Green Bonds: Häufig eine Form ein Greenwashing? / Foto: Pixabay

16.09.20 Anleihen / AIF

Wie grün sind Green Bonds wirklich?

Mit grünen Anleihen, sogenannten Green Bonds, sollen nur Umweltschutzprojekte finanziert werden. Dem Klima helfen Green Bonds laut einem Bericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) allerdings kaum.

Nach Angaben der BIZ reduzieren Unternehmen, die grüne Anleihen auf den Markt bringen, nicht unbedingt ihren CO2-Ausstoß. Bei Emittenten von Green Bonds falle die mittlere Verbesserung der Kohlenstoffintensität – also des Verhältnisses von Kohlenstoffausstoß und Unternehmenseinnahmen – bislang nur minimal aus. Dies liege unter anderem daran, dass mit grünen Anleihen einzelne Projekte finanziert würden und nicht eine ökologischere Ausrichtung des Unternehmens als Ganzes.

"Insgesamt gibt es keine eindeutigen Beweise dafür, dass die Emission von Green Bonds im Laufe der Zeit mit einer Verringerung der Kohlenstoffintensität auf Unternehmensebene verbunden ist", heißt es in dem Bericht der BIZ. "Da grüne Labels eher für einzelne Projekte als für die Gesamtaktivitäten des Unternehmens gelten, könnten Projekte, die eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes versprechen, durch CO2-Erhöhungen desselben Unternehmens an anderer Stelle aufgewogen werden."

Sechs garantiert kerngrüne Unternehmensanleihen hat ECOreporter hier vorgestellt.

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