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Aktientipps, Nachhaltige Aktien
Klimaanlagen-Aktien im Check: Kühle Häuser, coole Renditen?
Jeder zweite deutsche Haushalt besitzt mittlerweile eine Klimaanlage oder will sich eine zulegen. Immer neue Hitzerekorde haben einen Run auf die Geräte ausgelöst, viele Modelle sind derzeit ausverkauft. Profitieren davon auch die Hersteller? ECOreporter hat sich vier Aktien aus der Branche genauer angesehen.
In 23 Prozent der deutschen Haushalte surrt schon eine Klimaanlage. Weitere 25 Prozent planen, sich eine anzuschaffen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox hervor.
Insbesondere in Dachgeschosswohnungen ist es oft kaum auszuhalten, wenn die Temperaturen über 35 oder sogar 40 Grad klettern. Klimaanlagen können da sogar Leben retten. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind in Deutschland alleine in der letzten Juniwoche 4.300 Menschen an den Folgen extremer Hitze gestorben. Im gesamten Sommer 2025 waren es 2.600. Pflegedienste fordern, in den Wohnungen alter Menschen Klimaanlagen zu installieren, Altenheime rüsten Anlagen nach. Über 80 Prozent der Hitzetoten in diesem Jahr waren älter als 75 Jahre.
80 Prozent Wachstum in acht Jahren?
Laut dem weltgrößten Hersteller Daikin war die Nachfrage nach Klimaanlagen in Deutschland im Juni viermal so hoch wie im gleichen Monat des Vorjahres. Ähnliche Zahlen nennen Versandhändler wie Otto. Viele Installationsbetriebe sind bereits bis Ende des Sommers ausgebucht. Der Anbieter Panasonic rechnet in diesem Jahr im deutschen Privatkundengeschäft mit einem Wachstum von 10 Prozent. Noch höhere Zuwachsraten werden in Ländern wie Italien, Spanien und Frankreich erwartet. Das Analysehaus Fortune geht davon aus, dass der weltweite Markt für Klimaanlagen von 137 Milliarden Dollar im letzten Jahr auf 246 Milliarden Dollar im Jahr 2034 wachsen wird – wegen des Klimawandels, aber auch weil immer mehr Menschen in Städten wohnen und immer mehr KI-Rechenzentren gekühlt werden müssen.
Die Klimatechnik-Branche dominieren asiatische Hersteller wie Daikin, Panasonic, LG, Samsung Electronics, Mitsubishi Electric und Midea. Oft sind es Mischkonzerne, die noch zahlreiche weitere Produkte anbieten und als nicht sonderlich nachhaltig gelten. Andere Anbieter wie beispielsweise Bosch Home Comfort aus Wetzlar sind nicht börsennotiert. Eine Einschätzung der Panasonic-Aktie finden Sie im ECOreporter-Dossier zu börsennotierten Produzenten von Elektroauto-Batterien.
Die Redaktion hat vier börsennotierte Unternehmen herausgesucht, die ihr Geld überwiegend mit Klimatechnik verdienen und bei der Nachhaltigkeit überdurchschnittlich gut abschneiden. Im Premium-Bereich erfahren Sie, bei welchen Aktien die Redaktion derzeit Einstiegschancen sieht. Das erfolgreichste Papier ist auf fünf Jahre gesehen mehr als 160 Prozent im Plus.
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