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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie, Aktien-Favoriten
Verbund startet neue Phase bei Wasserstoffprojekt H2Future
Der österreichische Energiekonzern Verbund und der österreichische Stahlhersteller Voestalpine starten eine neue Phase ihres Wasserstoff-Forschungsprojekts H2Future in Linz. Die Anlage kann nun grünen Wasserstoff nicht mehr nur herstellen, sondern auch aufbereiten, speichern und für den Transport bereitstellen.
Die seit 2019 betriebene Pilotanlage wurde in den vergangenen drei Jahren für 16,4 Millionen Euro erweitert. Davon stammten 4,5 Millionen Euro aus staatlicher Förderung, den Rest tragen Verbund und Voestalpine.
Voestalpine-Chef: Wasserstoffproduktion noch zu teuer
Hinzugekommen sind unter anderem fünf Wasserstofftanks sowie Anlagen zur Reinigung und Verdichtung des Energieträgers. Der erzeugte Wasserstoff kann dadurch zwischengespeichert und auch zu anderen Industrie- und Forschungsprojekten transportiert werden. Erste Tests der erweiterten Anlage laufen bereits, konkrete Forschungsergebnisse werden ab Ende 2026 erwartet. Die neue Projektphase soll bis Ende 2030 laufen.
Laut Verbund kann H2Future mit Strom aus erneuerbaren Energien pro Stunde rund 1.200 Kubikmeter Wasserstoff herstellen. Ab Ende 2027 soll die Anlage zudem eine weitere Versuchsanlage von Voestalpine über eine rund einen Kilometer lange Pipeline mit Wasserstoff versorgen. Dort wird erforscht, wie sich Wasserstoff für eine klimafreundlichere Stahlproduktion einsetzen lässt.
Für einen wirtschaftlichen Einsatz ist die Produktion von grünem Wasserstoff laut Voestalpine-Chef Herbert Eibensteiner allerdings noch zu teuer. Aktuell lägen die Kosten bei etwa 7 bis 9 Euro je Kilogramm, wie der Manager auf einem Pressetermin zu H2Future erklärte. Für eine wirtschaftlich attraktive Alternative zu Erdgas müsste der Preis laut Eibensteiner eher bei 2 bis 3 Euro liegen.
Eibensteiner erklärte, es werde mutmaßlich schwierig, die für eine Dekarbonisierung der Stahlproduktion nötige Menge Wasserstoff in Europa zu erzeugen. Verbund-Chef Michael Strugl ergänzte, dass wahrscheinlich Importe nötig sein würden.
In der Wasserstoffindustrie war – wie in vielen Branchen – zuletzt vor allem Künstliche Intelligenz ein Thema. Besonders die Hoffnung, dass Brennstoffzellen für die Stromversorgung von Rechenzentren genutzt werden können, trieb die Börsenkurse mehrerer Unternehmen. Gleichzeitig läuft der Hochlauf der Wasserstoffbranche deutlich langsamer als erhofft. Lesen Sie auch den umfangreichen ECOreporter-Überblick zu Wasserstoff-Aktien.
Verbund leidet unter niedrigen Wasserständen
Im Xetra-Handel war die Verbund-Aktie am Freitagnachmittag 1 Prozent im Minus zum Vortag und kostete 62,80 Euro (Stand: 2.10.2026, 14:39 Uhr). Auf Monatssicht legte die Aktie 4,6 Prozent zu, im Jahresvergleich ist sie 0,2 Prozent im Plus.
Im ersten Halbjahr 2026 litt Verbund unter außergewöhnlich niedrigen Wasserständen in Österreichs Flüssen – der Konzern erzeugt seinen Strom noch immer größtenteils aus Wasserkraft. Umsatz und Gewinn sanken. Um die Abhängigkeit von Wasserkraft zu senken, baut das Unternehmen seinen Bestand an Wind- und Solaranlagen derzeit deutlich aus.
Eine aktuelle Einschätzung der Verbund-Aktie finden Sie hier.
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Verbund AG: ISIN AT0000746409 / WKN 877738
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