Fresenius ist mit seinen Helios-Kliniken der größte private Krankenhausbetreiber in Deutschland. / Foto: Fresenius

  Aktientipps, Aktien-Favoriten, Dividendenkönige

Fresenius: Alles rund um Gesundheit

Fresenius zahlt seit 28 Jahren eine Dividende an die Anlegerinnen und Anleger. Doch nicht nur deshalb ist der Gesundheitskonzern eine ECOreporter-Favoriten-Aktie. Was noch für ein Investment spricht, erfahren Sie in diesem Unternehmensporträt.

1462 in Frankfurt am Main: Die Hirsch-Apotheke startet. Im 18. Jahrhundert übernahm die Familie Fresenius sie - und das war der Ausgangspunkt für eines der größten Unternehmen Deutschlands. Denn 1912 gründete der Apotheker Eduard Fresenius das Pharmazieunternehmen Dr. E. Fresenius.

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Heute ist die Fresenius SE mit Hauptsitz in Bad Homburg ein weltweit tätiger Medizintechnik- und Gesundheitskonzern - mit mehr als 310.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 100 Ländern (Stand: April 2021).

Zum Konzern gehören der weltweit führende Dialysespezialist Fresenius Medical Care (als eigenständiges Unternehmen börsennotiert), Fresenius Kabi (Marktführer in der Infusionstherapie und in der klinischen Ernährung in Europa), die Helios Kliniken Gruppe und Fresenius Vamed, weltweit im Managementgeschäft von Gesundheitseinrichtungen tätig. Fresenius NetCare bietet Dienstleistungen in der Informationstechnologie an. Zu den Konkurrenten von Fresenius zählen Baxter Int. aus den USA und Roche aus der Schweiz.

Fresenius erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 36,3 Milliarden Euro, 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Nettogewinn sank coronabedingt von 1,9 auf 1,8 Milliarden Euro. Für 2021 rechnet Fresenius mit einem Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich und einem Konzernergebnis auf Vorjahresniveau (Stand April 2021).

62 Prozent der Fresenius-Aktien werden von institutionellen Anlegern gehalten. Weitere 27 Prozent der Anteile befinden sich im Besitz einer Fresenius-Familienstiftung.

Dividende: Fresenius steigert seine Dividendenausschüttungen seit 27 Jahren. Für das Geschäftsjahr 2019 schüttete das Unternehmen 0,84 Euro je Aktie aus. Für 2020 wurde die Dividende trotz der Corona-Krise auf 0,88 Euro je Aktie angehoben. Das entspricht einer Dividendenrendite von 2,1 Prozent (Stand 6.5.2021). Fresenius will seine Ausschüttungsquote zwischen 20 und 25 Prozent des Gewinns halten.

Nachhaltigkeit: Die Fresenius-Aktie ist in mehreren Nachhaltigkeitsindizes enthalten, unter anderem im Dow Jones Sustainability Index Europe. Schwächen sieht die Ratingagentur ISS ESG zum Beispiel bei der Abfallentsorgung und bei Regeln für Zulieferer im Bereich Arbeitssicherheit und Arbeitssschutz. Probleme gab es wegen der Nebenwirkungen von Dialysemedikamenten, die zu zahlreichen Klagen vor US-Gerichten führten. Anfang 2020 wurde Fresenius von verschiedenen Organisationen eine aggressive, international angelegte Steuervermeidungsstrategie vorgeworfen. 2021 geriet der Konzern in die Kritik, weil er in der Corona-Krise seine Dividende anhob, gleichzeitig aber am dringend benötigten medizinischen Personal in seinen Kliniken sparte.

Seit 2012 ist Fresenius nicht mehr in therapeutisches Klonen und Stammzellenforschung involviert. Zudem überwacht der Konzern den Verkauf des Narkosemittels Propofol in den USA seit 2012 strenger, um zu verhindern, dass das Mittel für die Vollstreckung der Todesstrafe eingesetzt wird.

K.O.-Kriterien: Fresenius lässt Tierversuche durchführen und arbeitet auch im Bereich Gentechnik.

Fresenius SE & Co. KGaA: ISIN DE0005785604 / WKN 578560

Stand: 5/2021

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