01.04.20 ECOanlagecheck , Windenergie-Investments , Solarenergie-Investments

Unabhängige Analyse: Die Beteiligung CAV Sonne und Wind IV Deutschland im ECOanlagecheck – neue Emission „Kapitalerhöhung 2020“

Die CAV Sonne und Wind IV GmbH & Co KG hat bereits zahlreiche Solar- und Windparkbeteiligungen erworben. Die meisten Anlagen sind in Deutschland und in der Regel schon mehrere Jahre in Betrieb. Für den weiteren Ausbau ihres Portfolios hat die Emittentin eine Kapitalerhöhung beschlossen, die Anleger ab 50.000 Euro zeichnen können. Der ECOanlagecheck analysiert das Beteiligungsangebot.

Die CAV Sonne und Wind IV GmbH & Co KG hat sich bisher an zwölf Solar- und vier Windpark-Gesellschaften beteiligt (Stand: 27. März 2020). Die Windbeteiligungen sind auf insgesamt acht Standorte in sieben Bundesländern über Deutschland verteilt. Unter den zwölf Solarbeteiligungen befinden sich nach CAV-Angaben mehrere Dachfonds. Daher verteilen sich die Photovoltaikanlagen auf insgesamt 66 Standorte in Deutschland und vier Standorte in Spanien. In Deutschland befinden sich die Solaranlagen in allen Bundesländer ausgenommen der drei Stadtstaaten.

Die Emittentin investiert mittelbar über ihre Tochtergesellschaft CAV S+W 2. Betriebs GmbH & Co KG (Zielgesellschaft der Emittentin) in die jeweiligen Projektgesellschaften. Das Eigenkapital, das Anleger bis Februar 2020 gezeichnet und einzahlt haben, ist nahezu vollständig investiert. Mit dem einzuwerbenden Kapital aus der neuen Emission „Kapitalerhöhung 2020“ plant die Geschäftsführung der Emittentin, ihr Portfolio aus Solar- und Windenergieanlagen weiter auszubauen und zu diversifizieren. Insbesondere ist nach CAV-Angaben derzeit geplant, mehr in Windparks im Inland und in Solarparks im Ausland – mit Frankreich und Spanien als Schwerpunkt – zu investieren.

Initiatorin und Leistungsbilanz

Die gemeinsamen Initiatoren des Angebotes sind die MehrWert GmbH für Finanzberatung und Vermittlung aus Bamberg und die CAV Partners AG. Anbieterin und Emittentin ist die im März 2018 gegründete CAV Sonne und Wind IV GmbH & Co. KG aus Zeitlarn bei Regensburg. Als Komplementärin und Geschäftsführerin der Emittentin fungiert die CAV Verwaltungs GmbH. Ihre alleinige Gesellschafterin ist die CAV Partners AG mit Sitz in Regensburg, beide in 2017 gegründet.

Ende März 2020 hat die CAV Partners Gruppe ihre erste Leitungsbilanz erstellt und veröffentlicht. Demnach hat sie mittlerweile acht Beteiligungsangebote und eine Serie von acht Nachrangdarlehen platziert. Die Zinszahlungen an die Nachrangdarlehensgeber erfolgten laut Leistungsbilanz bisher pünktlich und plangemäß. Bei fünf der acht Beteiligungsangebote standen plangemäß bereits erste Ausschüttungen an die Anleger an, die jeweils in der prognostizierten Höhe erfolgten. Bei allen 16 Angeboten investierten die Emittentinnen in mehrere Wind- und/oder Solarbeteiligungen. Die CAV Partners Gruppe verwaltet inzwischen ein Anlegervermögen von 23 Millionen Euro (Stand: März 2020).

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Vorstände der CAV Partners AG (v.l.): Thomas Hartauer und Andreas Roth

Die Geschäftsführer bzw. Vorstände der drei CAV-Unternehmen sind jeweils Thomas Hartauer und Andreas Roth. Sie halten zudem je 50 Prozent der Gesellschaftsanteile der CAV Partners AG. Thomas Hartauer (Jahrgang 1976) ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der gelernte Bankkaufmann und studierte Bankbetriebswirt ist seit 22 Jahren im Bereich Kapitalmarkt tätig. Von 2008 bis Dezember 2016 war er Vorstand und Geschäftsführer der Lacuna-Unternehmensgruppe und hat dort den Bereich Erneuerbare Energien aufgebaut. In dieser Zeit wurden laut Memorandum für circa 300 Millionen Euro Investitionsvolumen Projekte im Bereich Wind und Solar entwickelt, gebaut und betrieben sowie bei privaten und institutionellen Kapitalanlegern platziert.

