Hylea produziert und exportiert Paranüsse. / Foto: Pixabay

  Anleihen / AIF, Wachhund

Hylea kann Anleihezinsen nicht fristgerecht zahlen

Der Paranuss-Produzent Hylea hat erneut Schwierigkeiten, Zinsansprüche seiner Anlegerinnen und Anleger zu bedienen. Jetzt sollen die Bedingungen der Unternehmensanleihe 2017/2022 geändert werden.

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In einer Pflichtmitteilung des Luxemburger Unternehmens heißt es, man könne „aufgrund der Covid-19 Auswirkungen“ die zum 1. Juni 2021 fällig gewordenen Zinsen für die Anleihe „nicht fristgerecht zahlen“. Hylea will deshalb Ende dieser Woche zu einer Gläubigerversammlung einladen. Deren Ziel soll „eine Restrukturierung der Anleihe sein, in der Zins und Laufzeit im Sinne der Emittentin und der Anleihegläubiger definiert werden, um somit die positive Fortführung der Gesellschaft zu gewährleisten“.

Bereits im letzten Jahr hatte Hylea Probleme, Zinszahlungen für seine Anleihe termingerecht zu leisten (ECOreporter berichtete hier). Damals hatte das Unternehmen die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf seine Geschäfte in einer Pressemitteilung als „erheblich“ bezeichnet. Der Warentransport in den Erntegebieten in Südamerika sei deutlich eingeschränkt, hieß es in der Mitteilung.

Die Hylea-Anleihe 2017/22 hat einen Zinskupon von 7,25 Prozent pro Jahr und läuft nach bisherigem Stand noch bis zum 1. Dezember 2022. Das Emissionsvolumen wurde im Januar 2020 von 25 auf 35 Millionen Euro aufgestockt. Die Anleihe hat gestern (2.6.2021) im Tradegate-Handel bis 20 Uhr 15,75 Prozentpunkte eingebüßt und notierte nur noch bei 63,00 Prozent.

Anleihe Hylea Group 2017/2022: WKN A19S80 / ISIN DE000A19S801

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