Neue Inselnetze versorgen zwei abgelegene Dörfer in Nigeria mit Solarstrom - unabhängig von öffentlichen Stromnetzen. Für die Finanzierung wird aber noch Geld benötigt. / Foto: GVE

  Anleihen / AIF, Crowd-Investment

Neues Crowdfunding: Solarstrom für Nigeria

Auf der Crowdfunding-Plattform bettervest können Anleger die Elektrifizierung von zwei Dörfern in Nigeria investieren.

Eingesammelt werden 250.000 Euro. Das Geld dient der Finanzierung von Solaranlagen für die Dörfer Angwan Rina und Demshin. Bis jetzt haben die Initiatoren von Green Village Electricity (GVE) 89.500 Euro eingeworben.

Die Einlagen der Crowdinvestoren sind für sieben Jahre gebunden - sie können ab 50 Euro einsteigen. GVE bietet eine Verzinsung von 9,25 Prozent pro Jahr. Nach dem ersten Laufzeitjahr beginnt die Tilgung, nach den Plänen von GVE wird eine Investition von beispielsweise 1.000 Euro im siebten und letzten Jahr mit 183,40 Tilgung und 16,96 Euro Zinsen abgeschlossen.

Strom für fast 5.000 Menschen

Nach Angaben des nigerianischen Unternehmens wird in den Dörfern jeweils eine Solar-Hybrid-Insellösung installiert, die nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen ist. Als Backup werden die kleinen Solarkraftwerke mit einer Leistung von jeweils 90 Kilowatt peak (kWp) von modernen Dieselgeneratoren vor allem in den Wintermonaten unterstützt. Die Insellösungen sollen mehr als 4.800 Menschen mit Strom versorgen.

Bislang waren die beiden Dörfer von jeglicher zuverlässiger Stromversorgung abgeschnitten. Mit Realisierung der Projekte könnte die Lebensqualität der Menschen deutlich steigen. Die Betreiber rechnen damit, dass durch die zum Einsatz kommende Photovoltaiktechnik jährlich etwa 201,4 Tonnen CO2 eingespart werden.

Wie bei allen Crowdfunding-Projekten besteht das Risiko des Totalverlustes. Bei den Geldanlagen handelt es sich um Nachrangdarlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt. Anleger tragen dabei ein unternehmerisches Risiko - es besteht das Risiko eines Totalverlustes. Falls der Darlehensnehmer insolvent ist, erhalten Investoren ihr Kapital erst zurück, wenn nach der Befriedigung von Banken, Lieferanten und anderen Insolvenzgläubigern noch Vermögen vorhanden ist.

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