Firmensitz der Steyler Ethik Bank in St. Augustin: Das christliche Bankhaus finanziert mit seinen Überschüssen Hilfsprojekte in aller Welt. / Foto: Steyler Ethik Bank

19.10.18 Finanzdienstleister

Steyler Ethik Bank legt Geschäftsbericht 2017 vor

Die Steyler Ethik Bank hat im Geschäftsjahr 2017 rund 2,3 Millionen Euro für internationale Hilfsprojekte erwirtschaftet und damit das Vorjahresergebnis deutlich übertroffen. Die Summe setzt sich aus Spenden, Nachlässen und Stiftungserträgen zusammen.

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"Wir konnten 2017 wieder sehr viel für arme Menschen bewegen“, freut sich Bankgeschäftsführer Jürgen Knieps. "In unserem Kerngeschäft befinden wir uns dagegen weiter in einem Transformationsprozess.“

Angesichts des anhaltenden Zinstiefs ging der Zinsüberschuss der Bank aus St. Augustin, die dem katholischen Steyler Missionsorden gehört, um 500.000 Euro zurück. Dagegen konnte das Netto-Provisionsergebnis um 300.000 Euro erhöht werden. Das verwaltete Kundenvermögen lag mit 479,6 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres (Stichtag 31.12.2017).

Das Jahresergebnis nach Steuern aus dem Kerngeschäft der nachhaltigen Bank wies einen Ertrag von 36.000 Euro aus. "Wir rechnen damit, dass sich an dem schwierigen Umfeld für Banken kurzfristig nichts ändern wird. Daher setzen wir weiter auf eine kontinuierliche Ausweitung des Provisionsgeschäftes und die Reduktion von Kosten“, erklärt Knieps. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir mit den eingeleiteten Maßnahmen schon in naher Zukunft deutlich positivere Ergebnisse erzielen.“

Veränderungen im Österreich-Geschäft

2017 nahm die Steyler Ethik Bank einige strategische Veränderungen vor, um das Institut durch die Niedrigzinsphase zu steuern. So werden die österreichischen Kunden der Bank künftig im Rahmen des freien Dienstleistungsverkehrs betreut.

"Durch den Verzicht auf eine offizielle Niederlassung in unserem Nachbarland sparen wir jährlich sechsstellige Summen“, so Knieps. "Und auch die Kunden selbst profitieren von der Umstellung. Denn zugleich haben wir unser Dienstleistungsangebot ausgeweitet. Erstmals bieten wir in Österreich nachhaltige Wertpapierdienstleistungen, Girokonten und sogar Stiftungen an.“ In der Bilanz werden sich die erzielten Kostenreduktionen erstmals im Geschäftsjahr 2018 bemerkbar machen.

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