Im letzten Jahr sind die Treibhausgasemissionen in Deutschland erstmals seit 2013 wieder nennenswert zurückgegangen. / Foto: Pixabay

05.04.19 Erneuerbare Energie , Meldungen

4,2 Prozent weniger Treibhausgase in 2018

2018 sind in Deutschland laut Berechnungen des Umweltbundesamtes 4,2 Prozent weniger Treibhausgase freigesetzt worden als im Vorjahr. Einen wesentlichen Anteil an der positiven Entwicklung hatten die Erneuerbaren Energien.

Im letzten Jahr wurden in Deutschland insgesamt 868,7 Millionen Tonnen Treibhausgase in die Atmosphäre gepustet. Nach vier Jahren, in denen die Zahlen stagnierten, ist dies erstmals wieder eine nennenswerte Reduzierung zum Vorjahr.

Als Gründe für den Rückgang nennt das Umweltbundesamt die außergewöhnliche Witterung (es musste weniger geheizt werden), aber auch den steigenden Anteil Erneuerbarer Energien am Energiemix.

"Die Zahlen zeigen, wie wichtig die Erneuerbaren Energien für den Klimaschutz sind“, sagt Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamts. "2018 haben die Erneuerbaren Energien rund 184 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vermieden. Den größten Beitrag mit knapp 75 Millionen Tonnen brachte die Windenergie. Umso wichtiger ist es, den Ausbau der Windkraft weiter voranzutreiben. Deshalb halten wir nichts von pauschalen Mindestabständen von Windenergieanlagen zu Wohngebieten. Das brächte den Ausbau der Windenergie ins Stocken.“

Die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien nahm 2018 zu, die aus fossilen Energieträgern ging zurück. Vor allem Steinkohle wurde immer seltener verfeuert – unter anderem wegen gestiegener Preise für CO2-Zertifikate.

Im Vergleich zu 1990 hat Deutschland seine Emissionen mittlerweile um 30,6 Prozent gesenkt. Bis 2030 müssen die Emissionen um mindestens 55 Prozent zurückgefahren werden, wenn Deutschland seine Klimaziele erreichen will.

"Deutschland hat 2018 deutlich mehr Energie aus Wind und Sonne gewonnen und zugleich weniger Kohle, Öl und Gas verbrannt“, sagt Bundesumweltministerin Svenja Schulze. "Klimaschutzmaßnahmen wie Ökostromausbau, Kohleausstieg und Emissionshandel wirken. Wir brauchen allerdings mehr davon, nicht nur bei der Stromerzeugung, sondern auch beim Verkehr, beim Heizen und bei der Landwirtschaft."

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