Der US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble bietet eine breite Palette an Konsumgüterartikeln an. Was sollten Anleger nach dem Kursstutz mit der Aktie tun? / Foto: Unternehmen

  Aktientipps, Aktien-Favoriten

Procter & Gamble - wie geht es weiter?

Nicht nur Aktien von Hightech-Unternehmen haben in den vergangenen Wochen stark im Kurs verloren. Auch defensive Titel wie beispielsweise Procter & Gamble haben an Wert eingebüßt. Mittlerweile haben sich die Märkte stabilisiert. Ist nun eine Kaufgelegenheit für die Aktie?

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Aktien des US-Konsumgüterherstellers Procter & Gamble verloren zuletzt ordentlich im Kurs: Von Ende Januar (22.1.) bis heute (13.2.) fiel der Preis um 13 Prozent. Hingegen verschlechterte sich der breit aufgestellte Vergleichsindex S&P 500 in diesem Zeitraum um nur 9 Prozent. Der letzte Preis der Procter & Gamble-Aktie betrug gestern nach US-Börsenschluss 81,33 US-Dollar (umgerechnet 66 Euro).

Mittlerweile sind die Aktienmärkte wieder gefestigt. Ein echter Börsencrash blieb aus, es war nur eine Korrektur. Für Procter & Gamble-Aktionäre bietet der Rücksetzer nach unserer Ansicht jetzt eine Kaufgelegenheit.

Verkaufszahlen sprechen für Procter & Gamble

Investoren der Procter & Gamble-Aktie hatten in den vergangenen 12 Monaten nicht viel zu lachen: Wer Mitte Februar 2017 eingestiegen ist, verzeichnet seitdem auf US-Dollarbasis ein Kursminus von knapp 8 Prozent.

Dafür erhielten Aktionäre aber eine ordentliche Dividende von 2,74 US-Dollar je Aktie, umgerechnet etwa 2,22 Euro. Das entsprach im betrachteten Zeitraum einer Dividendenrendite von durchschnittlich 2,9 Prozent. Ein guter Wert.

Auch die letzten Zahlen sprechen für das Unternehmen: Die Verkäufe von Produkten stiegen 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent. Der Gewinn je Aktie kletterte um 7 Prozent im Vergleich zu 2016.

Das Unternehmen ist im Wandel

P&G ist nach dem letzten Kursrückgang unserer Ansicht nach fair bewertet. Neben dem zuletzt marktbedingten Rückgang dürfte der Kursverfall auch auf die anhaltende Transformation des Unternehmens zurückzuführen sein. Dazu zählt, dass sich der Konzern von einigen Marken getrennt hat.

Mitte 2016 erfolgte beispielsweise die Übernahme der Körper- und Schönheitspflegesparte von P&G durch den US-Parfümkonzern Coty. Das Geschäft umfasste insgesamt 44 Haarpflege-, Kosmetik- und Duft-Marken und war 12,5 Milliarden Dollar (mehr als 10 Milliarden Euro) schwer.

Nach unserer Auffassung dürfte dieser Prozess aber allmählich abgeschlossen sein. Davon sollte auch der Aktienkurs profitieren.

Kurskorrektur: Kein Grund zur Panik für Aktionäre

In unserem Beitrag vom 12.2. berichteten wir über die zuletzt "nervösen Märkte". Wir rieten Anlegern erneut, ihre Aktieninvestitionen mittels Stop-Loss-Orders gegen Kursrücksetzer abzusichern, um Verluste zu begrenzen. Wer unseren Ratschlägen gefolgt ist und seine Limite regelmäßig neu berechnet und gesetzt hat, der dürfte automatisch etliche Aktienverkäufe ausgelöst haben.

Panik sollte bei den ECOreproter-Dividendenkönigen keinesfalls aufkommen: Alle Titel wurden sorgfältig ausgewählt und zeichnen sich durch ein solides Geschäftsmodell und eine ordentliche Dividende mit regelmäßigen Erhöhungen aus.

Stetig ansteigende Dividende

Der Dividendenaristokrat - das sind Unternehmen die in den vergangenen 25 Jahren jedes Jahr die Dividende erhöht haben - Procter & Gamble gehört nach unserer Ansicht in jedes breit aufgestellte Aktienportfolio. Die defensive Ausrichtung auf Konsumgüter- und Kosmetikartikel macht die Aktie konjunkturunabhängig.

Produkte von Procter & Gamble werden in jeder Marktphase gebraucht und gekauft  (mehr darüber erfahren Sie in unserem Unternehmensportrait (Link entfernt)). Zudem ist die Aktie in etlichen Pensionsfonds und fondsgebundenen Rentenversicherungsprodukten enthalten.

Das Management von P&G steht außerdem unter Druck, die Aktie wieder auf Kurs zu bringen. Denn den Aktionären wird eine gute und stetig ansteigende Dividende nicht ausreichen. Sie erwarten zukünftig auch wieder Kurssteigerungen.

Fazit: Position aufbauen, festhalten oder aufstocken

Aus charttechnischer Sicht ist derzeit kein eindeutiges Verkaufssignal zu erkennen. Wir empfehlen unseren Lesern, eine kleine Position der P&G-Aktie aufzubauen oder an der Aktie festzuhalten. Besteht bereits ein Engagement in die Aktie, können Anleger ihr Aktienpaket weiter aufstocken. Wir empfehlen eine maximale Depotgröße von 3 Prozent des Gesamtdepotvolumens.

Nach Börsenschluss am gestrigen 12. Februar notierte die Aktie an der New York Stock Exchange (NYSE) bei 81,33 US-Dollar, umgerechnet 66 Euro, je Anteilsschein. Die Dividendenrendite beträgt 3,5 Prozent. 

P&G bleibt ein nachhaltiger Dividendenkönig.

Procter & Gamble: ISIN 852062 / WKN 852062

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