen Euro eingeworben. Diese Mittel werde das Unternehmen zum Rückkauf weiterer Genussscheine von der UmweltBank nutzen. Es handle sich um eine Genussschein-Emission von 2009, mit der ABO Invest 7,8 Millionen Euro zum Bau eines Windparks in Irland eingesammelt habe, teilte das Management mit. Der Genussschein ist mit 6,7 Prozent als jährlichem Zinssatz ausgestattet und ist 2023 zur Rückzahlung fällig. ABO Invest AG wolle die Zinslast deutlich senken, hieß es. Zudem kündigte das Unternehmen den Kauf eines Windparks mit 5,2 MW im Großraum Hamburg an.

Der Börsengang des Hamburger Windradherstellers Senvion GmbH nimmt Form an. Die Unternehmensführung hat die Aufnahme der Aktie in das Handelssegment „Prime Standard“ für den 18. März 2016 beantragt. Geplant sei die Ausgabe von bis zu 29,9 Millionen Aktien an institutionelle Investoren, teilte das Management mit. Als möglichen Erstausgabepreis nannten die Verantwortlichen 20 bis 23,50 Euro. Das entspräche einer Marktkapitalisierung von 1,3 bis 1,53 Milliarden Euro. Der Bruttoerlös aus der Emission liegt damit zwischen 520 und rund 702,6 Millionen Euro. Dieses Kapital werde zur Erschließung neuer Märkte eingesetzt, hieß es.

Solaraktien

Nach vorläufigen Berechnungen hat die Phoenix Solar AG im Geschäftsjahr 2015 119 Millionen Euro Umsatz erzielt. Das entspreche einer Steigerung um 250 Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilte das Photovoltaiksystemhaus aus Sulzemoos bei München mit. Dennoch verfehlte Phoenix Solar die eigene Prognose damit deutlich. Der zufolge hätte der Umsatz zwischen 140 und 160 Millionen Euro erreichen sollen. Der Verlust im operativen Geschäft (EBIT) ging zurück auf 1,6 Millionen Euro nach 4,6 Millionen Euro in 2014. Erwartet hatte das Management die Rückkehr in schwarze Zahlen. Hintergrund der Verbesserung gegenüber 2014 waren nach Unternehmensangaben deutlich bessere Geschäfte in den USA.

Der US-Dachsolaranlagenprojektierer Sunrun Inc. hat 2015 den Umsatz gesteigert und den Nettoverlust verringert. Das teilte die Führung des Unternehmens aus San Francisco mit. Demnach erzielte Sunrun mit 304,6 Millionen Dollar 53,4 Prozent mehr Umsatz als 2014. Zugleich hat das Unternehmen den Nettoverlust gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert. Er sank auf 28,2 Millionen Dollar nach 70,9 Millionen Dollar in 2014. Die Sunrun-Führung erklärte die weiterhin roten Zahlen mit hohen Kosten des operativen Geschäfts. Verglichen mit dem Vorjahr seien die Kosten um 62 Prozent angestiegen, hieß es.

Mit der US-Biosupermarktkette Whole Foods Market Inc. hat der Dachsolaranlagen-Projektierer SolarCity Inc. einen namhaften Großkunden gewonnen. SolarCity werde auf den Dächern von bis zu 100 Filialen der Supermarktkette Photovoltaikanlagen errichten, kündigte das Solarunternehmen aus San Mateo in Kalifornien an. SolarCity nannte weder finanzielle Details noch Angaben zur Größenordnung des Auftrags in Megawatt.

Trotz eines deutlichen Anstiegs bei Umsatz und Absatz hat Canadian Solar 2015 einen wesentlich geringeren Nettogewinn erzielt als im Vorjahr. Laut der Bilanz, die der Konzern aus Guelph in Ontario veröffentlichte, stieg der Umsatz im Vergleich zu 2014 um 16,7 Prozent auf den neuen Rekordwert von 3,5 Milliarden Dollar. Dennoch fiel der Nettogewinn um 39,2 Prozent auf 171,9 Millionen Dollar. Grund dafür sei, dass Canadian Solar in 2015 viele umgesetzte Solarparks nicht an Investoren verkauft, sondern selbst behalten habe, um sie eventuell in eine neu zu gründende Betreibergesellschaft auszulagern.

