Braunkohletagebau Garzweiler. / Foto: Pixabay

22.09.20 Institutionelle / Anlageprofis

IFC empfiehlt Global Coal Exit List von urgewald

Die International Finance Corporation (IFC), ein privatwirtschaftlicher Zweig der Weltbankgruppe, hat angekündigt, zukünftig die Global Coal Exit List der Nichtregierungsorganisation urgewald anzuwenden. Die Liste der nordrhein-westfälischen Umwelt- und Menschenrechtsorganisation enthält umfassende Daten über die weltweite Kohleindustrie.

Die IFC empfiehlt ihren Kunden die Global Coal Exit List und fordert sie auf, anhand der Liste zu überprüfen, wo ihre Investments noch Verbindungen zum Kohlesektor haben. urgewald hat die IFC eigenen Angaben zufolge dazu bewegen können, ihre Kriterien für den Ausstieg aus der Kohle in zwei Punkten zu verschärfen:

•    Ausgeschlossen werden sollen nun ganze für den Ausbau der Kohleindustrie verantwortliche Unternehmen statt nur entsprechende Projekte.
•    Der Grenzwert beim Kohleanteil am Umsatz bezieht sich nun nicht mehr nur auf den Kohleverkauf, sondern auf verschiedene kohlebasierte Geschäftsfelder, zum Beispiel Verstromung und Transport.

“Das ist ein Durchbruch“, freut sich Finanz-Campaignerin Ute Koczy von urgewald. „Der private Arm der Weltbank unternimmt einen großen ersten Schritt, um die Grundlage für den Ausstieg aus der Kohle zu bestimmen. Die IFC sendet daher zwei Signale an ihre Kunden. Erstens: Raus aus der Kohle. Zweitens: Die Kriterien einer NGO wie urgewald sind internationale Standards. Andere Entwicklungsbanken sollten nun dem Beispiel der IFC folgen. Angesichts der globalen Klimakrise ist sich urgewald jedoch bewusst, dass der Ausstieg aus Öl und Gas folgen muss.“

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