Andreas Roth (Jahrgang 1970) ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der ausgebildete Finanzwirt ist seit 25 Jahren als Berater im Kapitalmarktbereich Erneuerbare Energien tätig. Er legte in der Vergangenheit auch bereits selbst mehrere Produkte (Privatplatzierungen, Genussrechte) im Bereich der Erneuerbaren Energien und des Zweitmarktes auf. Zudem ist er Gründer und Vorstand einer Energiegenossenschaft sowie Beiratsmitglied bei zahlreichen Wind- und Solarparkgesellschaften. Er verfügt den Angaben nach über umfassende Erfahrungen bei der Bewertung von Wind- und Solarparkanteilen. Zum Team der CAV Partners-Gruppe gehören neben den beiden Vorständen zwei Portfoliomanager/innen, ein technischer Berater und zwei Assistentinnen.

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Gottfried Baer, Geschäftsführer der MehrWert GmbH

Gründungs- und Treuhandkommanditistin der Emittentin ist die MehrWert GmbH für Finanzberatung und Vermittlung aus Bamberg. Dem 2010 vom Geschäftsführer Gottfried Baer (Jahrgang 1967) gegründeten Unternehmen sind bundesweit mehr als 20 Berater/innen angeschlossen. Das Beratungshaus ist seit Gründung ausschließlich auf den Bereich nachhaltige und grüne Anlage- und Altersvorsorgestrategien ausgerichtet.

Eigenkapitalhöhe und Platzierungsgarantie

Gesamtfinanzierungsvolumen: 3,443 Millionen Euro
Eigenkapitalvolumen: 3,375 Millionen Euro (98,0 Prozent)
Platzierungsgarantie: Nein
Agio: 0,0675 Millionen Euro (2,0 Prozent)

Bis Januar 2020 wurde ein Eigenkapitalvolumen von 1,375 Millionen Euro platziert. Die Gesellschafterversammlung der Emittentin hat am 5. Februar 2020 beschlossen, das Kommanditkapital bis Ende Oktober 2020 um bis zu weitere 2,0 Millionen Euro auf bis zu 3,375 Millionen Euro zu erhöhen. Bei dem Beteiligungsangebot CAV Sonne und Wind IV – Kapitalerhöhung 2020 – handelt es sich um ein Private Placement (Privatplatzierung), das maximal 20 Anleger zeichnen können. Für das erste Angebot hatte die Emittentin ein 70-seitiges Memorandum erstellt, das für die aktuelle Emission um 24 Seiten ergänzt wurde. Eine Platzierungsgarantie für die aktuelle Emission ist nicht erforderlich, da die Emittentin bereits über das Eigenkapital verfügt, das für einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb erforderlich ist. Zudem sind die fixen Emissions-Nebenkosten der Kapitalerhöhung 2020 sehr gering.

Nach Abschluss der Eigenkapital-Platzierungsphase kann die Emittentin Fremdkapital aufnehmen. Darüber entscheidet auf Beschlussvorschlag der Geschäftsführung die Gesellschafterversammlung mit einfacher Mehrheit. In der Regel bestehen Fremdfinanzierungen auf Ebene der Solar- und Windenergie-Projektgesellschaften.

Nebenkosten
(in Prozent des Eigenkapitalvolumens ohne Agio)

Agio: 2,0 Prozent
Eigenkapitalvermittlung (ohne Agio): 3,0 Prozent
Konzeption, Emissionsunterlagen und Marketing: 0,75 Prozent
Gesamtweichkosten: 5,75 Prozent

Das Agio beträgt bis zu 2 Prozent. Die Komplementärin erhält für Prüfung, Aufbau und Verwaltung des Projektportfolios eine Vergütung von 4 Prozent des Kaufpreises zzgl. eventuell anfallender Umsatzsteuer. Zudem kalkuliert die Emittentin mit weiteren Anschaffungsnebenkosten von 4,5 Prozent, insbesondere für an Makler zu zahlende Projekt-Vermittlungsprovisionen. Diese werden laut Memorandum voraussichtlich nicht bei allen Transaktionen anfallen, so dass die Ankaufskosten insgesamt voraussichtlich unter dem einkalkulierten Wert liegen werden. Nach Angaben der Emittentin waren die Anschaffungsnebenkosten beim Bestandsportfolio mit rund 3 Prozent geringer als kalkuliert (4,5 Prozent).

