Infineon ist Weltmarktführer bei sogenannten Verbindungshalbleitern. Diese Position will der Konzern weiter ausbauen. / Foto: Unternehmen

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Infineon investiert mehr als 2 Milliarden Euro in Fabrik in Malaysia

Der Chipkonzern Infineon aus Neubiberg im Landkreis München investiert mehr als 2 Milliarden Euro in den Aufbau einer Fertigung für Verbindungshalbleiter in Malaysia. Am geplanten Standort Kulim betreibt das Unternehmen bereits zwei Fabriken.

Die Bauarbeiten sollen im Juni starten, wie Infineon am Donnerstag mitteilte. Die ersten Halbleiter sollen dort im zweiten Halbjahr 2024 fertiggestellt werden. Vor Ort entstehen laut Unternehmen 900 neue Arbeitsplätze.

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Konkret will Infineon in Malaysia Produkte auf Basis von Siliziumkarbid und Galliumnitrid herstellen. Bei voller Auslastung soll das neue Werk für 2 Milliarden Euro Jahresumsatz sorgen. Mit dem Ausbau bereite sich Infineon "auf das beschleunigte Wachstum des Markts für Verbindungshalbleiter vor", sagte Vorstandsmitglied Jochen Hanebeck, designierter Nachfolger des am 1. April ausscheidenden Vorstandsvorsitzenden Reinhard Ploss.

Mit der neuen Fabrik will der Konzern seine Führungsposition im Wachstumsmarkt Leistungshalbleiter stärken. Erst im September 2021 hat Infineon eine hochmoderne 1,6-Milliarden-Euro-Fabrik für Leistungshalbleiter im österreichischen Villach eröffnet.

Nachhaltige Technologie soll Milliardenumsatz bringen

Auch bei der neuen Fertigung setzt Infineon laut Hanebeck auf grünen Strom und „innovative Technologien“, um die CO2-Emissionen so weit wie möglich zu senken. Erneuerbare Energien und Elektromobilität seien Haupttreiber für ein starkes und nachhaltiges Wachstum der Nachfrage nach Leistungshalbleitern.

Im Fokus stehen besonders Siliziumkarbid-Halbleiter, kurz SiC-Chips genannt. Schwerpunkt für die Anwendung der SiC-Technologie sind die Bereiche industrielle Stromversorgung, Photovoltaik, Transport, Antriebstechnik, Automotive sowie Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Bei SiC-Chips strebt Infineon bis Mitte des Jahrzehnts einen Jahresumsatz von 1 Milliarde US-Dollar an.

Die Infineon-Aktie kostet im Tradegate-Handel aktuell 33,18 Euro und ist zum Vortag 1,1 Prozent im Minus (Stand: 17.2.2022, 11:38 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 15 Prozent an Wert verloren, im Jahresvergleich ist sie 7,7 Prozent im Minus.

Infineon ist der größte Halbleiterhersteller Deutschlands und einer der zehn umsatzstärksten weltweit. Im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2021/22 (Oktober bis Dezember) hat der Konzern bei Umsatz und Gewinn stark zugelegt. Generell liefen die Geschäfte der ehemaligen Siemens-Tochter in den letzten Quartalen gut – was sich aber nicht im Aktienkurs widerspiegelt. Für Anlegerinnen und Anleger bietet ein eher günstiges erwartetes Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20 Einstiegschancen.

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