Fresenius ist spezialisiert auf Medizintechnik, etwa für Operationssäle. / Foto: Fresenius

12.04.20 Aktientipps , Aktien-Favoriten , Dividendenkönige

Fresenius: Medizin- und Gesundheitstechnik

Fresenius zahlt seit 27 Jahren eine Dividende an die Anleger. Doch nicht nur deshalb ist der Medizintechnik-Spezialist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie. Was noch für ein Investment spricht, erfahren Sie in diesem Unternehmensporträt.

1462 in Frankfurt am Main: Die Hirsch-Apotheke startet. Im 18. Jahrhundert übernahm die Familie Fresenius sie - und das war der Ausgangspunkt für eines der größten Unternehmen Deutschlands. Denn 1912 gründete der Apotheker Eduard Fresenius das Pharmazieunternehmen Dr. E. Fresenius.

Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.

Heute ist die Fresenius SE mit Hauptsitz in Bad Homburg ein weltweit tätiger Medizintechnik- und Gesundheitskonzern - mit mehr als 290.000 Mitarbeiter in über 100 Ländern (Stand: Januar 2020).

Zum Konzern gehören der weltweit führende Dialysespezialist Fresenius Medical Care (als eigenständiges Unternehmen börsennotiert), Fresenius Kabi (Marktführer in der Infusionstherapie und in der klinischen Ernährung in Europa), die Helios Kliniken Gruppe und Fresenius Vamed, weltweit im Managementgeschäft von Gesundheitseinrichtungen tätig. Fresenius NetCare bietet Dienstleistungen in der Informationstechnologie an. Zu den Konkurrenten von Fresenius zählen Baxter Int. aus den USA und Roche aus der Schweiz.

Fresenius erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 35,5 Milliarden Euro - 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Nettogewinn stieg um 2 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Für das Jahr 2020 rechnet Fresenius mit einer Umsatzsteigerung von bis zu 7 Prozent und einem Gewinnanstieg um bis zu 5 Prozent. Das Unternehmen erwartet kaum negative Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Geschäftsentwicklung (Stand 12.4.2020).

62 Prozent der Fresenius-Aktien werden von institutionellen Anlegern gehalten. Weitere 27 Prozent der Anteile befinden sich im Besitz einer Fresenius-Familienstiftung.

Dividende: Fresenius steigert seine Dividendenausschüttungen seit 27 Jahren. Für das Geschäftsjahr 2018 schüttete das Unternehmen 0,80 Euro je Aktie aus. Das entspricht (Stand 12.4.2020) einer Dividendenrendite von knapp 2,2 Prozent. Für 2019 soll die Dividende auf 0,84 Euro je Aktie angehoben werden. Fresenius will seine Ausschüttungsquote zwischen 20 und 25 Prozent halten.

Nachhaltigkeit: Die Fresenius-Aktie ist in mehreren Nachhaltigkeitsindizes enthalten, unter anderem im Dow Jones Sustainability Index Europe. Schwächen sieht die Ratingagentur ISS ESG zum Beispiel bei der Abfallentsorgung und bei Regeln für Zulieferer im Bereich Arbeitssicherheit und Arbeitssschutz. Probleme gab es wegen der Nebenwirkungen von Dialysemedikamenten, die zu zahlreichen Klagen vor US-Gerichten führten. Anfang 2020 wurde Fresenius von verschiedenen Organisationen eine aggressive, international angelegte Steuervermeidungsstrategie vorgeworfen.

Seit 2012 ist Fresenius nicht mehr in therapeutisches Klonen und Stammzellenforschung involviert. Zudem überwacht der Konzern den Verkauf des Narkosemittels Propofol in den USA seit 2012 strenger, um zu verhindern, dass das Mittel für die Vollstreckung der Todesstrafe eingesetzt wird.

K.O.-Kriterien: Fresenius lässt Tierversuche durchführen und arbeitet auch im Bereich Gentechnik.

Fresenius SE & Co. KGaA: ISIN DE0005785604 / WKN 578560

 

Stand: 4/2020

Verwandte Artikel

06.04.20
15 Dividendenkönige für Sicherheit und Rendite
 >
23.06.17
Das sind die ECOreporter-Favoriten-Aktien
 >
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x