Laufende Kosten

Geschäftsführung (pro Jahr): 0,9 Prozent des Kommanditkapitals (18.000 Euro bei Vollplatzierung)
Treuhänderin (pro Jahr): 0,3 Prozent des Kommanditkapitals (6.000 Euro bei Vollplatzierung)

Die laufenden Kosten auf Ebene der Emittentin und ihrer Tochtergesellschaft sind vergleichsweise gering. Bei den Projektgesellschaften entstehen in der Regel laufende Kosten unter anderem für Wartung und Instandhaltung, kaufmännische und technische Betriebsführung und Pacht und Versicherungen.

Laufzeit und Auszahlungen

Laufzeit: bis 31. Dezember 2024
Gesamtauszahlung (Prognose): 118,9 bzw. 119,8 Prozent (inkl. 100 Prozent Kapitalrückzahlung)
Schlussauszahlung 2024 (Prognose): 104,5 Prozent
Renditeprognose vor Steuern pro Jahr (IRR):  bis ca. 4,7 Prozent
Einkunftsart: Einkünfte aus Gewerbebetrieb

Die Gesellschafterversammlung kann die Laufzeit mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen über Ende 2024 hinaus verlängern. Eine Auflösung der Emittentin vor Ende 2024 erfordert einen Gesellschafterbeschluss mit einer Dreiviertelmehrheit sowie die Zustimmung der Komplementärin.

Einem Anleger, der bis Ende Juni 2020 seine Kommanditeinlage einzahlt, steht für das Geschäftsjahr 2019/2020 eine Auszahlung zu, die 40 Prozent der eines Alt-Gesellschafters beträgt. Bei einer Einzahlung zwischen Anfang Juli und Ende Oktober 2020 erhält der neue Gesellschafter für das Geschäftsjahr 2019/2020 20 Prozent der Auszahlungen eines Alt-Gesellschafters.

Der im Memorandum dargestellte prognostizierte Auszahlungsverlauf sieht für den Zeitraum 2020 bis 2023 jährliche Auszahlungen von 4,5 Prozent des Kommanditkapitals an die Anleger vor. Die Treuhänderin und die Komplementärin erhalten eine Erfolgsvergütung für ein abgelaufenes Jahr, wenn die Auszahlung an die Anleger in dem Jahr über 4,0 Prozent liegt. Die Erfolgsvergütung beträgt für die Komplementärin 15 Prozent und für die Treuhänderin 5 Prozent des Betrags, der die Auszahlung an die Anleger von 4 Prozent übersteigt. Bei der geplanten Auszahlung (inkl. 100 Prozent Kapitalrückzahlung) im letzten Geschäftsjahr besteht laut Memorandum der Anspruch auf die Erfolgsvergütung, wenn die Auszahlung an die Anleger über 104 Prozent liegt.

Investitionen

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Die Emittentin investiert mittelbar über ihre Tochtergesellschaft in Projektgesellschaften, die Wind- und Solarenergieanlagen betreiben. Das Bestandsportfolio der Tochtergesellschaft setzt sich aus Beteiligungen an zwölf Solar- und vier Windpark-Gesellschaften zusammen (Stand: 27. März 2020). Gemessen am Investitionsvolumen für das Bestandsportfolio von zusammen 1,23 Millionen Euro verteilen sich die Investitionen zu ca. 80 Prozent auf Solarparks und ca. 20 Prozent auf Windparks.

