Klaus Euler ist Vorstandsvorsitzender der EthikBank. / Foto: Unternehmen

15.03.19 Finanzdienstleister

EthikBank: Wachstum trotz Niedrigzinsen

Die EthikBank hat solide Geschäftszahlen für 2018 vorgelegt. Bei den Kundeneinlagen und im Kreditgeschäft konnte die ethisch-ökologische Direktbank zulegen.

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Die Kundeneinlagen der in Eisenberg in Thüringen ansässigen EthikBank stiegen im letzten Jahr um 3 Prozent auf 346 Millionen Euro, das Kreditgeschäft um 5 Prozent auf 124 Millionen Euro. Vor allem Immobilienkredite sorgten mit einem Anteil von knapp 60 Prozent am Kreditneugeschäft für das Wachstum. Die Bilanzsumme des alternativen Kreditinstituts beträgt knapp 400 Millionen Euro.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt mit rund 4,1 Millionen Euro leicht über dem Vorjahresniveau, während aufgrund geringer Risikovorsorge das Betriebsergebnis nach Bewertung um 10 Prozent auf 3 Millionen Euro zulegte.

Gleichzeitig konnte das aufsichtsrechtliche Eigenkapital um 2,2 Millionen Euro auf rund 36 Millionen Euro aufgestockt werden. Das Eigenkapital weist eine Quote von rund 27 Prozent der Risikoaktiva aus und liegt damit deutlich über der bankenaufsichtsrechtlichen Mindestquote von 10 Prozent.  

Schwierige Rahmenbedingungen

"Wir sind mit diesem soliden Abschneiden unseres Instituts sehr zufrieden – nicht zuletzt angesichts der schwierigen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der EthikBank Klaus Euler. Der Euroraum ist nach seiner Einschätzung aktuell die am schlechtesten geführte Ökonomie aller entwickelten Industrieländer. Hohe Staatsschulden seien zu einem signifikanten Problem geworden.

Die Europäische Zentralbank erfüllt in dieser Situation nach Eulers Ansicht nicht ihren Auftrag der Sicherstellung von Geldwertstabilität. Vielmehr drucke sie täglich neues Geld zur Rettung überschuldeter Staaten durch Null- und Niedrigzinsen. Die Sparer im Euroraum würden gleichzeitig schleichend enteignet, da die Inflationsrate in Höhe von aktuell 1,6 Prozent über dem Nullzinsniveau liege. Gleichzeitig sparten nach Berechnungen der Bundesbank die einzelnen Volkswirtschaften seit Ausbruch der Finanzkrise enorme Zinsbeträge: Deutschland insgesamt 368 Milliarden Euro, gefolgt von Frankreich mit 350 Milliarden und Italien mit 262 Milliarden Euro.

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