Heizöl-LKW von Total: Europäische Konzerne investieren mehr Kapital in klimafreundliche Energien als Unternehmen aus den USA oder Rußland. / Foto: Total

12.11.18 Erneuerbare Energie , Meldungen

CDP-Studie: Ölriesen geben im Schnitt weniger als 2 Prozent für grüne Energien aus

Eine neue Studie der Initiative Carbon Disclosure Project (CDP) belegt: Die großen Öl- und Gaskonzerne geben nur einen winzigen Bruchteil ihrer jährlichen Investitionsausgaben (CAPEX) für den Umstieg auf saubere Energien aus. Laut der CDP-Studie investieren Öl- und Gasriesen wie Shell, Lukoil, BP und ExxonMobile im Schnitt gerade einmal 1,3 Prozent ihres jährlichen Budgets in Erneuerbare Energien.

Wie die heute veröffentlichte Studie ermittelt hat, geben insbesondere Öl- und Gasunternehmen mit Sitz in den USA und Russland am wenigsten für den Umstieg auf klimafreundliche Energien aus. Europäische Unternehmen sind bei ihren Ausgaben führend: Bis zu 7 Prozent ihres Investitionsbudgets geben in Europa ansässige Unternehmen laut der Studie für die Entwicklung sauberer Energien aus. Von den 24 größten Öl- und Gaskonzernen sind  Equinor, Total, BP, Eni und Shell Spitzenreiter, was die Ausgaben für klimafreundliche Energien angeht.

Allerdings gibt es Anzeichen dafür, dass ein Umdenken in der Branche stattfindet. 15 der 24 Unternehmen, die CDP untersucht hat, haben sich Ziele zur Reduktion von CO2-Emissionen gesetzt. Zehn Unternehmen betreiben CO2-Abscheidungs- und -speicherprojekte.

Die Studie verweist auf ein weiteres interessantes Phänomen: Einige Energiekonzerne, die verstärkt auf grüne Energien setzen, haben sich umbenannt. DONG Energy heißt seit 2017 Orsted, Statoil trägt seit letztem Jahr den Namen Equinor.

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