29.03.19 Erneuerbare Energie , Meldungen

Einspeisetarif für Solarparks steigt in der neuesten Ausschreibung deutlich an

Bei der März-Ausschreibung für Solaranlagen haben sich die Zuschlagswerte im Vergleich zum Vormonat um rund 40 Prozent erhöht.

Bei der Februar-Ausschreibung betrug der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert 4,8 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Bei den drei Ausschreibungsrunden für Solarenergie in 2018 lag der Wert jedes Mal sogar unter 4,8 Cent/kWh. Nun gab die Bundesnetzagentur den durchschnittlichen Zuschlagswert für die März-Ausschreibung bekannt: 6,59 Cent/kWh. Wie ist dieser deutliche Anstieg zu erklären?

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Die von der Bundesnetzagentur ausgeschriebene Menge bei der März-Ausschreibung betrug 500 Megawatt (MW). Deutlich mehr als bei der Februar-Ausschreibung (175 MW) und bei den drei Ausschreibungen in 2018 (200 MW, zweimal 182 MW). Obwohl für die März-Ausschreibung doppelt so viele Gebote wie bei der Februar-Ausschreibung abgegeben wurden, hat sich die Wettbewerbssituation mit der höheren Ausschreibungsmenge im März entspannt.

Bayern auch ohne Ackerflächenprojekte vorne

Zudem hatten bei der Februar-Ausschreibung Solarprojekte auf Ackerflächen in Bayern dominiert. ECOreporter hatte hier erklärt, warum diese Projekte in der Regel auch mit niedrigen Zuschlagswerten wirtschaftlich auskömmlich sind. Mit der Zuschlagsmenge in der Februar-Ausschreibungsrunde war aber das jährlich begrenzte bayerische Ackerflächenkontingent bereits zu rund 70 Prozent aufgebraucht. Damit war absehbar, dass in späteren Ausschreibungsrunden des Jahres andere Solarflächen zum Zuge kommen werden. So wurden zwar auch in der März-Ausschreibungsrunde nach Angaben der Bundesnetzagentur wieder eine große Anzahl wettbewerbsfähiger Gebote für Flächen in Bayern, insbesondere für Acker- bzw. Grünlandflächen (35) abgegeben. Aufgrund des bayerischen Ackerflächenkontingents, das mit dieser Ausschreibungsrunde gänzlich aufgebraucht wurde, konnte die Mehrheit (26) der Gebote keine Berücksichtigung finden.

Aber auch ohne die Ackerflächenprojekte sind Solarprojekte in Bayern mengenmäßig ganz vorne dabei: Von den 121 bezuschlagten Geboten der März-Ausschreibung entfielen 41 auf Bayern, 18 auf Sachsen-Anhalt und 15 auf Brandenburg.

Weiterhin höhere Zuschlagswerte?

Ob mit den höheren Zuschlagswerten der März-Ausschreibung eine Trendumkehr eingeläutet wurde, ist fraglich. Der nächste technologiespezifische Ausschreibungstermin für Solarenergie ist der 1. Juni 2019. Für den Termin ist die auszuschreibende Menge noch nicht bekannt. Zum Gebotstermin 1. April 2019 findet zunächst eine gemeinsame Ausschreibung von Windenergieanlagen an Land und Solaranlagen statt. Deren Ausschreibungsvolumen fällt mit 200 MW wieder geringer aus. Die Zuschlagsmengen der beiden gemeinsamen Ausschreibungen in 2018 gingen komplett an Solarprojekte.

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