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Goldpreis bei über 4.000 Dollar – und jetzt?
Der Goldkurs erreicht immer neue Rekordstände. Muss man bei der Rally dabei sein? Und sind Gold-Investments nachhaltig?
Um 50 Prozent ist der Goldpreis seit Anfang des Jahres gestiegen, besonders stark legte er im August und September zu. Gestern notierte die Feinunze Gold bei 4.034 US-Dollar, das sind fast 3.500 Euro (Stand 8.10.2025, 12:52 Uhr). Einen rasanteren Anstieg verzeichnete der Preis zuletzt in den 1970er-Jahren, als die USA die Goldbindung des Dollars aufhoben.
Gründe für den aktuellen Boom gibt es gleich mehrere:
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- Investoren verlieren wegen der zerstörerischen Wirtschaftspolitik von Präsident Donald Trump das Vertrauen in den US-Dollar und schichten ihr Vermögen von Wertpapieren, die auf Dollar lauten, in andere Anlageklassen um. Neben Wertpapieren in Euro, Schweizer Franken und Yen oder Kryptowährungen sind das vor allem Edelmetalle und hier in erster Linie Gold. Das treibt den Preis.
- Mit dem Vertrauen in den Dollar schwindet auch das Vertrauen in US-Staatsanleihen. Die galten bislang als mit Abstand wichtigster globaler Parkplatz für überschüssiges Kapital. Mittlerweile ist nicht einmal mehr klar, ob Trump weiterhin Zinsen auf die Anleihen zahlen wird. Das verstärkt die Flucht in andere vermeintlich sichere Häfen, darunter auch Gold.
- Einige Banken, nicht zuletzt in den USA, raten ihren Kundinnen und Kunden nachdrücklich, sich von einem Teil ihrer Anleihen zu trennen und stattdessen Gold zu kaufen. Empfohlen werden teilweise Goldquoten von 20 Prozent und mehr.
- Wie zu Zeiten des Goldrausches im 19. Jahrhundert hoffen Menschen, mit dem Edelmetall schnell reich zu werden. Spekulanten nehmen teils hohe Kredite auf, um so mit eigenem und fremdem Geld möglichst viel Gold zu kaufen – in der Erwartung, dass der Preis noch eine Weile weiter steigt, weil die Finanzwelt sich mit Gold-Investments vor Donald Trump schützen will.
All das lässt den Goldpreis in immer neue Höhen klettern. Denn der Vorrat an physischem Gold ist begrenzt. Steigt die Nachfrage, steigt automatisch auch der Preis.
Die hohen Erwartungen lassen das vermeintlich sichere Edelmetall allerdings zunehmend zum Spekulationsobjekt werden. Sollten die USA beispielsweise wieder in ruhigere Fahrwasser steuern, könnte der Goldkurs einbrechen. Dann rächt sich, dass Gold weder Zinsen noch Dividenden abwirft. Nach Wertverlusten ab Januar 1980 brauchte der Goldkurs 28 Jahre, um wieder sein altes Niveau zu erreichen.
ECOreporter rät derzeit von Gold-Investments eher ab. Das Risiko, dass der Preis mittelfristig spürbar sinkt, erscheint deutlich erhöht. Wenn Sie dennoch einsteigen möchten: Stecken Sie nicht mehr als 5 Prozent ihres freien Kapitals in Gold, und tun Sie dies nachhaltig. Wie das geht, lesen Sie hier.