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Erneuerbare Energie, Finanzdienstleister
"Banking on Climate Chaos": Welche Banken die Klimakrise finanzieren
Ein internationales Bündnis von Umwelt- und Finanz-NGOs hat den 17. Bericht "Banking on Climate Chaos" (BOCC) veröffentlicht. Der Bericht untersucht, wie viel Geld die weltweit 65 größten Banken über Kredite und die Platzierung von Anleihen und Aktien an Unternehmen der fossilen Energiewirtschaft bereitstellen.
Der Untersuchung zufolge hat der Bankensektor im vergangenen Jahr 906 Milliarden US-Dollar an fossile Unternehmen vergeben, ein Anstieg von 8 Prozent gegenüber 2024. Nur 12 Banken stellen demnach fast 40 Prozent der fossilen Finanzierung bereit. Seit der Unterzeichnung des Pariser Abkommens 2015 haben die Banken 8,7 Billionen US-Dollar in Öl-, Gas- und Kohleprojekte fließen lassen.
US-Banken dominieren
BOCC ist ein jährlich erscheinender Bericht. Herausgeber sind unter anderem das US-amerikanische Rainforest Action Network, das auf Bankenüberwachung spezialisierte internationale Bündnis BankTrack und die deutsche Umweltorganisation urgewald.
Der weltweit größte Geldgeber fossiler Brennstoffe ist dem Bericht zufolge die US-Bank JPMorgan Chase. Im Jahr 2025 stellte sie demnach insgesamt 58 Milliarden Dollar für Unternehmen aus der fossilen Brennstoffindustrie bereit, was einem Anstieg von 12,6 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Dahinter folgen mit jeweils 47 Milliarden Dollar die Bank of America und die japanische Mitsubishi UFJ Financial Group (MUFG).
Die zwölf größten Banken im Bereich fossiler Brennstoffe – vom Bericht als "Dirty Dozen", "schmutziges Dutzend", bezeichnet – stellen laut der Studie mittlerweile fast 40 Prozent aller weltweiten Bankenfinanzierungen für fossile Brennstoffe bereit, unter insgesamt rund 2.000 Banken weltweit. Der Anteil der US-Institute an der gesamten weltweiten Bankenfinanzierung für fossile Brennstoffe stieg von 28 Prozent im Jahr 2021 auf 32 Prozent im Jahr 2025.
Allerdings zeigt die BOCC-Auswertung auch, dass einige europäische Banken ihre fossile Finanzierung über die vergangenen Jahre teils stark reduziert haben. Insgesamt haben die Geldhäuser in der Europäischen Union ihren Anteil an der Finanzierung von Öl, Kohle und Gas zwischen 2021 und 2025 von 12 Prozent auf 11,1 Prozent gesenkt. Das entspricht einem Rückgang um mehr als 9,4 Milliarden Dollar.
UBS sticht positiv hervor, Deutsche Bank negativ
Zu den Finanzhäusern, die ihre Investitionen zurückgefahren haben, gehören laut den NGOs etwa die französischen Banken BNP Paribas und Crédit Agricole sowie insbesondere die UBS. Die Schweizer Großbank reduzierte ihre Mittelvergabe für fossile Brennstoffe seit 2021 kontinuierlich von 21,1 Milliarden Dollar auf 3,7 Milliarden Dollar im Jahr 2025 – ein Rückgang von mehr als 82 Prozent.
Als negatives Beispiel aus Deutschland sticht wiederum die Deutsche Bank durch eine fast kontinuierliche und deutliche Ausweitung ihrer fossilen Finanzierung heraus. 2021 steckte die Bank laut dem Bericht 11,1 Milliarden Dollar in Kohle, Öl und Gas, 2025 waren es 17,7 Milliarden Dollar, ein Anstieg von fast 60 Prozent. Bei den anderen beiden deutschen Vertretern in der Liste, Commerzbank und DZ Bank, schwankte das Ausmaß der fossilen Finanzierung in den letzten Jahren.
Es gibt auch nachhaltige Banken. Diese investieren nicht in fossile Energie, sondern in soziale und ökologisch verantwortliche Projekte. Neuigkeiten und Übersichten zu ihren Konditionen finden Sie hier.
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