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Pennon Group: Wasserversorger will wieder profitabel werden
Der britische Wasserversorger Pennon sieht sich auf einem guten Weg zurück in die schwarzen Zahlen und verbessert seine Umweltbilanz nach eigener Aussage deutlich. Dennoch bleibt das Unternehmen hinter den Erwartungen zurück.
Heißes Wetter belastet Infrastruktur
In einer Mitteilung für Analysten gab Pennon bekannt, in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2025/26 sei eine "starke Rückkehr" zur Profitabilität gelungen. Konkret stellt das Unternehmen beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) eine Steigerung um 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr in Aussicht.
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Analysten hatten allerdings im Schnitt eine EBITDA-Steigerung um 67 Prozent erwartet. Wie Pennon erklärte, kam es durch den heißen Sommer zwar zu einem höheren Wasserverbrauch. Dieser wird aber erst im kommenden Geschäftsjahr abgerechnet und sich positiv auf die Umsätze auswirken. Dafür führte das heiße Wetter zu höheren Betriebskosten, um der Belastung der Netze gerecht zu werden.
Unter dem Strich strebt Pennon aktuell eine schwarze Null an. Das soll auch durch Umweltprämien gelingen: Das Unternehmen erklärte, die Zahl der Schmutzwassereinleitungen in Gewässer und der Überflutungen in Kanalisationen sei im Jahresvergleich bis August halbiert worden. Im Vorjahr hatten Strafzahlungen wegen Umweltverstößen bei Pennon zu einem hohen Verlust geführt.
Auch die Umsetzung der vier großen Solarprojekte des Konzerns in Großbritannien läuft der Mitteilung zufolge nach Plan. Zwei der Projekte sind bereits fertiggestellt und sollen im Oktober mit der Stromerzeugung beginnen. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2027 sollen alle vier Standorte in Betrieb sein und 40 Prozent des Gesamtverbrauchs von Pennon decken.
Im gettex-Handel ist die Pennon-Aktie aktuell 5,2 Prozent im Plus zum Freitag und kostet 5,34 Euro (Stand: 29.9.2025, 9:44 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 2,7 Prozent eingebüßt, auf Jahressicht gab der Kurs um 4,6 Prozent nach.
Umweltskandale belasten Image und Ergebnis
Pennon will bis 2030 insgesamt 3,2 Milliarden Pfund (3,8 Milliarden Euro) in seine Infrastruktur investieren. Das Geld soll etwa in die Verbesserung der Wasserqualität fließen, in die Reduktion von Überläufen, eine neue Speicherinfrastruktur sowie Maßnahmen, um dem Klimawandel, etwa in Form von Starkwetterereignissen, besser begegnen zu können.
Britische Wasserversorger waren in den vergangenen Jahren in mehrere Umweltskandale verwickelt. So hatten sie etwa zu viel Schmutzwasser in öffentliche Gewässer abgeleitet, weil die veraltete Infrastruktur mit heftigen Regenfällen überfordert war. Mittlerweile gibt es sogar Stimmen, die eine Verstaatlichung von Versorgungskonzernen wie Pennon fordern.
Im laufenden Geschäftsjahr wird Pennon vermutlich keinen Gewinn erzielen können. Seit 2021 büßte die Pennon-Aktie mehr als 40 Prozent ihres Werts ein. Zwar zahlt der Konzern zuverlässig Dividenden – die erwartete Dividendenrendite für das laufende Geschäftsjahr beträgt attraktive 6,8 Prozent. Trotzdem rät ECOreporter vom Einstieg ab. Anlegerinnen und Anleger sollten abwarten, ob das Unternehmen die Wende schafft – bei den Ergebnissen wie auch bei der Umweltbilanz.
Pennon Group PLC: ISIN GB00BNNTLN49 / WKN A3CR01
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