Bildhinweis: Photovoltaikprojekt von Canadian Solar. / Foto: Unternehmen

Im US-Bundesstaat New Mexico plant der Projektierer Gransolar den Bau einer Freiflächensolaranlage mit 24,5 MW Gesamtkapazität. Dazu habe das Unternehmen knapp 80.000 Solarmodule bei dem chinesischen Konzern JinkoSolar aus Shanghai bestellt, gaben die Chinesen bekannt.

Der chinesische Solarkonzern Renesola Ltd. hat 2015 weniger Umsatz aber auch weniger Nettoverlust verbucht als im Vorjahr. Der Umsatz sank um 18,6 Prozent auf 1,28 Milliarden Dollar. Zugleich verbesserte das Unternehmen aus Shanghai das Nettoergebnis um ein Vielfaches. 5,2 Millionen Dollar Nettoverlust in 2015 stehen in der Bilanz 33,6 Millionen Dollar Nettoverlust in 2014 gegenüber. Hintergrund der Entwicklung sei ein Strategiewechsel. Renesola wolle künftig stärker als bisher auf den Betrieb von Solarparks setzen, hieß es.

Die US-Börse Nasdaq hat die Solaraktie von China Sunergy vom Handel ausgeschlossen. Dem Konzern aus Nanjing war es nicht gelungen, den Aktienkurs innerhalb einer Frist von 180 Tagen dauerhaft über die Mindestnotierung von einem Dollar zu heben. Der Ausschluss werde am 14. März 2016 wirksam, teilte China Sunergy mit. Damit werde die Aktie lediglich noch außerbörslich gehandelt.

Bioenergieaktien

Der Biogasanlagenbetreiber KTG Energie AG hat im Geschäftsjahr 2015/2016 mit 89 Millionen Euro 25 Prozent mehr Umsatz erzielt als im Vorjahr. Zugleich kletterte das EBIT dank guter Geschäfte um 11,7 Prozent auf 13,3 Millionen Euro. Das geht aus vorläufigen Berechnungen hervor, die das Unternehmen aus Hamburg veröffentlichte. Damit habe KTG Energie neue Rekordwerte erreicht, betonte das Management.


Andere Aktien

Zwei teure Übernahmen, die der finanziell angeschlagene Ökostromanlagen-Projektierer SunEdison Inc. aus Belmont angestrebt hatte, finden nicht statt: Gegen die Zahlung von 28,5 Millionen Dollar legte SunEdison einen Rechtsstreit um den Rücktritt vom Erwerb des chilenischen Ökokraftwerkbetreibers Latin America Power bei. Hätte SunEdison Latin America Power wie ursprünglich geplant übernommen, wären 700 Millionen Dollar fällig gewesen. Geplatzt ist auch die Übernahme von Vivint Solar durch SunEdison. Vivint Solar trat in letzter Sekunde von der Vereinbarung zurück. Begründung: SunEdison habe vertragliche Vereinbarungen nicht eingehalten. Diese Übernahme hätte SunEdison 1,9 Milliarden Dollar gekostet.

Für die ersten sechs Monate des Fiskaljahres 2016 (Bilanzstichtag 30. Januar 2016) verbuchte der US-Biolebensmittelhändler United Natural Foods Inc. aus Providence in Rhode Island einen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,9 Prozent auf 4,12 Milliarden Dollar. Zugleich sank das EBIT um 11,4 Prozent auf 95,6 Millionen Dollar. Belastet sei die Bilanz durch einen gekündigten Liefervertrag mit einem Großkunden, teilte das Management mit.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.



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