Bei Solarprojekten auf Dächern bleibt die Nachfrage nach Ausschreibungszuschlägen verhalten. / Foto: Pixabay

  Erneuerbare Energie, Meldungen

Ausschreibung für Aufdach-Solaranlagen wieder unterzeichnet

Die Bundesnetzagentur hat die Zuschläge der Ausschreibung für Solaranlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden zum Gebotstermin 1. Juni 2026 veröffentlicht. Bei einer ausgeschriebenen Menge von 296 Megawatt (MW) wurden 125 Gebote mit insgesamt 238 MW eingereicht.

Im Vergleich zur Vorrunde im Februar 2026 mit einer Gebotsmenge von 177 MW ist die eingereichte Menge damit gestiegen, die Ausschreibungsrunde bleibt jedoch erneut unterzeichnet. Die Bundesnetzagentur hat in dieser Juni-Ausschreibungsrunde 17 Gebote vom Zuschlagsverfahren ausgeschlossen. Es wurden 108 Gebote mit einem Volumen von 209 MW zum Zuschlagsverfahren zugelassen und alle bezuschlagt.

Zuschlagswert steigt auf über 9,7 Cent/kWh

Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte reichen von 8,40 Cent/kWh bis 10 Cent/kWh. Der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert liegt mit 9,72 Cent/kWh oberhalb des Wertes der Vorrunde (9,56 Cent/kWh) und damit nur knapp unterhalb dem zulässigen Gebots-Höchstwert von 10 Cent/kWh.

Die meisten Zuschläge entfallen auf Gebote für Standorte in Nordrhein-Westfalen (49 MW, 21 Zuschläge), gefolgt von Niedersachsen (36 MW, 19 Zuschläge), Baden-Württemberg (22 MW, 13 Zuschläge), Bayern (21 MW, 11 Zuschläge) und Hessen (20 MW, 10 Zuschläge). Die nächste Ausschreibungsrunde für Solaranlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden wird am 1. Oktober 2026 durchgeführt.

Im Gegensatz zur Ausschreibung für Aufdach-Solaranlagen war die erste diesjährige Ausschreibung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen massiv überzeichnet. Es gab mehr als 500 Gebote für insgesamt über 4.600 MW. Zuschläge erhielten auch mehrere Unternehmen, in die Anlegerinnen und Anleger investieren können. Mehr dazu lesen Sie hier.

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