Der Windpark Hornberg umfasst vier Enercon-Anlagen vom Typ E-115. / Foto: WIWI

09.01.19 Anleihen / AIF , Crowd-Investment

wiwin: Anleiheangebot für Windpark in Rheinland-Pfalz

Seit Juni 2018 sind die vier Windenergieanlagen des Windparks Hornberg in Betrieb. Zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit der Windparkgesellschaft hat die WIWI Windkraft GmbH & Co. Kriegsfeld KG eine Anleihe herausgegeben.

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Die Anleihe hat einen Zins von 4,0 Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2023. Anleger können die Anleihe ab 500 Euro über die Online-Plattform wiwin (www.wiwin.de) zeichnen.

Der Windpark Hornberg besteht aus vier Anlagen des Typs E-115 mit einer Nennleistung von jeweils 3 Megawatt und 149 Metern Nabenhöhe. Der Anlagenhersteller Enercon hat den Park im Auftrag der Projektgesellschaft Windpark Hornberg GmbH & Co. KG errichtet und übernimmt auch die Vollwartung der Windenergieanlagen. Auf Basis zweier Ertragsgutachten und weiterer Ertragsdaten nahegelegener Windenergieanlagen erwartet die Emittentin eine durchschnittliche Windgeschwindigkeit in Nabenhöhe von ca. 6,7 Metern pro Sekunde und kalkuliert mit einem Stromertrag von 29,1 Millionen Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Die Einspeisevergütung für den Windpark nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beträgt 7,31 Cent/kWh.

Bankfinanzierung abgeschlossen

Das Gesamtinvestitionsvolumen bei der Windpark-Projektgesellschaft Hornberg beträgt nach Angaben der Emittentin 21,3 Millionen Euro netto. Davon hat eine Bank 16,75 Millionen Euro (entspricht rund 79 Prozent) für die langfristige Projektfinanzierung zur Verfügung gestellt. Den verbleibenden Eigenkapital-Anteil von 4,55 Millionen Euro hat laut Angebotsbroschüre die WIWI Windkraft GmbH & Co. Kriegsfeld KG, Anleiheemittentin und alleinige Kommanditistin der Projektgesellschaft, eingezahlt. Die Emittentin verfügt über ein Kommanditkapital von 2,55 Millionen Euro und 2,0 Millionen Euro Genussrechtskapital. Das Genussrechtskapital ist laut Anlegerbroschüre dem einzuwerbenden Anleihekapital im Rang gleichgestellt. Sowohl Anleihe- als auch Genussrechtskapital sind im Falle einer Insolvenz gegenüber den Bankverbindlichkeiten nachrangig und gegenüber den Ansprüchen der Kommanditisten vorrangig zu bedienen.

Anleihekapital soll Rücklage erhöhen

Das Emissionsvolumen der Anleihe beträgt 300.000 Euro. Der voraussichtliche Nettoemissionserlös von 260.000 Euro soll in die Rücklage der Projektgesellschaft fließen und somit deren Eigenkapital erhöhen. Verzinsung und Rückzahlung der Anleihe sollen durch die laufenden Ausschüttungen der Projektgesellschaft an die Emittentin bedient werden.

Bei der vorliegenden Anleihe handelt es sich um eine nachrangige Inhaberschuldverschreibung. Der Anleger trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Es handelt sich um eine unternehmerische Finanzierung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

juwi-Gründer ist Gesellschafter

Geschäftsführerin und Komplementärin der Emittentin ist die Schneewind GmbH, die diese Funktionen auch bei der Projektgesellschaft innehat. Geschäftsführender Gesellschafter der Emittentin und auch ihrer Komplementärin ist Dr. Norbert Willenbacher. Zudem ist Matthias Willenbacher, Gründer der juwi-Gruppe, Gesellschafter der Emittentin und ihrer Komplementärin.

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