Auf der Plattform aescuvest können Anleger in Gesundheitsunternehmen investieren. / Foto: Pixabay

  Crowd-Investment, Crowd-Porträt

Crowdportale im Vergleich: Gesundheitsplattform aescuvest

Auf der Crowd-Plattform aescuvest können Anleger junge Unternehmen aus dem Gesundheitssektor finanzieren. ECOreporter stellt die Plattform vor. 

aescuvest, 2014 gegründet, sitzt in Frankfurt. Anleger haben auf der Crowd-Plattform bis jetzt 14 Gesundheitsprojekte mit ihrem Kapital unterstützt (Stand: November 2019). Meist handelt es sich um Start-ups, die für den Markteintritt Kapital benötigen. Die Projekte bieten geringe fixe Zinsen. Beteiligt werden die Anleger an den Umsätzen und an der Wertsteigerung der Unternehmen zum Ende der Darlehenslaufzeit oder beim Verkauf an einen Investor.


Kühlmittel und Bandagen von Medivid. / Foto: Unternehmen

Über aescuvest.de können sich Unternehmen mit Sitz in Deutschland finanzieren. Das Team von aescuvest betreibt seit 2018 auch die Schwesterplattform aescuvest.eu, über die Unternehmen aus ganz Europa Anlegergelder einsammeln können.

Welche Art von Projekten?

Im Fokus der Plattform stehen Start-ups und junge Unternehmen aus den Bereichen Medizintechnik, Biotechnologie, Digital Health und Gesundheits-Dienstleistungen. Die Spanne reicht von innovativem Operationsbesteck über Geräte zur Messung von Körperflüssigkeit bis hin zu neuartigen Zahnimplantaten.

"Die Projekte müssen innovativ sein, also einen neuen Ansatz zur Lösung eines bestehenden medizinischen Bedarfs bieten", erklärt Frank Schwarz, Head of Investment von aescuvest. "Der Nutzen der Projekte soll aber auch für private Anleger erkennbar sein."

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Wie prüft aescuvest?

Jedes interessierte Unternehmen muss zunächst seinen Businessplan einreichen. Die Plattform hat ein eigenes Bewertungssystem für die Vorhaben entwickelt. Kriterien sind aescuvest zufolge unter anderem das Geschäftsmodell, die Marktchancen, die Qualität des Managements und das Wertsteigerungspotenzial des Unternehmens. Experten aus unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitssektors beurteilen die Vorschläge. 

Auch die Mitarbeiter des Unternehmens werden unter die Lupe genommen. "Wir sehen uns an, wie breit das Team aufgestellt ist und ob wir ihnen die Umsetzung des Businessplans zutrauen", heißt es von aescuvest.

Ablehnungskriterien

Die Crowd-Plattform bietet nur Projekte aus dem Gesundheitssektor an.

Geld eingesammelt - und nun?

Das Geld der Anleger wird nach der Einzahlung auf einem Treuhandkonto geparkt. Nachdem die Fundingschwelle oder das maximale Finanzierungsziel erreicht wurde, wird das Geld an die Projektinitiatoren weitergeleitet.

Die Emittenten sind vertraglich verpflichtet, die Anleger zu informieren. Die Berichtspflichten entsprechen den Reporting Guidelines des Bundesverbands Crowdfunding.


Team von aescuvest. / Foto: Unternehmen

Leistungsbilanz

Bisher haben Anleger auf aescuvest 14 Projekte erfolgreich finanziert (Stand: November 2019). Davon haben zwei Unternehmen Insolvenz beantragt. Ein Unternehmen konnte die Zinsen nicht zahlen. Das Gesamtfinanzierungsvolumen beläuft sich auf 7 Millionen Euro. Im Schnitt investiert jeder Anleger 2.800 Euro auf der Plattform.

Gebühren

Für Anleger fallen keine Gebühren an. Eine Investition ist ab 100 Euro möglich.

Der Emittent bezahlt laut aescuvest eine "marktübliche" Gebühr an die Plattform. Sie beläuft sich auf immerhin 12 Prozent der finanzierten Summe. Die Plattform beteiligt sich an der Wertentwicklung eines Projektes, sobald dieses eine bestimmte Mindestrendite erzielt.

Fazit:

Im Zentrum der Crowdplattform aescuvest stehen Gesundheitsprojekte. "Die Gesundheitsbranche ist wirtschaftlich die bedeutendste innerhalb unserer Volkswirtschaft. Sie hat die meisten Patentanmeldungen und wächst aufgrund der Überalterung der Gesellschaft", so Frank Schwarz von aescuvest.

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