Ist dieser ETF die richtige Wahl für ein weltweites nachhaltiges Investment? ECOreporter hat nachgeschaut. / Foto: Pixabay

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ETF-Test: iShares MSCI ACWI SRI UCITS ETF

Breit gestreut über viele Branchen, weltweit und nachhaltig: Dafür will der hier getestete ETF stehen, der den komplizierten Namen iShares MSCI ACWI SRI UCITS ETF trägt. Ein Schwerpunkt soll bei Umweltkriterien und dem Ausschluss fossiler Energie liegen. Hält der ETF seine Versprechen ein?

Anbieter des ETFs ist iShares, eine Tochter des weltgrößten Vermögensverwalters BlackRock aus den USA. Dieser bemüht sich um ein nachhaltiges Image. Aber immer noch steckt ein bedeutender Anteil des von BlackRock verwalteten Geldes auch in Öl-, Gas- und Kohleunternehmen.

Finanzen/Risiko

Der ETF startete im Dezember 2022. Da er damit noch keine drei Jahre am Markt ist, erhält er von ECOreporter keine Finanznote. Die Jahresgebühren sind mit 0,20 Prozent ETF-typisch günstig.

Nachhaltigkeitskonzept

Die Buchstabenkombination ACWI im ETF-Namen iShares MSCI ACWI SRI UCITS ETF steht für „All Country World Index“. Sie bedeutet, dass der ETF weltweit in Aktien von Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern investiert. Schwellenländer sind Länder wie Brasilien, Chile, Südafrika, aber nach gängiger Handhabung erstaunlicherweise auch noch China und Südkorea. Insgesamt hält der ETF 582 verschiedene Aktien. Das Kürzel "SRI" steht für "Socially Responsible Investment", frei übersetzt: "nachhaltiges Investieren".

Der ETF legt nach dem "Best-in-Class"-Verfahren in zwei Schritten an. Zunächst müssen alle betrachteten Unternehmen bei einer ESG-Bewertung eine bestimmte Mindestnote aufweisen, um für den ETF in Frage zu kommen. ESG steht für die Kriterien Ökologie (E wie Environment), Soziales (S wie Social) und gute Unternehmensführung (G wie Governance). Unter den verbliebenen Unternehmen wird dann in jeder Branche das nachhaltigste Viertel ausgewählt.

Der ETF bildet auf diese Weise einen Aktienindex des US-Finanzdienstleisters MSCI ab. Bewertung und Auswahl der Unternehmen stammen ebenfalls von MSCI.

Ausschlusskriterien

Der ETF schließt Unternehmen vollständig aus, die an Geschäften mit geächteten Waffen beteiligt sind oder gegen den UN Global Compact verstoßen, also etwa Menschen- und Arbeitsrechte grob verletzen. Auch die Herstellung von zivilen Schusswaffen und Tabakprodukten ist tabu.

Die Produktion von gentechnisch veränderten Pflanzen oder Saatgut, die Herstellung konventioneller Waffen sowie Kohleförderung sind ebenfalls ausgeschlossen, allerdings nur, wenn Unternehmen in diesen Bereichen mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes erzielen. Erzeugt ein Unternehmen Atomstrom, darf die Nuklearenergie nicht mehr als 5 Prozent Anteil am Elektrizitätsmix des Unternehmens haben – also am Strom, den das Unternehmen insgesamt in seinen verschiedenen Kraftwerken herstellt. Zudem muss der Anteil von Atomkraft an der gesamten installierten Stromerzeugungs-Kapazität des Unternehmens unter 5 Prozent liegen. Die Umsatzschwelle für Geschäfte in Zusammenhang mit Atomkraft liegt bei 15 Prozent – ein großzügiger Wert.

Für „unkonventionelle“ Öl- und Gasförderung gilt eine Umsatzschwelle von 5 Prozent, das schließt etwa Ölsande, Schiefergas oder Bohrungen in der Arktis ein. Zudem sind Unternehmen, die Öl und Gas fördern, vollständig ausgeschlossen, wenn sie „weniger als 40 Prozent ihres Umsatzes mit Produkten, Dienstleistungen oder Infrastrukturprojekten erzielen, die die Entwicklung oder Bereitstellung von Erneuerbaren Energien und alternativen Kraftstoffen unterstützen“.

Worin genau eine solche „Unterstützung“ bestehen muss oder welche „Produkte“ als „Unterstützung“ gelten, ist in den öffentlich zugänglichen Unterlagen des ETFs aber nicht näher definiert. Umgekehrt scheint kein Ausschluss für Unternehmen zu gelten, die Öl und Gas fördern, wenn diese nach Einschätzung von MSCI genug Umsatz aus der „Unterstützung“ Erneuerbarer Energien und alternativer Kraftstoffe erzielen.

Kein Ausschluss gilt etwa für Firmen, die Öl und Gas transportieren oder verarbeiten. Eine vollständige Liste der Ausschlusskriterien finden Sie im Premiumbereich.

Wie nachhaltig sind die Aktien in diesem ETF?

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