BioNTech forscht insbesondere zur Krebsbekämpfung. / Foto: BioNTech

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BioNTech darf CureVac übernehmen

Der Mainzer Impfstoffentwickler BioNTech kann seinen Tübinger Konkurrenten CureVac übernehmen. Das Bundeskartellamt erteilte die entsprechende Erlaubnis.

"Die Forschungspipelines von BioNTech und CureVac für Arzneimittel weisen keine erheblichen Überschneidungen auf", erklärte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. Während BioNTech über zahlreiche, teils weit fortgeschrittene Wirkstoffkandidaten gerade bei der Krebsforschung verfüge, bestehe die Pipeline von CureVac nur noch aus wenigen Wirkstoffkandidaten. Diese befänden sich zudem alle in präklinischen oder erst frühen klinischen Studienphasen.

Milliardengewinne während Corona-Pandemie

BioNTech hat bislang ein Produkt erfolgreich auf den Markt gebracht: den Corona-Impfstoff Comirnaty, den das Unternehmen in Kooperation mit dem US-Pharmakonzern Pfizer vertreibt. CureVac besitzt noch kein zugelassenes Medikament.

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Die Übernahme soll nach früheren Angaben von BioNTech bis zum Jahresende abgeschlossen werden. BioNTech will CureVac durch einen Aktientausch erwerben.

CureVac hatte während der Corona-Pandemie, genauso wie BioNTech, an einem Impfstoff geforscht, war damit aber – anders als die Mainzer – erfolglos geblieben. Zwischenzeitlich hatte es zwischen den Unternehmen einen Patentstreit gegeben, der aber im Vorfeld der Übernahme im August beigelegt wurde. ECOreporter berichtete hier.

Die BioNTech-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 1 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 89,30 Euro (Stand: 15.10.2025, 9:00 Uhr). Im Monatsvergleich legte die Aktie 6,7 Prozent zu, auf Jahressicht hat sie 17,2 Prozent eingebüßt.

BioNTech hat mit seinem Corona-Impfstoff viel Geld verdient: Auf dem Höhepunkt der Pandemie 2021 erzielte der Konzern einen Nettogewinn von 10 Milliarden Euro. Mittlerweile schreibt das Unternehmen allerdings rote Zahlen und will mehr als 1.000 Stellen in Europa und Nordamerika streichen. Auch die Aktie schwankt stark: In den letzten drei Jahren büßte der Kurs 36 Prozent an Wert ein, auf fünf Jahre betrachtet ist er noch immer knapp 20 Prozent im Plus.

Erstes Krebsmedikament soll 2026 starten

Allerdings ist BioNTech auch ein kleines Wachstumsunternehmen, dass der Erfolg in der Corona-Forschung unerwartet bekannt machte. Eigentlich steht bei den Mainzern die Krebsbekämpfung im Mittelpunkt. Zuletzt veröffentlichte das Unternehmen positive Studiendaten zu mehreren Wirkstoffen. Bis Ende des Jahres will der Konzern den ersten Zulassungsantrag für ein Krebsmedikament einreichen. Das erste Mittel soll 2026 auf den Markt kommen.

Ein Kauf der BioNTech-Aktie bleibt eine Wette darauf, dass das Unternehmen seine Entwicklungspläne einhalten kann. Wann der Konzern in die Gewinnzone zurückkehrt, ist bis auf Weiteres unklar. ECOreporter sieht jedoch realistische Chancen, dass die Wette aufgehen wird. BioNTech hat das innovative Potenzial eines Start-ups, verfügt aber über sehr viel Kapital, das vor allem in die Forschung wandert. Die Aktie kann eine spannende Investment-Idee für mutige Anlegerinnen und Anleger sein.

BioNTech SE ADR:  ISIN US09075V1026 / WKN A2PSR2

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