08.01.10 Nachhaltige Aktien , Meldungen

„Ziele für 2010 derzeit nicht gefährdet“ – Bernhard Smolka, Finanzvorstand der init AG, zum Geschäft im Emirat Dubai

Die weltweite Finanzkrise hat manche unerschütterlich geglaubte Institution ins Wanken gebracht. Vorbei ist es seit einigen Wochen auch mit dem Glauben an den unermesslichen Reichtum der Fürstentümer am persischen Golf, darunter der Wirtschaftsknotenpunkt Dubai. Die Hiobsbotschaften aus dem Emirat der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) häufen sich, nun soll es zu massiven Zahlungsverzögerungen beim Ausbau der U-Bahn des Landes gekommen sein. Die beteiligten Baukonzerne hätten die Arbeiten an dem Prestigeprojekt vorerst eingestellt, meldete pressetext.austria unter Berufung auf das Wirtschaftsblatt Nikkei.

Was bedeuten die Probleme für die Karlsruher Spezialistin für Verkehrstelematik init innovation in traffic systems AG? Das Unternehmen hatte im September 2009 Aufträge aus Dubai im Volumen von „deutlich über zehn Millionen Euro“ gemeldet (Opens external link in new windowECOreporter.de berichtete).

Bernhard Smolka, Finanzvorstand (CFO), erklärt dazu gegenüber ECOreporter.de, dass sein Unternehmen bis jetzt wir noch nicht auf ernsthafte Probleme gestoßen sei. „Vor wenigen Wochen erst ist eine größere Zahlung aus Dubai bei uns eingetroffen“, so Smolka „Wir haben mit unserem Auftraggeber in Dubai monatliche Rechnungen vereinbart. Man merkt allerdings mittlerweile, dass es im Moment länger dauert, bis die Zahlungen erfolgen. Früher vergingen etwa 60 Tage bis zum Eingang der Gelder, jetzt sind es zirka 120 Tage. Unter dem Strich sind wir durch die monatliche Abrechnung bei diesem Projekt aber besser gestellt als bei vielen anderen, bei denen wir erst nach Abschluss von festgelegten Milestones unser Geld erhalten.“

Laut dem Manager ist der Auftrageber auf die Leistungen von init angewiesen, dies gebe zusätzliche Sicherheit für die Ansprüche. Ein init-System spare dem Kunden nicht zuletzt auch Geld und verbessere die Qualität des Öffentlichen Nahverkehrs. Smolka weiter: „Wichtig ist, dass unser Auftraggeber regelmäßige Einnahmen aus dem Geschäft mit Taxen, Fähren, der Citymaut sowie dem öffentlichen Nahverkehr mit Bus und Metro erzielt.“

Man habe allerdings Verschiebungen feststellen müssen, berichtet Smolka im Gespräch mit ECOreporter.de. Ein Projekt, das man ursprünglich im Februar abschließen sollte, solle nun Ende Juni fertig werden. Dennoch will init in der Region seinen Angaben zufolge weiter im Geschäft bleiben. In Dubai seien weitere Ausschreibungen geplant, an denen init sich beteiligen werde. Auch aus Abu Dhabi würden weitere Ausschreibungen erwartet.

Auf Nachfrage betont der init-Vorstand: „Unsere Ziele bei Umsatz und Ertrag in 2010 sind derzeit nicht gefährdet. Vielmehr sind die Erlöse durch den aktuellen Auftragsbestand zu fast 100 Prozent gedeckt.“

init innovation in traffic systems AG: ISIN DE0005759807 / WKN 575980
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x