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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie, Wachhund
SolarWorld-Gründer kauft Markenrechte von Meyer Burger zurück
Die deutsche Insolvenzverwaltung des Schweizer Solarunternehmens Meyer Burger kann sich über frisches Geld freuen. Frank Asbeck, Gründer und früherer Vorstandsvorsitzender der ebenfalls pleite gegangenen SolarWorld, hat die SolarWorld-Markenrechte von Meyer Burger zurückgekauft.
SolarWorld, einst Deutschlands größter Solarmodulhersteller, hatte 2018 endgültig Insolvenz anmelden müssen. Die Markenrechte hatte Meyer Burger mit der Übernahme der Produktionsstätte im sächsischen Freiberg im Jahr 2021 erworben.
Meyer Burger steht vor dem Aus
"Mit dem Verkauf fließt ein nennenswerter Betrag in die Insolvenzmasse des Unternehmens", erklärte Lucas Flöther, Insolvenzverwalter der Meyer Burger (Germany) GmbH – eine der beiden deutschen Tochtergesellschaften des Schweizer Mutterkonzerns. Über die Höhe des Kaufpreises wurde laut Mitteilung Stillschweigen vereinbart. Das Geld soll bereits geflossen sein.
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Meyer Burger hatte nach Jahren der Probleme, dem Scheitern eines Geschäftsumbaus und dem vergeblichen Versuch, mit einer US-Produktion die Wende zu schaffen, in diesem Jahr für die meisten seiner Gesellschaften Insolvenz beantragt und den Betrieb eingestellt (ECOreporter berichtete zuletzt hier). Die Investorengespräche für die beiden deutschen Meyer Burger-Gesellschaften (Meyer Burger (Germany) GmbH und Meyer Burger (Industries) GmbH dauern noch an. Allerdings ist unklar, wie konkret die Verhandlungen sind.
Mittlerweile steht auch die Schweizer Muttergesellschaft vor dem Aus – die Suche nach einem möglichen Investor war ergebnislos geblieben. Die Aktie ist bereits seit Juni vom Handel ausgesetzt. Mittlerweile hat die Schweizer Börse Six verkündet, sie ganz aus dem Handel zu nehmen. Meyer Burger hat erklärt, diese Entscheidung zu akzeptieren.
Die Insolvenz von SolarWorld läuft noch; das Verfahren wird nach Aussagen der Verantwortlichen wohl nicht vor Ende 2026 abgeschlossen werden. Noch immer muss besichertes Vermögen der SolarWorld AG veräußert werden. Aus zwei Anleihen bestehen noch Forderungen von mehr als 323 Millionen Euro. Die SolarWorld-Aktie kann weiterhin gehandelt werden, ist aber ein reines Spekulationsobjekt. ECOreporter rät vom Einstieg ab.