Die alte Fischtreppe des Green City Energy-Wasserkraftwerks Antoigné, südwestlich von Paris. / Foto: Unternehmen

11.05.18 Nachhaltige Aktien , Erneuerbare Energie , Anleihen / AIF

"Wir fühlen uns zunehmend wohler" - Green-City-Energy-Vorstand Mühlhaus über neue Märkte und Vorlieben

Die Green City Energy AG ist eine der Erfolgsgeschichten, die Bürger bei der Energiewende geschrieben haben. Aus einem Verein entstanden, entwickelt sich das Unternehmen zum sauberen Stromversorger, der auch international aktiv ist. 

Im ersten Teil des großen ECOreporter-Interviews verrät Vorstand Jens Mühlhaus, warum ihm der deutsche Windmarkt Hoffnung macht, wo die Politik lernfähig war und warum große Solaranlagen in Südeuropa mittlerweile weniger riskant sind. Im zweiten Teil des Interviews lesen Sie unter anderem, was die Wasserkraft für Green City Energy bedeutet, weshalb abgeschaltete Atomkraftwerke in Frankreich gut für die Photovoltaik in Italien sind und wieso private Anleger für ein innovatives Unternehmen so wichtig sind.

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Jens Mühlhaus ist Vorstand der Green City Energy AG und verantwortlich für das operative Management der technischen Bereiche sowie für Projektakquisition und -realisierung. Der studierte Bauingenieur war seit 1992 ehrenamtliches Vorstandsmitglied des Vereins Green City und damit auch maßgeblich an der Gründung der Green City Energy GmbH beteiligt. Im September 2010 wurde er technischer Geschäftsführer der Green City Energy GmbH. Nach der Umwandlung zur AG im Herbst 2011 wechselte er in den Vorstand. Er hat langjährige Erfahrung in der Projektentwicklung und -steuerung. Als ehrenamtlicher Stadtrat der Landeshauptstadt München war er von 2002 bis 2008 Verkehrs- und Energiepolitischer Sprecher der Grünen Stadtratsfraktion. 

 

ECOreporter.de: Herr Mühlhaus, die Windenergie in Deutschland war für Green City Energy in den letzten Jahren ein geschäftlicher Schwerpunkt. Wie sind die Aussichten in diesem Bereich?

Jens Mühlhaus: Der Markt ist "verhalten positiv". Es gibt große Veränderungen im Vergleich zum Sommer 2017. Damals waren viele in der Windbranche geradezu schockiert; Projektierer mussten sich den wirtschaftlichen Bedingungen anpassen. Jetzt ist die Stimmung wesentlich besser - auch bei uns. Denn wir haben eine gut gefüllte Projektpipeline, mit anderen Worten - viele Projekte, die geplant sind und Chancen auf Realisierung haben.

Im letzten Jahr haben vor allem Bürgerenergiegenossenschaften bei den Ausschreibungen für neue Windenergieprojekte Erfolg gehabt, auch aufgrund der gesetzlichen Vorschriften. Können Sie 2018 hier wieder mehr punkten?

Ja, das können wir. Letztes Jahr mussten auch wir uns fragen: Was machen wir mit all´ unseren Windprojekt-Planungen, wenn wir bei den Ausschreibungen kaum Chancen auf Berücksichtigung haben? Aber die Politik hat gelernt und Fehler im Ausschreibungsverfahren korrigiert. Wir hatten bei der Ausschreibung im März in diesem Jahr mit unserem bayerischen Park in Fuchsstadt Erfolg und haben direkt mit der Realisierung begonnen. Das war ein wichtiger Wendepunkt für unser Unternehmen und auch für die Stimmung in unserem Wind-Projektierungsteam.

Bei den Ausschreibungen kommen nur die Planer zum Zug, die versprechen, billigen Windstrom zu liefern, wenn sie einen Windpark realisieren. Können Sie so billig produzieren, wie es für einen Ausschreibungserfolg nötig ist?

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