Die Windparks mit zusammen 37 Anlagen befinden sich an acht Standorten in Deutschland, verteilt auf sieben Bundesländer. Dabei kommen vier verschiedene Windkraftanlagenhersteller (hauptsächlich Nordex und Micon/Vestas) mit insgesamt sieben unterschiedlichen Anlagentypen zum Einsatz. Die Beteiligungen stammen nach Angaben der Emittentin von verschiedenen Emissionshäusern und haben an den unterschiedlichen Standorten auch jeweils andere Betriebsführer, so dass auch hier das Risiko gestreut ist. Die neueren Windenergieanlagen des Bestandsportfolios gingen zwischen 2015 und 2018 in Betrieb. Die älteren Windparks des Portfolios nahmen 2002 und 2003 die Stromproduktion auf.

Nach CAV-Angaben ist derzeit bei zwei der älteren Windparks ein Repowering geplant. Bei allen Windparkstandorten liegen laut Anlegerbroschüre langfristige Pachtverträge vor, so dass die Anlagen über die EEG-Laufzeit von 20 Jahren hinaus weiterbetrieben werden könnten. Voraussetzung hierfür ist jeweils, dass ein Weiterbetrieb oder ein Repowering wirtschaftlich sind und eine Genehmigung dafür erteilt wird. Bei genehmigten Repowering-Projekten berücksichtigt CAV nach eigenen Angaben eine verlängerte Laufzeit und damit verbundene Mehrerlöse bei der Ermittlung des Angebotspreises. Bei allen anderen Angeboten berücksichtigt sie laut Memorandum bei der Kalkulation keine möglichen Erlöse aus einem eventuellen Weiterbetrieb der Anlagen nach Ende des jeweiligen EEG-Vergütungszeitraums.

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Die Photovoltaikanlagen aus dem Bestandsportfolio der Emittentin verteilen sich auf insgesamt 66 Standorte in Deutschland und vier Standorte in Spanien. Initiiert wurden die Solarfonds von acht verschiedenen Emissionshäusern. Die Solaranlagen gingen zwischen 2006 und 2013 in Betrieb. Laut Anlegerbroschüre ist aufgrund vielerorts langfristig abgeschlossener Nutzungsverträge ein Weiterbetrieb der Solaranlagen über die EEG-Laufzeit von 20 Jahren hinaus denkbar. Bei den Solarparks von fünf der zwölf Solar-Gesellschaften kommen Dünnschichtmodule von First Solar zum Einsatz, bei den anderen sieben kristalline Solarmodule verschiedener Hersteller.

Mit dem einzuwerbenden Kapital der neuen Anleger plant die Emittentin, sowohl neue Anteile an weiteren Wind- und Solarparks zu erwerben als auch bei Investments des Bestandsportfolios Anteile zuzukaufen. Insbesondere ist nach CAV-Angaben derzeit geplant, mehr in Windparks im Inland und in Solarparks im Ausland – mit Frankreich und Spanien als Schwerpunkt – zu investieren. Die Geschäftsführung verfolgt das Ziel, dass nach der (Investition der) Kapitalerhöhung keine Position einen Anteil von mehr als 15 Prozent im Portfolio hat. Derzeit gibt es den Angaben nach zwei Solar-Beteiligungen und eine Windpark-Beteiligung, die jeweils einen Anteil von um 15 Prozent am Gesamtportfolio haben.

Die Investitionskriterien sehen für die Projektgesellschaften ausschließlich Gesellschaften nach deutschem Recht vor. Die Vergütungen der Anlagen in Deutschland müssen zudem nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) geregelt sein. Gemessen am Investitionsvolumen der Emittentin müssen sich mindestens 75 Prozent der Wind- und Solarprojekte in Deutschland befinden. Maximal 25 Prozent des Investitionsvolumens kann die Tochtergesellschaft der Emittentin weltweit investieren. Investitionen in Projekte in Osteuropa sind laut Memorandum ausgeschlossen. Die Wind- und Solaranlagen sollen überwiegend eine langjährige Ertragshistorie aufweisen. In Einzelfällen kann die Emittentin mittelbar in Energieanlagen investiert, die noch in der Bauphase sind, aber über alle notwendigen Genehmigungen verfügen. Die angestrebte Portfoliozusammensetzung besteht gemäß den Investitionskriterien aus zirka 30 bis 50 Prozent Windenergie sowie zirka 50 bis 70 Prozent Solarenergie.

