Lothar Antz war fünf Jahre geschäftsführender Gesellschafter bei Bonafide Invest Luxemburg, ehe er zur Ökorenta Luxemburg wechselte. / Foto: Lothar Antz

04.02.19 Meldungen , Fonds / ETF

"6 aus 49"-Interview mit Lothar Antz: "Nachhaltige Geldanlage sollte zum Normalfall werden, nicht zur Ausnahme"

Was bewegt die Menschen hinter den Kulissen der nachhaltigen Geldanlage? Heute antwortet Lothar Antz, Geschäftsführer der Ökorenta Luxemburg, in unserer Interview-Reihe "6 aus 49".

Um Zahlen, Kurse und Renditen dreht sich vieles in der nachhaltigen Geldanlage. Aber was sind das eigentlich für Menschen, die in den Anlageberatungen, in grünen Banken, Emissionshäusern oder Versicherungen arbeiten?

Um das herauszufinden, stellt ECOreporter ihnen jeweils 6 aus insgesamt 49 Fragen - mal witzig, mal ernster. Diesmal antwortet Lothar Antz. Antz ist Geschäftsführer der Ökorenta Luxemburg. Zu Beginn seiner Karriere war er zehn Jahre im genossenschaftlichen Bereich in Luxemburg tätig, unter anderem bei Union Investment und als Geschäftsführer bei attrax. Seit vier Jahren ist er für die Ökorenta Luxemburg tätig.

 

1. ECOreporter: Sehr geehrter Herr Antz, wo sehen Sie sich im Jahr 2030?

Gespannt werde ich sein, ob die UN-Ziele zur Nachhaltigen Entwicklung bis 2030 ernsthaft verfolgt wurden. Ebenso hoffe ich sehr, dass nachhaltige Geldanlagen der Normalfall sind und nicht die Ausnahme.  

 

2. Wie kommen Sie zur Arbeit?

Meistens mit dem E-Bike. So kamen im letzten Jahr über 4.000 Kilometer zusammen. Die Strecke von Trier nach Wasserbillig in Luxemburg verläuft direkt an der Mosel entlang. Der ideale Start in den Tag.

 

3. Wenn Sie aus dem Bürofenster schauen, dann sehen Sie...

...in die Weinberge. Das wirkt sehr entschleunigend und beruhigend im hektischen Büroalltag.

 

4. Beschreiben Sie Ihr Unternehmen mit drei Worten.

Nachhaltig, unabhängig, innovativ.

 

5. Was lernen wir aus der Finanzkrise?

Leider viel zu wenig. Ich glaube, dass die Gier immer noch groß ist. Und ich empfinde es als enttäuschend, dass einige große Häuser bei jedem riskanten und unseriösen Thema dabei sind. Man kann es zu der folgenden Formel verdichten: Es ist Geld, das Leiden schafft.

 

6. Welches halten Sie für das wichtigste UN-Nachhaltigkeitsziel? Wieso?

Für mich ist es Ziel 3, Gesundheit und Wohlergehen für alle Menschen zu schaffen. Wenn dieses Ziel auch in den armen Ländern erreicht ist, dann haben wir zwangsläufig auch einige andere UN-Nachhaltigkeitsziele auf einen guten Weg gebracht.

 

Herr Antz, wir danken Ihnen für dieses Interview.

Verwandte Artikel

30.01.19
Übersicht Mikrofinanzfonds: Bis zu 2,13% Rendite in 2018
 >
05.09.18
"Ein Fonds, der ein gutes Gewissen schafft" - Interview zum Ökobasis One World Protect
 >
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x