27.10.17 Anleihen / AIF

Wofür die KfW Bank das Geld aus grünen Anleihen verwendet

Fünf grüne Anleihen, sogenannte Green Bonds, hat die KfW Bank in diesem Jahr auf den Markt gebracht. Nun gibt die staatliche Förderbank einen Überblick, wie das Anleihevermögen verwendet wurde.

Die deutsche KfW Bankengruppe gehört zu den größten Anbietern von Green Bonds: Insgesamt haben die fünf Green-Bond-Emissionen ein Volumen von umgerechnet rund 2,7 Milliarden Euro - sie wurden in vier Währungen an den internationalen Kapitalmärkten platziert (wir haben über die Emissionen berichtet). Mit den Erlösen finanziert die KfW Erneuerbare-Energien-Projekte: nämlich im Rahmen des KfW-Kreditprogramms "Erneuerbare Energien - Standard".

In diesem Jahr habe die Förderbank bisher Auszahlungen in Höhe von rund 3,4 Milliarden Euro getätigt:

- 87 Prozent der abgerufenen Mittel wurden für Windenergie bereitgestellt, 11 Prozent für Solarenergie

- 2 Prozent entfallen auf Wasserkraft, Biogas und Biomasse sowie sonstige Technologien

- 78 Prozent der abgerufenen Mittel gingen in Projekte in Deutschland, 12 Prozent in Frankreich und 6 Prozent in Skandinavien

- in den ersten drei Quartalen 2017 wurden 81 Prozent der Auszahlungen aus dem Kreditprogramm "Erneuerbare Energien - Standard" über Green Bonds refinanziert


Nach Berechnungen der KfW Bank wurden durch diese Kreditförderungen die Treibhausgasemissionen um geschätzte 2,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente reduziert. CO2-Äquivalente sind eine Masseinheit zur Vereinheitlichung der Klimawirkung der unterschiedlichen Treibhausgase.



Grüne Anleihen dienen der Finanzierung von nachhaltigen Projekten, zum Beispiel von Windparks oder großen Solaranlagen. Worauf Anleger bei dieser Anlageform achten müssen, erfahren Sie in unserer  Serie über Green Bonds bzw. grünen Anleihen. Darin nehmen wir auch  eine Anleihe der KfW unter die Lupe.

Ob Green Bonds auch für Privatanleger geeignet sind, lesen Sie hier.
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