Mit dem Nachrangdarlehen te Solar Sprint IV konnten Anleger in Solardachanlagen investieren. / Foto: Pixabay

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te Solar Sprint IV: Neue Investoren für insolvente RexXSPI GmbH?

Im Insolvenzverfahren über das Vermögen der RexXSPI GmbH (vormals MEP Solar Miet & Service III) sind offenbar erste Zwischenziele erreicht worden.

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Wie der zuständige Insolvenzverwalter mitteilt, sollen die meisten der betroffenen Solaranlagenmietverträge fortgeführt werden können. Außerdem gebe es Interessenten für eine Übernahme von RexXSPI.

RexXSPI hatte in zahlreiche Solaranlagen auf Privathäusern investiert – unter anderem mit Kapital aus Nachrangdarlehen von Privatanlegern, das die te Solar Sprint IV GmbH & Co. KG dem Unternehmen zur Verfügung gestellt hatte. Anfang Februar 2020 hatte RexXSPI in München Insolvenz angemeldet.

Der Münchener Insolvenzverwalter Max Liebig kündigt an, in den nächsten Tagen 4.500 Mieter von Solaranlagen der RexXSPI GmbH postalisch über den Stand des Insolvenzverfahrens zu informieren.

In einer Pressemeldung teilt Liebig mit: Es "konnten die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die überwiegende Zahl der Mietverträge nahtlos fortgeführt werden kann. Künftig soll dazu ein neuer Dienstleister die Verwaltung der Mietverträge und die Koordinierung der Serviceleistungen für die von RexXSPI an ihre Kunden vermieteten Dachsolaranlagen übernehmen. Auch für eine Übernahme des Mietportfolios und eine dauerhafte Fortführung des Geschäftsbetriebs gibt es erste Interessenten.

(...) Für die meisten Mieter werden sich trotz der Insolvenz keine nennenswerten Veränderungen ergeben. Dies gilt jedenfalls für alle Mieter, deren Anlage funktionsfähig am Netz ist und die bereits in der Vergangenheit ein störungsfreies Vertragsverhältnis hatten. (...) Die Mieter, deren Anlage nicht funktioniert oder bei denen sich in der Vergangenheit Störungen ergeben haben, werden gesondert vom Insolvenzverwalter angeschrieben. In diesen Fällen muss noch anhand eines auszufüllenden Fragebogens geprüft werden, wie weiter verfahren werden kann.

(...) Mit der Fortsetzung der überwiegenden Zahl der Mietverträge und der weiteren Betreuung der Mieter wurde das Mietportfolio weitgehend stabilisiert. In den nächsten Wochen wird es darum gehen, auch für die übrigen Mietverträge eine Lösung zu finden. Parallel dazu wird an einer dauerhaften Lösung gearbeitet, etwa durch die Übernahme des Geschäfts durch einen neuen Investor. Aktuell haben neben dem bisherigen Finanzierer bereits mehrere potenzielle Investoren Interesse an einer raschen und dauerhaften Lösung für das Portfolio gezeigt.“

ECOreporter hatte die Vermögensanlage te Solar Sprint IV hier im Rahmen eines ECOanlagechecks analysiert. In dem Bericht wurde auf die Risiken des Nachrangdarlehens hingewiesen.

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