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Nachhaltige Aktien, Anleihen / AIF
ABO Energy verkauft weitere Projekte, erhält Zuschläge
Der Erneuerbare-Energie-Konzern ABO Energy konnte in den letzten Wochen mehrere deutsche Windenergieprojekte verkaufen. Zudem sicherte sich das Unternehmen Tarifzuschläge bei der jüngsten deutschen Windausschreibung.
ABO Energy veräußerte die Projektrechte des Windparks Dittelsheim-Heßloch 2 in Rheinland-Pfalz an den Energiekonzern Vattenfall. Die geplanten sechs Windkraftanlagen mit insgesamt rund 43 Megawatt (MW) sind eine Erweiterung eines bestehenden ABO Energy-Windparks mit 17 Anlagen aus den Jahren 2012 bis 2014.
In Nordhessen hat ABO Energy Projektrechte eines weiteren genehmigten Windparks mit 28 MW veräußert. Außerdem verkaufte das Unternehmen die Projektrechte des Windparks Olpe Rehringhausen In Nordrhein-Westfalen an den Regensburger Erneuerbare-Energie-Entwickler Perigus Energy. Das Projekt umfasst drei Windräder mit einer Gesamtleistung von 21 MW.
Auch im Bau befindliche Vorhaben verkauft
Des Weiteren hat ABO Energy das derzeit im Bau befindliche Repowering-Projekt Heimbach-Vlatten in Nordrhein-Westfalen an das Hamburger Unternehmen Blue Elephant Energy veräußert. Die beiden Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 12 MW ersetzen drei Altanlagen mit je 0,6 MW. Blue Elephant erwarb darüber hinaus den ebenfalls im Bau befindlichen hessischen Windpark Ortenberg mit drei Windrädern.
Und die Aachener Trianel-Gruppe, die in Brandenburg den von ABO Energy im Jahr 2021 errichteten Windpark Dreieck Spreeau mit bislang acht Anlagen betreibt, kaufte auch dessen genehmigte Erweiterung um drei zusätzliche Windräder. Zu den Verkaufspreisen der Projekte macht ABO Energy wie in der Branche üblich keine Angaben.
Zuschläge in drei Bundesländern
Wie ECOreporter bereits gemeldet hatte, erhielt ABO Energy zudem bei der deutschen August-Ausschreibung für Windenergieanlagen an Land Zuschläge für drei Projekte. Konkret geht es um vier Siemens Gamesa-Windräder mit je 7,0 MW in Niederfell in Rheinland-Pfalz, sieben Siemens Gamesa-Anlagen mit je 6,6 MW im niedersächsischen Bad Bentheim sowie vier Nordex-Windräder mit jeweils 7,0 MW in der Gemeinde Losheim am See im Saarland. Die Windparks sollen zwischen Mitte 2028 und Anfang 2029 ans Stromnetz angeschlossen werden.
„Das Ausschreibungsergebnis unterstreicht die Stärke unseres deutschen Windportfolios. Mit Projekten in drei Bundesländern konnten wir uns erneut im Wettbewerb behaupten und schaffen die Voraussetzungen für die weitere erfolgreiche Projektentwicklung in unserem Heimatmarkt“, sagt ABO Energy-Geschäftsführer Thomas Treiling.
Aktie und Anleihe tief im Minus
In den letzten zwölf Monaten hat die ABO Energy-Aktie 90 Prozent ihres Werts eingebüßt. Aktuell kostet das Papier im Tradegate-Handel 3,22 Euro (Stand 21.9.2026, 9:34 Uhr).
Die ABO Energy-Anleihe Green Bond 2024/2029 notiert an der Stuttgarter Börse bei 16,00 Prozent ihres Nominalwertes (Stand 21.9.2026, 8:47 Uhr). Im November 2025 stand sie noch bei 103 Prozent.
ABO Energy ist unter anderem wegen Fehleinschätzungen zur Rentabilität neuer Projekte in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Neuigkeiten zum Sanierungsprozess hat der Konzern in den letzten Wochen nicht veröffentlicht.
Weitere Informationen zu Erneuerbare-Energie-Aktien erhalten Sie in den zweiteiligen ECOreporter-Übersichten zu Windaktien und zu Solaraktien.
ABO Energy Aktie: ISIN DE0005760029 / WKN 576002
ABO Wind/Energy Green Bond 2024/2029: ISIN DE000A3829F5 / WKN A3829F
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