Im Durchschnitt liegt  auf dem Erst- und Zweitmarkt die Renditeerwartung bei Windenergieprojekten leicht über der von Solarprojekten, die in der Regel geringer Stromertragsschwankungen aufweisen.  Zudem liegt bei Auslandsprojekten die Renditeerwartung im Durchschnitt tendenziell über der von Inlandsprojekten. Grundsätzlich weist aber jedes Projekt spezifische Merkmale auf und bedarf daher einer eingehenden Einzel-Prüfung, welche die CAV Partners für die Emittentin übernimmt. Die CAV Partners erwirbt für ihre Beteiligungsgesellschaften in der Regel größere Anteile zu Kaufpreisen im sechsstelligen Eurobereich. In dieser Größenordnung ist die Konkurrenz durch private Ankäufer geringer.

Die Emittentin wird – mittelbar über ihre Tochtergesellschaft – in der Regel Minderheitsbeteiligungen an den Projektgesellschaften eingehen. Somit ist es möglich, dass in der Gesellschafterversammlung Entscheidungen gegen die Interessen der Emittentin getroffen werden, beispielsweise bei der Entscheidung für oder gegen ein Repowering. Das Eingehen von Minderheitsbeteiligungen ermöglicht es der Emittentin andererseits aber auch, das Kapital in zahlreiche Projekte zu investieren, um so eine breite Risikostreuung zu erreichen.

Ökologische Wirkung

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Die Emittentin investiert mittelbar in Wind- und Solarenergieanlagen. Solar- und Windenergieanlagen haben eine positive ökologische Wirkung: Die energetische Amortisationszeit von Windenergieanlagen liegt bei weniger als zehn Monaten, die von Solaranlagen bei weniger als zwei bis drei Jahren. In dieser Zeit erzeugen die Anlagen die Energiemenge, die bei Herstellung, Transport und Wartung der Anlagen verbraucht wird.

Es ist in Einzelfällen möglich, dass die Emittentin in Projektgesellschaften investiert, deren Wind- und Solarparks noch nicht errichtet sind. In diesen Fällen besteht eine direkte ökologische Wirkung.  Voraussichtlich wird die Emittentin aber in der Regel in Wind- und Solarparks investieren, die bereits mehrere Jahre in Betrieb sind. Teilweise ist bei Windparks ein Repowering erfolgt bzw. es besteht die Möglichkeit eines Repowerings. Das Repowering eines Windparks ist in der Regel unter ökologischen Gesichtspunkten positiv zu bewerten, da beim Ersetzen von alten Anlagen durch neue Windenergieanlagen der Stromertrag steigt und gleichzeitig zumeist die Anzahl der Anlagen sinkt.

Risiko

Die Emittentin investiert mittelbar über ihre Tochtergesellschaft in Solar- und Windenergieanlagen, die voraussichtlich in der Regel bereits mehrere Jahre lang Strom ins Netz einspeisen. Bei diesen Anlagen bestehen daher keine Fertigstellungsrisiken. Baurisiken können entstehen, falls die Emittentin in Einzelfällen in neu zu errichtende Anlagen investiert oder Bestandsanlagen, in die die Emittentin investiert ist, während der Laufzeit repowert werden. Gemäß den Investitionskriterien müssen bei den Energieanlagen, an denen sich die Emittentin beteiligt, alle notwendigen Genehmigungen vorliegen. Bis zu maximal 25 Prozent der Gesamtinvestitionen können in Solar- und Windenergieanlagen außerhalb Deutschlands erfolgen, so dass teilweise Auslands-und Währungsrisiken bestehen können. Die Anlagen des Bestandsportfolios der Emittentin sind alle bereits in Betrieb und befinden sich zu über 95 Prozent in Deutschland.

Bei der Investition in laufende Solar- und Windenergieanlagen liegen in der Regel fundierte, langjährige Stromertragsdaten für eine zuverlässige und marktgerechte Bewertung der jeweiligen Gesellschaftsanteile vor. Trotzdem besteht grundsätzlich das Risiko, dass die Tochtergesellschaft der Emittentin einen zu hohen Kaufpreis für die Anteile zahlt. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass zum Zeitpunkt der Kaufpreisfindung nicht alle relevanten Projektinformationen vorlagen.

