Eitel Sonnenschein herrscht beim Solarprojekt Finowfurt bis heute nicht. / Foto: Pixabay

14.05.19 Erneuerbare Energie , Anleihen / AIF , Wachhund

Solarprojekt Finowfurt: Großteil der Anlagen weiterverkauft

Baumängel, Gerichtsverfahren, Kontopfändungen, Zwangsgelder – es gab in den letzten Jahren viel Ärger um ein Solarprojekt im brandenburgischen Finowfurt. Mittlerweile sind die meisten Anlagen weiterverkauft worden, es läuft aber immer noch ein Verfahren gegen den für die Errichtung zuständigen Generalunternehmer Rainer Firnys.

2014 sollten auf einem Milchviehbetrieb in Finowfurt Solardachanlagen mit 58 Wechselrichtern ihren Betrieb aufnehmen. 29 private Anleger hatten die Solaranlagen über Direktinvestments erworben. Die Anlagen wurden aber erst im April 2016 fertiggestellt und von einem Teil der Käufer nicht abgenommen, weil Anzeichen für schwere Baumängel vorlagen.

ECOreporter hatte zuletzt Ende 2017 über den Stand der Dinge bei dem Solarprojekt berichtet (den Artikel finden Sie hier). Damals wurde ein TÜV-Gutachten durchgeführt, das gravierende technische Mängel feststellte, unter anderem eine fehlerhafte Montage der Unterkonstruktion, fehlende Modulklemmen, unsachgemäß verlegte Kabel, Korrosionsschäden an Steckverbindern und unzureichenden Blitzschutz.

Trotz eines entsprechenden Urteils des Landgerichts Passau aus dem September 2018, das ECOreporter vorliegt, sind die Solaranlagen bis heute nicht vollständig saniert worden. Während der Anleger Kai Schröder nach wie vor mit juristischen Mitteln gegen Rainer Firnys vorgeht, haben die meisten anderen Anleger ihre Anlagen mittlerweile an den Solarunternehmer Mario Matt aus Neu Ulm verkauft – laut Schröder mit hohen Verlusten. Matt will die Anlagen bis Ende des Jahres sanieren und weiterveräußern.

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