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fox e-mobility will nach Aktientausch wieder in den Börsenhandel
Der angeschlagene Elektroauto-Entwickler fox e-mobility kündigt an, ab nächster Woche seine eigentlich schon für Mai angekündigte Kapitalherabsetzung durchzuführen. Zudem meldet das Unternehmen neue Geschäftszahlen.
Die bisherigen Aktien der fox e-mobility AG Aktien (ISIN DE000A3EX222) sollen zum Stichtag 4. August automatisch im Verhältnis 100:1 in Aktienteilrechte mit der ISIN DE000A40ZV63 umgeschrieben werden. Bis 25. August will man dann die Teilrechte in neue konvertierte Namensaktien (ISIN DE000A40ZV71) umtauschen. Aktionäre erhalten also für 100 bisherige Aktien eine neue.
Überzählige Aktien werden automatisch verkauft
Für Aktionäre, deren Zahl an Aktien nicht durch 100 teilbar ist, ist eine sogenannte Teilrechteregulierung vorgesehen. Die Anteilseigner können individuell entscheiden, ob sie Teilrechte hinzukaufen oder abgeben. Hierfür erhalten sie laut fox e-mobility „voraussichtlich von ihrer Depotbank ein entsprechend vorbereitetes Weisungsschreiben“.
Ein Teilrechtehandel ist nicht vorgesehen. Erteilen Aktionäre ihrer Depotbank keinen Auftrag zur Auf- oder Abrundung, werden die jeweiligen Aktienspitzen automatisch verkauft und die Erlöse den Aktionären gutgeschrieben.
Den aktuell ausgesetzten Börsenhandel möchte fox e-mobility nach Umschreibung der Aktienbestände wieder aufnehmen. Das genaue Datum steht noch nicht fest.
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Zudem hat das Unternehmen erste finale Geschäftszahlen für 2023 veröffentlicht. Da das erste Elektroautomodell von fox e-mobility, der Mia 2.0, sich weiterhin in der Entwicklungsphase befindet, erzielte das Unternehmen keine Umsätze aus Fahrzeugverkäufen.
Wegen eines außergewöhnlichen Gewinns von 1,8 Millionen Euro aufgrund der Verjährung einer Forderung erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von 0,4 Millionen Euro. Das Eigenkapital betrug Ende 2023 68 Millionen Euro, die Verbindlichkeiten 5,8 Millionen Euro. Den testierten Jahresabschluss 2023 will fox e-mobility bis spätestens 30. Oktober veröffentlichten.
Hoher Verlust in 2024
Den Jahresbericht 2024 kündigt das Management bereits für den 1. August an. Wegen einer Sonderabschreibung in Höhe von 67 Millionen Euro auf den Beteiligungswert der Fox Automotive Switzerland AG rechne man mit einem Verlust von ungefähr 68 Millionen Euro.
fox e-mobility braucht zeitnah frisches Geld und will daher nach der Aktienzusammenlegung mehrere Kapitalerhöhungen durchführen. Diese seien „die Voraussetzung für die weitere Fortführung der geplanten Mia-Entwicklung“, hieß es in einer Mitteilung aus dem April. Der Fertigungsbeginn des Fahrzeugs wurde schon mehrfach nach hinten verschoben.
Im Februar hatte das Management darauf hingewiesen, dass der Unternehmensgruppe wegen des geplatzten Darlehens eines südkoreanischen Investors die Insolvenz drohe. Das Unternehmen kämpft schon lange mit finanziellen Problemen. Im ungeprüften Halbjahresbericht 2023 heißt es, die „erheblichen bestandsgefährdenden Risiken“ hätten sich im ersten Halbjahr 2023 noch verstärkt, unter anderem wegen nicht eingegangener Zahlungen des südkoreanischen Investors.
Da die Aktie von fox e-mobility zuletzt nur noch bei 0,005 Euro notierte (Börse Düsseldorf, 30.6.2025, 8:17 Uhr), könnte es schwierig werden, die geplanten Kapitalerhöhungen planmäßig durchzuführen. ECOreporter rät weiterhin von einem Einstieg in die Aktie ab.
fox e-mobility AG: ISIN DE000A2NB551 / WKN A2NB55