Gebäude von S.A.G. Solarstrom in Freiburg. / Foto: Unternehmen

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S.A.G. Solarstrom: Schlussrechnung für zwei Anleihen eingereicht

Der für das Merzhausener Solarunternehmen S.A.G. Solarstrom zuständige Insolvenzverwalter hat die Schlussrechnung für die S.A.G.-Anleihen 2011/2017 (ISIN DE000A1K0K53) und 2010/2015 (ISIN DE000A1E84A4) vorgelegt.

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In einer Meldung des Unternehmens heißt es:

"Der Insolvenzverwalter Dr. Jörg Nerlich von der Kanzlei Görg, Köln, hat die Schlussrechnung beim Amtsgericht Freiburg - Insolvenzgericht - eingereicht. Darin geht er - einschließlich der bereits erfolgten Abschlagsverteilungen - von einer Insolvenzquote von insgesamt zwischen 45% - 50% aus, je nach Entwicklung insbesondere der zukünftig noch zu erwartenden Erlöse aus der Liquidation von Tochtergesellschaften. Das Amtsgericht Freiburg - Insolvenzgericht - wird nunmehr die Schlussrechnung prüfen und weitere Anordnungen erlassen, insbesondere nach Prüfung der Schlussrechnung einen mündlichen Schlusstermin anberaumen.

Hintergrund: Die S.A.G. Solarstrom AG hatte im Dezember 2013 aufgrund verspäteter Zahlungsmittelzuflüsse in Höhe von über 20 Millionen Euro Insolvenz angemeldet. Zum Zeitpunkt der Insolvenzanmeldung lag keine bilanzielle Überschuldung vor. Ende Oktober 2014 wurde der herstellerunabhängige Anbieter von Photovoltaik-Anlagen im Wege einer übertragenden Sanierung an die SF Suntech Deutschland GmbH, einem Tochterunternehmen der chinesischen Shunfeng Photovoltaic International, rechtskräftig veräußert. Der Kaufpreis für den gesamten operativen Geschäftsbetrieb inklusive aller Assets der S.A.G. Solarstrom Gruppe belief sich auf 65 Millionen Euro.“

Im Juni dieses Jahres hatten Anleger Abschlagszahlungen für die beiden Anleihen erhalten (ECOreporter berichtete hier).

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