Gerd Kommer hat für sein Buch "Souverän Investieren mit Indexfonds & ETFs" 2016 den deutschen Finanzbuchpreis erhalten. / Foto: Gerd Kommer

13.08.18 Fonds / ETF

Warum auch nachhaltige Investoren in ETFs investieren sollten - Gerd Kommer im Interview

Historische Finanzmarktdaten belegen: Aktives Anlegen zahlt sich nicht aus. Anleger können den Markt nach Kosten langfristig nicht schlagen. Passives Anlegen mit ETFs und Indexfonds erwirtschaftet bessere Renditen bei gleichzeitig geringerem Zeitaufwand. Ob das auch für nachhaltiges Anlegen gilt, klären wir mit Gerd Kommer. 

ETFs und Indexfonds gewinnen immer mehr an Popularität. Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie sind kostengünstiger als aktiv gemanagte Fonds, versprechen aber über längere Zeiträume unterm Strich bessere Renditen. Doch eignen sie sich auch für nachhaltige Anleger? Darüber sprechen wir mit Gerd Kommer, der mit "Souverän Investieren mit Indexfonds & ETFs" das meistverkaufte deutschsprachige Buch zum passiven Investieren verfasst hat.

ECOreporter: Sie sind ein Verfechter des passiven Investierens. Können Sie unseren Lesern kurz die wesentlichen Argumente darlegen, die für das passive Investieren mit ETFs sprechen?

Gerd Kommer: Passives Investieren macht derjenige, der erkannt hat, dass "aktives Investieren", egal in welcher seiner unzähligen Varianten, schlecht funktioniert und auf lange Sicht selten positive, dafür aber oft sehr negative Überraschungen produziert. Passives Investieren ist im Durchschnitt rentabler, wissenschaftlich viel besser fundiert und führt zu mehr Seelenfrieden.

Auch für nachhaltig orientierte Anleger gibt es ETFs. Prinzipiell dürften die Argumente, die Sie für das passive Investieren vorbringen, auch für nachhaltige Anleger gelten, oder?

Ja, alle grundsätzlichen Argumente, die für passiv investieren sprechen, sprechen auch für passiv nachhaltig investieren. Dennoch sehe ich nachhaltiges Investieren mit ETFs ein klein wenig kritisch.

Gegen passives Investieren wird in der nachhaltig orientierten Finanzszene oft das Argument vorgebracht, dass Aktien-ETFs keine aktive Ausübung der Aktionärs-Stimmrechte ermöglichen. Bei aktiv gemanagten Fonds könne hingegen das Fondsmanagement direkt auf die investierten Unternehmen einwirken und sie besser machen. Was halten Sie von diesem Argument?

Die weiteren wichtigen Informationen lesen Sie als ECOreporter-Premium-Leser/-in. Einloggen oder Premium-Leser/-in werden.

...

Verwandte Artikel

31.07.18
Vergleich: ETFs gegen grüne Aktienfonds
 >
29.06.18
Gender-ETF von Lyxor nun auch in gehedgter Variante
 >
14.06.18
Goldman Sachs: Neuer ETF mit "fairen" Unternehmen
 >
20.09.17
Nachhaltige ETFs sind undurchsichtige Konstrukte: Teil 1 der Serie
 >
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x