Zudem ist es möglich, dass sich während der Laufzeit zeigt, dass die Energieanlagen – beispielsweise aufgrund eines geringen Windaufkommens – nicht die prognostizierten Stromerträge erzielen. Neben dem Stromertragsrisiko werden auf Ebene der Projektgesellschaften voraussichtlich weitere marktübliche Risiken bestehen, die mit dem Betrieb von Solar- und Windenergieanlagen verbunden sind. Ein Großteil der geplanten Auszahlungen an die Anleger soll durch den Verkauf der Beteiligungen am Ende der geplanten Laufzeit (2024) erwirtschaftet werden. Es besteht das Risiko, dass die Verkaufserlöse geringer ausfallen als prognostiziert.

Stärken                

  • Breit gestreutes Bestandsportfolio vorhanden
  • Anlagen bei Erwerb in der Regel bereits im Betrieb
  • Erfahrene Geschäftsführer
  • Günstige Kostenstruktur der Emittentin
  • Aussagekräftige Investitionskriterien

Chancen

  • Verkaufserlös für die Projekte höher als prognostiziert
  • Höhere Stromerträge als kalkuliert
  • Geringere Anschaffungsnebenkosten

Schwächen

  • Investitionen stehen teilweise noch nicht fest
  • Teilweise Bauherrenrisiken möglich

Risiken

  • Geringere Stromerträge als erwartet
  • Verkaufserlös für die Projekte geringer als kalkuliert

 

Fazit:

Finanziell

Die Emittentin erwirbt mittelbar Anteile an Gesellschaften, die Solar- und Windenergieanlagen betreiben. Beim Ankauf von Anteilen an bestehenden Energieanlagen  auf dem Zweitmarkt liegen in der Regel langjährige Erfahrungswerte für die Anlagen vor. Damit sind die zukünftigen Stromerträge zuverlässiger zu prognostizieren. Die aktuelle, positive Leistungsbilanz von CAV Partners zeigt, dass die Unternehmensgruppe mit ihrer erfahrenen Geschäftsführung einen guten Marktzugang hat.  Daher verfügt die Emittentin bereits zum Platzierungsstart der Kapitalerhöhung über ein breit diversifiziertes Portfolio an Solar- und Windparkbeteiligungen. Diese Projekte ohne Entwicklungs- und Baurisiken werden von Investoren stark nachgefragt, wodurch die Kaufpreise in den letzten Jahren gestiegen und damit die Renditen gesunken sind. Die CAV Partners hat sich aber im Markt gut positioniert, so dass sie der Emittentin Projekte liefern kann, die es der Emittentin – auch aufgrund ihrer günstigen Kostenstruktur – ermöglichen, den Anlegern eine vergleichsweise hohe Renditeerwartung zu bieten.

Nachhaltigkeit

Solar- und Windenergieanlagen erzeugen Strom nachhaltig. Eine zusätzliche positive ökologische Wirkung ergibt sich bei möglichen Investitionen in Repowering-Projekte.

ECOreporter-Empfehlung

Die Emittentin verfügt über ein breit gestreutes Portfolio an Solar- und Windpark-Beteiligungen. Sie hat damit bereits vor dem Platzierungsstart der Kapitalerhöhung 2020 ihr Investitionskonzept erfolgreich umgesetzt, so dass Risiken für die neuen Anleger gemindert sind. Daher ist das Renditeerwartungs-Risiko-Verhältnis des Angebotes attraktiv.

Basisdaten

Emittentin und Anbieterin:
CAV Sonne und Wind IV GmbH & Co. KG , Zeitlarn bei Regensburg

Komplementärin und Geschäftsführerin:
CAV Verwaltungs GmbH, Zeitlarn bei Regensburg

Treuhänderin:
MehrWert GmbH für Finanzberatung und Vermittlung, Bamberg

Beteiligungsform:
Treugeber oder Direktkommanditist

Währung: Euro

Gesamtfinanzierungsvolumen:
3,44 Millionen Euro

Eigenkapitalvolumen (ohne Agio):
3,38 Millionen Euro

Mindestzeichnungssumme:
50.000 Euro

Agio: bis zu 2,0 Prozent

Laufzeit: bis 31. Dezember 2024

BaFin-Billigung: Nein

Leistungsbilanz: Ja

Haftsumme:
1 Prozent der Kommanditeinlage (Außenverhältnis),
100 Prozent der Kommanditeinlage (Innenverhältnis)

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