Windräder aus der Produktion von Nordex: Der Hamburger Hersteller erzielte 2017 Aufträge von 2,2 Milliarden Euro, rund ein Drittel weniger als im Vorjahr. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

Schwacher Ausblick von Nordex für 2018

2017 war ein schwaches Jahr - und es wird nicht besser. Nordex erwartet 2018 wieder deutlich weniger Umsatz und Profitabilität. 

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Im laufenden Geschäftsjahr soll laut den vorläufigen Zahlen der Umsatz von rund 3,1 Milliarden Euro auf 2,4 bis 2,6 Milliarden Euro sinken, teilte das Unternehmen mit.

Die operative Marge (EBITDA) soll bereinigt von 7,9 auf 4 bis 5 Prozent zurückgehen. Hintergrund sei das 2017 eingeführte Ausschreibungssystem in Deutschland. Es führte "vorübergehend zu deutlich geringeren Auftragseingängen", wie es hieß. 

Windkaftanlagen-Hersteller leiden derzeit unter einem harten Konkurrenzkampf. Dies gilt vor allem für die Windenergie an Land, da der Markt zunehmend gesättigt ist und Subventionen heruntergefahren werden. 

Deutlicher Einbruch bei den Auftragseingängen

Nordex erzielte 2017 Aufträge von 2,2 Milliarden Euro, rund ein Drittel weniger als im Vorjahr, was vor allem an dem schwachen deutschen Markt lag. Rund 90 Prozent der Aufträge kamen aus den internationalen Märkten. 

Erfreulich entwickelte sich hingegen das Service-Geschäft, hier verzeichneten die Hamburger ein Plus von 14 Prozent auf 310,8 Millionen Euro. 

Für 2018 verspricht sich das Unternehmen durch im vergangenen Jahr eingeführte neue Modelle Rückenwind für den Auftragseingang. Der Konzernjahresüberschuss erreichte lediglich 0,3 Millionen Euro - im Vergleich zu gut 95 Millionen Euro im Vorjahr.

Hier einige wichtige (vorläufige) Bilanzzahlen im Überblick: 

Kennzahl2017 in Euro2016 in EuroAusblick 2018 in Euro
Umsatz3,08 Milliarden3,39 Milliarden2,4 bis 2,6 Milliarden
EBIT43,3 Millionen168,6
Service-Umsatz310,8 Millionen271,6 Millionen
Konzernergebnis0,3 Millionen95,4 Millionen
Auftragseingang (Projekte)2,2 Milliarden3,3 Milliarden
Ergebnis je Aktie0,0 1,03

Das Programm zur Kostensenkung sei bei Nordex "erfolgreich abgeschlossen" worden, hieß es. Insgesamt konnte das Unternehmen  2017 45 Millionen Euro sparen, 2018 sollen weitere 24 Millionen an Personal- und 21 Millionen an operativen Kosten gespart werden. 

"Die in diesem Zuge angefallenen Einmalaufwendungen in Höhe von 41,4 Millionen Euro wurden bereits 2017 verbucht", hieß es im Geschäftsbericht.

Aktie fällt erst - zieht dann wieder an

Die Nordex-Aktie verlor gestern erst deutlich an Wert und rutschte unter die 8-Euro-Marke. Dann zog der Kurs wieder an. Im Tradegate kostet das Papier aktuell 8,4 Euro (Stand: 27.3., 9:18 Uhr).

Wer vor einem Jahr 1.000 Euro in Nordex investierte, hat damit ein Kursminus von 386 Euro verbucht.  

Nordex SE bleibt vorerst noch eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Mittelklasse-Aktien.

Nordex SE: ISIN DE000A0D6554 / WKN A0D65

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