02.07.20 Meldungen , Anleihen / AIF , Interview

Sonnige Renditeaussichten für Solarparks - Interview mit ÖKORENTA

ÖKORENTA aus Aurich bietet den Wind- und Solarfonds „ÖKORENTA Erneuerbare Energien 11“ an. Der Publikums-AIF will vor allem in Deutschland investieren, aber auch in attraktive Grünstromprojekte im Ausland. Über das neue Angebot sprach ECOreporter mit ÖKORENTA-Geschäftsführer Jörg Busboom.
 


ECOreporter: Herr Busboom, die Bundesregierung hat Beschlüsse zur deutschen Wind- und Solarenergie auf den Weg gebracht. Kommt damit wieder Schwung in die Energiewende?

Jörg Busboom, ÖKORENTA: Davon gehen wir aus! Die Bundesregierung möchte zum einen ihre Klimaziele erreichen, und zum anderen wird der Energiebedarf steigen. Atomstrom oder Energie aus Kohle sind keine Optionen. Die gefassten und geplanten Beschlüsse werden unserer Meinung nach Genehmigungsverfahren endlich wieder beschleunigen.

ÖKORENTA bietet jetzt ein neues Anlageprodukt an. Steht es in einer Reihe mit den vorherigen Produkten?

Unsere Portfoliofonds gibt es seit etwa 15 Jahren in dieser Form: Anleger können sich an einem Portfolio beteiligen, das schwerpunktmäßig in 20 bis 30 Wind- und Solarparks investiert. Die meisten sind bereits in Betrieb.

Warum diese breite Streuung?

Damit können wir auch Phasen mit ungünstigen Witterungen oder sogar Ausfälle einzelner Parks ausgleichen. Dass sich das Konzept bewährt, dokumentieren wir jährlich in unseren Performance-Berichten. Inzwischen haben wir hier fast 9.000 Anleger, über 200 Millionen Euro Anlegerkapital, und wir haben über 70 Millionen Euro Auszahlungen an Anleger geleistet.

Warum investieren Sie auch in Solarenergie – begonnen haben Sie mit der Windkraft – und zudem im Ausland?

Es geht uns wie gesagt in diesem Fondskonzept um Diversifizierung. Seit 2019 haben wir daher den Solarmarkt stärker in den Fokus genommen, damit wir auch bei der Energieart breiter streuen können. Es zeigt sich heute bei der Solarenergie, dass es im Ausland sehr attraktive Investitionsmöglichkeiten gibt. Konkret haben wir bisher in attraktive Standorte in Frankreich, den USA und Japan investiert. Voraussetzung für unsere Engagements im Ausland ist, dass es sich um Länder mit einer stabilen politischen Lage sowie Währung handelt. Die beteiligten Partner müssen Profis für das jeweilige Land sein. Das heißt, wir setzen voraus, dass sie vor Ort bestens vernetzt sind und die Rechtslage genauestens kennen.

In Deutschland haben wir den Vorteil des Energieeinspeisegesetzes.

Selbstverständlich legen wir auch bei Auslandsinvestitionen großen Wert auf klare Regelungen zur Einspeisung des erzeugten Stroms! Wenn diese und weitere Voraussetzungen erfüllt sind, sehen wir in unseren Auslandsinvestitionen einen Zuwachs an Chancen und Potenzialen.

Konkret investieren Sie auch in eine Solarbeteiligung in Japan. Warum?

Am Standort der Solaranlage gibt es überdurchschnittlich viel Sonneneinstrahlung – das ist schon einmal wichtig. Zudem bietet Japan eine gesetzlich garantierte Einspeisevergütung über 20 Jahre, die der Regelung hier in Deutschland weitgehend entspricht. Besonders attraktiv ist aber die Höhe der Vergütung …

… die konkret wo liegt?

Bei umgerechnet 20 Cent pro Kilowattstunde und damit rund doppelt so hoch wie in Deutschland.

Gibt es ähnliche Argumente für Solar-Investments in den USA?

Bei den US-Solarinvestments haben wir beispielsweise eine Sonneneinstrahlung am konkreten Standort, die deutlich, nämlich bis zu 70 Prozent, über dem deutschen Durchschnittswert liegt. Zudem werden in den USA langfristige Stromlieferverträge zwischen dem jeweiligen Stromerzeuger und den Stromabnehmern geschlossen. Sie sichern die kontinuierlichen Erträge aus den Stromverkäufen.

Herr Busboom, danke für das Gespräch!

Zur Person:

Jörg Busboom, Politikwissenschaftler und Ökonom, ist seit 2015 als Geschäftsführer in der ÖKORENTA tätig. Seit Mai 2019 leitet er als Geschäftsführer gemeinsam mit Tjark Goldenstein die gesamte ÖKORENTA Gruppe.

 

Hier können Sie das Interview als PDF herunterladen.

 

 

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