Solarpark, den Anleger auf GreenVesting finanzieren konnten. / Foto: Unternehmen

26.11.19 Crowd-Investment , Crowd-Porträt

Crowdportale im Vergleich: GreenVesting

Auf GreenVesting können Anleger Erneuerbare-Energien-, Energieeffizienz- und Immobilienprojekte finanzieren. Die Zinsen bewegen sich zwischen 3,5 und 9 Prozent. Wie erfolgreich waren die bisherigen Projekte? ECOreporter stellt die Crowdplattform vor.

GreenVesting, 2012 gegründet, sitzt in Cölbe, in der Nähe von Marburg. 26 Projekte haben Anleger auf der Plattform bis jetzt (November 2019) finanziert, bei einem Gesamtvolumen von 4 Millionen Euro.

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Dachsolaranlage in Ghana. / Foto: GreenVesting

Welche Art von Projekten?

Fokus der Plattform sind Projekte aus den Bereichen Erneuerbare Energie, Energieeffizienz und nachhaltiges Bauen. Finanziert hat GreenVesting etwa mobile Solarkraftwerke in Afrika, Energieeffizienzhäuser in Deutschland sowie solarbetriebene Bewässerungsanlagen in Marokko.

"Die Projekte müssen einen konkreten Umweltnutzen haben", erklärt Dirk Völker, Geschäftsführer von GreenVesting. "Aber auch die ökonomischen Aspekte müssen stimmen, damit die Anleger eine angemessene Verzinsung erhalten."

Wie prüft GreenVesting?

Das Team der Crowdplattform besteht aus drei Mitarbeitern. Die Plattform überprüft die Businesspläne und die technischen Pläne eines Projekts, ehe es auf der Plattform angeboten wird. Bei der Prüfung wirken auch die Umweltingenieure der Muttergesellschaft GreenVesting GmbH & Co KG mit. Die Muttergesellschaft ist auf die Planung und Betriebsführung von Erneuerbare-Energien-Kraftwerken spezialisiert. Bei fehlender Expertise zieht GreenVesting externe Berater hinzu. 

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Ablehnungskriterien

Die Projekte müssen laut GreenVesting ökologisch, sozial und ökonomisch sinnvoll sein. Ausgeschlossen sind Investitionen in Unternehmen, die Waffen produzieren oder damit handeln, nicht-nachhaltige Landwirtschaft betreiben, Kinderarbeit sowie Arbeits-, Menschen- oder Tierrechtsverletzungen zulassen.

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Dirk Völker ist Geschäftsführer von GreenVesting. / Foto: Unternehmen

Geld eingesammelt - und nun?

Das Geld der Anleger bleibt nach der Einzahlung auf einem Treuhandkonto. Nachdem die Fundingschwelle oder das maximale Finanzierungsziel erreicht ist, stellt GreenVesting es den Projektinitiatoren zur Verfügung.

Die Emittenten sind vertraglich zu halbjährlichen Berichten an die Anleger verpflichtet. GreenVesting trägt das Siegel "Transparente Plattform" des Bundesverbands Crowdfunding. Das bedeutet unter anderem, dass die Plattform den Verhaltenskodex des Verbandes einhält und die nötigen Berichts- und Transparenzrichtlinien erfüllt.

Leistungsbilanz

Im Schnitt investiert jeder Anleger 1.500 Euro auf der Plattform. Bisher haben Anleger auf GreenVesting 26 Projekte finanziert (Stand: November 2019). Bei zwei Projekten droht der Totalausfall. Bei einem Emittenten mit zwei Projekten gibt es laut GreenVesting Verzögerungen bei der Rückzahlung.

Gebühren

Für Anleger fallen keine Gebühren an. Eine Investition ist ab 100 Euro möglich.

Der Emittent bezahlt laut GreenVesting einen prozentualen Anteil des Fundingvolumens an die Plattform. Die Gebühr variiert je nach den Leistungen, die die Plattform anbietet, zwischen 5 und 10 Prozent. Hinzu kommen jährliche Gebühren von 1 Prozent über die Laufzeit der Geldanlage für den Anbieter des Projekts. 

Was sollten Anleger beachten?

Crowdinvesting ist riskant. Das Risiko des Totalausfalls ist immer gegeben. GreenVesting-Geschäftsführer Völker rät: "Diversifikation ist beim Crowdinvesting genauso wichtig wie bei allen anderen Investments. Anleger sollten stets darauf achten, dass sie in verschiedene Projekte investieren. Das mindert das hohe Risiko beim Crowdinvesting."

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