Brandrodung im brasilianischen Regenwald. / Foto: guentermanaus, Fotolia

12.02.20 Meldungen

Amazon, Nestlé, Unilever, BlackRock – die Zerstörung des Regenwaldes geht weiter

Zahlreiche Großkonzerne wollten bis 2020 dafür sorgen, dass für ihre Produkte kein Regenwald mehr gerodet wird. Passiert ist laut einer neuen Studie der britischen Umweltschutzorganisation Global Canopy bislang wenig.

Global Canopy zufolge ist 2019 mehr Regenwald abgeholzt worden als 2018, vor allem im Amazonasgebiet und in Indonesien. Mitverantwortlich dafür seien viele globale Unternehmen – diese würden mit Zulieferern zusammenarbeiten, die die Entwaldung vorantrieben.

2010 hätten sich zahlreiche Konzerne dazu verpflichtet, ihre Produkte bis 2020 so herzustellen, dass für sie kein Regenwald zerstört wird. 61 Prozent der 350 von Global Canopy untersuchten Unternehmen hätten allerdings nach wie vor keine solche Verpflichtung oder nur sehr eingeschränkte Absichtserklärungen abgegeben – beispielsweise Amazon und Adidas.

Andere Unternehmen wie Unilever, Nike und McDonald's, die eine Verpflichtung unterschrieben hätten, würden nicht darüber berichten, ob ihre Ziele erreicht seien. Und laut Global Canopy haben einige Firmen ihre Verpflichtungen mittlerweile sogar fallen gelassen oder wie Nestlé die Umsetzung auf nach 2020 verschoben.

Auch bei den 150 Finanzinstituten, die sich Global Canopy angesehen hat, gibt es offenbar noch großen Nachholbedarf beim Thema Entwaldung. Der Umweltschutzorganisation zufolge haben fast 70 Prozent der untersuchten Banken und Vermögensverwalter, darunter BlackRock, keine Richtlinien zum Umgang mit der Zerstörung des Regenwaldes.

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