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Erneuerbare Energie, Meldungen
28 Unternehmen fordern Kurswechsel in der Klimapolitik
Ein Bündnis aus 28 deutschen Unternehmen fordert von der Bundesregierung mehr Verlässlichkeit und stärkere Anstrengungen beim Klimaschutz und der Energiewende. Die Unterzeichnenden kommen aus den Branchen Maschinenbau und produzierendes Gewerbe, Banken, Landwirtschaft, Ingenieur-, Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen sowie Energieversorger und Projektierer erneuerbarer Energien.
Anlass des gemeinsamen Appells sind die Folgen des heißen und trockenen Sommers 2026. Die Unternehmen verweisen auf Ernteausfälle, Einschränkungen in der Schifffahrt, Probleme bei der Kühlung technischer Anlagen und Produktivitätsverluste durch Hitze. Der Klimawandel sei damit längst auch ein wirtschaftliches Risiko.
"Kein Wetterereignis, sondern ein Betriebsrisiko"
"Der Sommer 2026 war für viele Unternehmen, Arbeitgebende und Arbeitnehmende kein Wetterereignis, sondern ein Betriebsrisiko", so die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner des Appells. Besonders betroffen ist demnach die Landwirtschaft, wo Wassermangel gravierende Folgen bis zu Ertragsausfällen und Engpässen in der Futterversorgung hat.
Die Unternehmen kritisieren insbesondere Pläne, Mittel aus dem Klima- und Transformationsfonds für den allgemeinen Bundeshaushalt zu verwenden. Zudem fordern sie einen verlässlichen CO₂-Preis und einen verbindlichen Fahrplan für eine vollständig erneuerbare Energieversorgung. Außerdem sollen Klimaschutz, Klimaanpassung und Naturschutz als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz verankert werden.
Am 8. Oktober wurde der Appell beim Wirtschaftsausschuss des Bundestages eingereicht. Initiiert wurde er von den Ökostromanbietern EWS Schönau aus Baden-Württemberg, Green Planet Energy aus Hamburg und Naturstrom aus Düsseldorf sowie der Energiegenossenschaft Bürgerwerke aus Heidelberg. Zu den weiteren Unterzeichnern gehören unter anderem die GLS Bank aus Bochum, der Wind- und Solarprojektierer GP Joule aus Reußenköge in Schleswig-Holstein, der Outdoor-Ausrüster Vaude aus Tettnang in Baden-Württemberg und der Maschinenbauer Ohrmann aus Möhnesee in Nordrhein-Westfalen.
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