Ein von Unibail-Rodamco-Westfield vermietetes Shoppingcenter in Düsseldorf. / Foto: Unibail-Rodamco

  Aktientipps, Aktien-Favoriten, Dividendenkönige

Unibail-Rodamco-Westfield: Nachhaltige Immobilien

Unibail-Rodamco-Westfield SE aus Paris ist der größte börsennotierte Immobilienkonzern Europas und ein nachhaltiger Dividendenkönig.

Die Aktie von Unibail-Rodamco-Westfield ist in vielen Nachhaltigkeitsfonds enthalten. Der französische Konzern leistet hohe Ausschüttungen an seine Aktionäre. ECOreporter fasst zusammen, was Anlegerinnen und Anleger über diesen Dividendenkönig wissen sollten - und wieso er eine ECOreporter-Favoriten-Aktie ist.

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Unibail-Rodamco-Westfield SE entwickelt, bewirtschaftet, saniert und vermietet Gewerbeimmobilien. Der Konzern entstand 2007 aus der Fusion der beiden Unternehmen Unibail (Frankreich) und Rodamco Europe (Niederlande). Rodamco Europe brachte insbesondere viele Einkaufszentren in europäischen Großstädten in die Firmenehe ein.

2018 übernahm der Konzern den australischen Konkurrenten Westfield und stieg dadurch zu einem Weltmarktführer im Segment Gewerbeimmobilien auf. Das Unternehmen firmiert seitdem unter dem Namen Unibail-Rodamco-Westfield.

Unibail-Rodamco-Westfield investiert unter anderem in Bürogebäude und in Einkaufs-, Kongress- und Messezentren in ausgewählten europäischen Wirtschaftsregionen. Mit über 100 Einkaufszentren ist das Unternehmen insbesondere in Frankreich, Deutschland, Spanien, den Niederlanden und Schweden aktiv. Das flächenmäßig größte Shoppingcenter befindet sich in Paris. Wettbewerber sind beispielsweise Simon Property Group und HCP (beide Nordamerika) sowie die Deutsche EuroShop aus Hamburg.

Unibail-Rodamco-Westfield erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. 2018 waren es 2,1 Milliarden Euro. Der Nettogewinn des Unternehmens verbesserte sich um 9 Prozent auf 1,76 Milliarden Euro bzw. 12,37 Euro je Aktie. Anfang 2020 mussten zahlreiche Einkaufzentren des Konzerns wegen des Corona-Lockdowns ihre Pforten schließen. In der Folge sanken die Mieteinnahmen, und die Immobilien verloren an Wert. Für die ersten neun Monate 2020 wies Unibail-Rodamco-Westfield einen Nettoverlust von 5,45 Milliarden Euro aus. Als Teil eines Krisenplans schlug das Management im November eine Kapitalerhöhung um 3,5 Milliarden Euro durch Ausgabe neuer Aktien vor. Als die Hauptversammlung den Antrag ablehnte, traten mehrere Führungskräfte zurück, darunter auch CEO Christophe Cuvillier.

Dividende: Unibail-Rodamco-Westfield ist ein sogenannter REIT, die Abkürzung steht für Real Estate Investment Trust. REITs sind Kapitalgesellschaften, die im Immobiliensektor tätig sind. Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet, zwischen 80 und 90 Prozent des erwirtschafteten Gewinns in Form von Dividenden an die Aktionäre auszuschütten. In der Regel erhalten Anlegerinnen und Anleger somit eine hohe Ausschüttung, daher sind REITs für Dividendenjäger sehr attraktiv.

Die Dividendenrendite von Unibail-Rodamco-Westfield liegt seit 2009 bei 4,0 bis 7,6 Prozent. Die Ausschüttungsquote (Payout-Ratio) betrug seit 2009 durchschnittlich 85 Prozent des Konzerngewinns. Für das Geschäftsjahr 2019 hat der Konzern allerdings aufgrund der Corona-Pandemie seine Dividendenauszahlung halbiert, um liquide zu bleiben. Aktionäre erhielten nur noch eine Dividende in Höhe von 5,40 Euro je Aktie anstatt 10,80 Euro.

Nachhaltigkeit: Unibail-Rodamco-Westfield zählt laut der Nachhaltigkeits-Ratingagentur ISS ESG zu den Nachhaltigkeitsvorreitern der Immobilienbranche. Positiv bewerten die Analysten, dass viele Immobilien als sogenannte Green Buildings zertifiziert sind, also beispielsweise energieeffizienter sind als der Durchschnitt. Unibail-Rodamco-Westfield setzt jedoch nur wenige soziale Immobilienprojekte um. Als schwach bewertet ISS ESG die Nachhaltigkeitsleistung während der Bauarbeiten von Unibail-Rodamco-Westfield-Projekten.

K.O.-Kriterien: Keine

Unibail-Rodamco-Westfield N.V.: ISIN FR0013326246 / WKN A2JH5S

Stand: 12/2020

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